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Potsdam, 24.06.2022

Potsdams Stadtbäume leiden unter Trockenheitsstress


Bürgerinnen und Bürger können mit Wasser-Spenden helfen

Die Landeshauptstadt Potsdam bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung bei der Wässerung von Straßenbäumen und Bäumen auf öffentlichen Grünflächen. „Auch bei uns vor der Haustür macht sich der Klimawandel bemerkbar. Es reicht ein Blick aus dem Fenster, um die Auswirkungen des sich verändernden Klimas zu sehen. Die seit Jahren anhaltende extreme Witterung und die damit verbundene Dürre beeinträchtigen zunehmend die Vitalität unserer Stadtbäume. Das führt dazu, dass immer mehr Bäume gefällt werden müssen und ihre Lebensdauer sinkt. Um unsere Stadtbäume unter diesen Bedingungen zu erhalten, müssen sie regelmäßig gegossen werden - eine Mammutaufgabe!“, sagt Lars Schmäh, kommissarischer Leiter des Fachbereichs Klima, Umwelt und Grünflächen.

Dieser Sommer ist der fünfte Dürresommer in Folge. Die erheblichen Niederschlagsdefizite werden auch nicht durch kurze Gewitter oder Regengüsse aufgewogen. Neben den Beeinträchtigungen durch Autoabgase, verdichtete Böden, Hunde-Urin und winterliche Streusalze schwächt der hinzukommende Wassermangel die Bäume zusätzlich und macht sie zudem anfälliger für einen möglichen Schädlings- oder Pilzbefall. „Die Mitarbeitenden des Bereiches Grünflächen wässern bereits mit allen verfügbaren Kräften. Eingesetzt werden unter anderem Wasserwagen, Standrohre und zahlreiche mobile Sprenger“, so Schmäh weiter.

Während neu gepflanzte Bäume bis zu fünf Jahren von den Pflanzfirmen gewässert werden, besteht dringender Wässerungsbedarf nach diesem Zeitraum für Bäume und Sträucher. Um die mit der Trockenheit und den hohen Temperaturen verbundenen Folgen zu mildern, können auch die Anwohner etwas für die Schatten- und Sauerstoffspender vor ihrer Haustür tun: Schon 40 bis 50 Liter (vier bis fünf Wassereimer Leitungswasser pro Baumscheibe zweimal wöchentlich) helfen einem Baum spürbar. Wenn ein vorheriges Lockern des Bodens möglich ist, verbessert dies die Versickerungsfähigkeit des Bodens. Nach dem Gießen reduziert das Hacken des Bodens die Verdunstung.

Die Landeshauptstadt bittet die Potsdamerinnen und Potsdamer um solche Wässerungsgaben, die gerne auch aus Brauchwasser, z.B. Regenwasser, Wasser vom Gemüsekochen, bestehen dürfen und bedankt sich im Interesse eines vitalen Baumbestandes für jede Unterstützung.

 

Potsdam, 24.06.2022

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2022-06-24 15:01:48 Vorherige Übersicht Nächste


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