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Potsdam, 14.02.2013

Wettbewerb „Nutzungskonzept Hochbehälter Pfingstberg“

Insgesamt 28 Vorschläge wurden beim studentischen Ideenwettbewerb zum ehemaligen Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Pfingstberg eingereicht. Die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP), die Fachhochschule Potsdam (FHP) und die Beuth Hochschule für Technik Berlin hatten angehende Bauingenieure und Architekten aufgerufen, Nutzungskonzepte für die denkmalgeschützte Anlage der EWP zu entwickeln. 

Heute stellten die Studententeams ihre Vorschläge der Jury vor. Anschließend kürte das achtköpfige Gremium, bestehend aus Professoren beider Hochschulen, externen Architekten und führenden Vertretern der EWP, die Erstplatzierten. Die beiden Siegerentwürfe sehen vor, dass der Hochbehälter zu einem „Water Science Center“ (Einreicher: Jonas Wenzke und Natalie Bachert, Beuth-HS) bzw. zu einem  türkischen Dampfbad „Relax Hamam & Park“ (Einreicher: Oli-ver Lauterbach, Jan Trappmann, Beuth-HS) umgestaltet werden. Mit einem Sonderpreis wurde ein Team der FH Potsdam ausgezeichnet, das eine Nutzung als Pumpspeicherwerk vorgeschlagen hatte. Weitere vier Teams erhielten Preise bzw. Anerkennungen.

Wilfried Böhme, der als einer der EWP-Geschäftsführer die Schirmherrschaft über den Wettbewerb hat, lobte ausdrücklich alle Wettbewerbsteilnehmer: „Die Vielfalt der eingereichten Vorschläge hat uns überrascht und erfreut. Die Detailtreue und die Exaktheit der Arbeiten zeigt, dass an beiden Hochschulen sehr gute Fachleute ausgebildet werden, die mit großem Engagement ihrem Studium nachgehen.“

Ziel des am 9. Oktober 2012 gestarteten Wettbewerbs war eine Ideensammlung unter Einbindung der bestehenden historischen, denkmalgeschützten Substanz des Wasserhochbehälters. In der städtebaulichen und architektonischen Planung zu einer neuen Nutzung standen die spezifischen Interessen der EWP, als auch der Stadt Potsdam im Mittelpunkt des Arbeitsansatzes. Das Ergebnis des Wettbewerbs sind architektonische Konzepte entsprechend der jeweils ausgewählten, künftigen Nutzungen. Eine mögliche mittel- bis langfristige Umsetzung muss insbesondere unter dem Aspekt wirtschaftlicher Tragfähigkeit noch geprüft werden.

Der Erdbehälter auf dem 76 Meter hohen Pfingstberg hat technik-, bau- und konstruktionsgeschichtliche sowie städtebauliche Bedeutung. Die Anlage ist ein herausragendes Zeugnis für die Schaffung einer zentralen städtischen Wasserversorgungsinfrastruktur im Zeitalter der Industrialisierung. Vom ersten Potsdamer Wasserwerk Bertinistraße wurde das Trinkwasser ab 1876 in den 4.000 Kubikmeter fassenden Hochbehälter auf dem Pfingstberg gepumpt. Nach Stilllegung des Wasserwerkes im Jahre 1952 diente der Behälter noch fast vier Jahrzehnte der Erhaltung des Wasserdruckes im Potsdamer Trinkwassernetz. Mitte der 1990er Jahre wurde er nach dem drastischen Rückgang der Trinkwassermengen in der Stadt endgültig stillgelegt.

 

Potsdam, 14.02.2013

Veröffentlicht von:
Energie und Wasser Potsdam GmbH

Info Potsdam Logo 2013-02-14 11:41:12 Vorherige Übersicht Nächste


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