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Potsdam, 28.01.2009

Vier HFF-Studentenfilme im Programm der Berlinale 2009

28.01.2009 - Die Auswahljurys der 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2009 haben vier Produktionen von Studierenden der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg ausgewählt. Im Wettbewerb der Berlinale Shorts läuft Jöns Jönssons Havet – das Meer (2009) und konkurriert mit zehn weiteren Kurzfilmen um den Goldenen und den Silbernen Bären.

Havet – das Meer erzählt von Pelle und Agneta, einem Ehepaar um die 60. Sie haben sich eingerichtet in ihrem Haus am Meer, in dem kleinen Ort irgendwo an der südschwedischen Ostseeküste, wo sie immer noch als die Zugezogenen gelten. Ihr Alltag ist stiller geworden, seit die Tochter in der Stadt lebt. Pelle, krank vom vielen Rauchen, fällt es schwer, seine körperliche Schwäche anzunehmen und Agnetas Mitgefühl auszuhalten. Ein Film über verlorene Leidenschaft, Leere, die Liebe und das Leben. Für die Hauptrollen konnte Jöns Jönsson mit Ann Petrén und Lennart Jähkel zwei in seinem Heimatland Schweden sehr bekannte Schauspieler gewinnen. Das Berlinale Publikum vergangener Jahre konnte beide bereits in früheren Filmen erleben. Havet – das Meer läuft im Programm V. Im Kurzfilmprogramm der Generations Kplus laufen zwei HFF-Animationsfilme: Cocoon Child von Sonja Rohleder (2009) und Hokus Pokus von Anna Samoylovich (2008).

Cocoon Child ist ein zauberhafter wie sinnlicher Film über die Welt von Emma, einem autistischen kleinen Mädchen. In poetischen Bildern gelingt es Sonja Rohleder einen der seltenen Momente einzufangen, in denen sich Emmas fantastische Welt einen Augenblick mit der unsrigen verbindet.

Um Realität und Fantasie geht es auch in Hokus Pokus. Der Zauberer zieht seine ganz eigene Welt aus dem Zylinder und seine Träume nehmen Gestalt an. Ein turbulentes, kunterbuntes Trickfilmfeuerwerk mit einem Hauch Melancholie.

Gitti, ein Dokumentarfilm von Anna Deutsch, ist das berührende wie unterhaltsame Porträt einer flotten 70-jährigen Berlinerin und wird in der Reihe Perspektive Deutsches Kino gezeigt. „Arbeiten, schachern und Kindergroßziehen. Keen Glück mit de’ Männer", so beschreibt Gitti rückblickend ihr Leben, von dem sie jetzt noch einiges erwartet. Sie hat eine Kontaktanzeige aufgegeben und diskutiert erfrischend direkt die Vor- und Nachteile der Kandidaten mit ihren Freundinnen. Wer groß ist und kein Lahmarsch, kann hoffen.

Anders als in den Vorjahren findet sich kein Diplomfilm unter der HFF-Berlinale-Auswahl. Alle vier Beiträge entstanden als Übungen oder Sonderprojekte noch vor Ende des Studiums. Auf die Abschlussfilme von Jöns Jönsson, Sonja Rohleder, Anna Samoylovich und Anna Deutsch dürfen wir gespannt sein.

Potsdam, 28.01.2009

Veröffentlicht von:
Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf

Info Potsdam Logo 2009-01-28 11:04:23 Vorherige Übersicht Nächste


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