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Potsdam, 02.04.2014

Polizeimeldung: Gewaltdelikte rückläufig, Aufklärungsquote leicht gestiegen

Polizeidirektion West; Landeshauptstadt Potsdam, Stadt Brandenburg an der Havel, LK Potsdam-Mittelmark; LK Teltow-Fläming; LK Havelland



Peter Meyritz: „Die Wahrscheinlichkeit in Westbrandenburg Opfer einer Gewaltstraftat zu werden, ist gesunken. Die Wahrscheinlichkeit nach dem Begehen einer Straftat erwischt oder ermittelt zu werden, ist auch 2013 gestiegen! Insgesamt ein deutliches Zeichen fleißiger und professioneller Polizeiarbeit in der Polizeidirektion West!“

Mit diesen Worten eröffnete der Leiter der Polizeidirektion West heute Vormittag die diesjährige Pressekonferenz und stellte gemeinsam mit dem Leiter der Kriminalpolizei in der Polizeidirektion, Kriminaldirektor Sven Mutschischk, die Ergebnisse der Kriminalitätsbekämpfung des vergangenen Jahres vor.

Die Anzahl der insgesamt registrierten Straftaten blieb im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau, und lag auch in 2013 unter der Marke von sechzigtausend (2012: 59.808 Straftaten; 2013: 59.974). Die Aufklärungsquote stieg zum Vorjahr mit 53,4 Prozent leicht an (2012: 53,0 Prozent).

Wie auch in den vergangenen Jahren beschäftigen Diebstahlsdelikte die Polizei in überwiegendem Maße. Die Anzahl derer stieg erneut auf über 25.000 im vergangenen Jahr an (2012: 23.874 Straftaten; 2013: 25.355).
Hier fällt vor allem ein Anstieg bei den Fahrraddiebstählen von fast 24 Prozent auf (2012: 3.859 Straftaten, 2013: 4.783). Ebenfalls leicht nach oben ging die Anzahl der Diebstähle an und aus Kraftfahrzeugen, der mit 4.335 Straftaten etwa 200-mal häufiger als im Vorjahr verzeichnet wurde.
Fast gleich blieben die angezeigten Diebstähle von Kraftfahrzeugen, mit 1.060 Entwendungen waren dies fünf mehr als im Jahr 2012.

Als Herausforderung bezeichnete Meyritz jedoch die wiederum leicht gestiegene Zahl der Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Einfamilienhäuser. Mit 1.344 Straftaten sind diese im Vergleich zum Vorjahr (2012: 1.321 Straftaten) immer noch auf hohem Niveau. Das Phänomen der Tageswohnungseinbrüche sank leicht in seiner Anzahl - mit 675 Straftaten wurde das Delikt 34-mal weniger registriert als 2012.

Sven Mutschischk: „Jeder Einbruch ist ein tiefer Eingriff in die Intimsphäre des Betroffenen denn die Täter dringen in den geschützten Lebensbereich ein und zerstören dabei viel mehr als nur die Tür oder das Fenster. In einigen Fällen führt diese Tat sogar zu Traumatisierungen bei den Opfern. Umso wichtiger ist es für uns, den ansteigenden Trend zu durchbrechen! Mit vielen polizeilichen Maßnahmen der Prävention, aber auch der verstärkten Bestreifung, gerade im sogenannten Speckgürtelbereich zu Berlin haben wir bereits einige Erfolge zu verzeichnen gehabt.“

Aber auch der Bürger selbst kann einiges dafür tun, dass die Täter weniger Chancen auf Erfolg haben. Zum Beispiel haben sich geeignete Sicherungsmaßnahmen an Wohnhäusern genauso bewährt, wie das wachsame Auge der Nachbarn oder die Sicherung von wertvollen Gegenständen mit so genannter künstlicher DNA. Die Polizei berät gern zu diesen Themen.

Positiv zu verzeichnen ist der Rückgang der Gewaltkriminalität im Bereich der Polizeidirektion West. Gab es 2012 noch 1.402 Straftaten in diesen Deliktsbereichen, ging die Anzahl 2013 auf 1.259 zurück.

Ständig im Blickpunkt der Polizei sind die politisch motivierten Straftaten. Dazu zählen die sogenannten „rechts“ und „links“ motivierte Kriminalität. Auf beiden Motivationsseiten ist ein Anstieg zu verzeichnen, rechts motivierte Straftaten stiegen von 320 im Vorjahr auf 338 im Jahr 2013 an. Gewaltdelikte stellen dabei 14 (in 2012: 15) Fälle.
Auch im links motivierten Kriminalitätsbereich gab es einen Anstieg von 37 Straftaten in 2012 auf 56 Straftaten in 2013. Fünf dieser Straftaten waren in 2013 von Gewalt gekennzeichnet (im Jahr zuvor sieben). Hintergrund dieses Anstiegs, welcher überwiegend bei den so genannten Propagandadelikten zu registrieren war, ist die Vielzahl der Wahlkampfveranstaltungen und Aktivitäten rund um die Bundstagswahl im vergangenen Herbst. Insbesondere Beschädigungen an Wahlplakaten und rechtsgerichtete Schmierereien haben hier für den Anstieg gesorgt.

Als Schwerpunkt für die diesjährige Kriminalitätsbekämpfung steht die Zurückdrängung der Wohnungseinbruchsdiebstähle an oberster Stelle: „Hier werden wir auch nicht nachlassen und insbesondere die Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei noch intensivieren!“ betonte Direktionsleiter Meyritz.
Heiko Schmidt
Pressesprecher Polizeidirektion West

Potsdam, 02.04.2014

Veröffentlicht von:
Internetwache Brandenburg

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