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Potsdam, 23.11.2021

Leben im Holländischen Viertel der 70er-Jahre von Eberhard Thonfeld


Das Potsdam Museum erwirbt fotografische Serie mit Mitteln der Fielmann-Stiftung

Dank einer Spende der Fielmann-Stiftung gelang dem Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte – eine wichtige Erweiterung der Fotografischen Sammlung: Es konnten jetzt 255 Aufnahmen des Holländischen Viertels von Eberhard Thonfeld angekauft werden.

Der Potsdamer Fotograf nahm das Holländische Viertel in den Jahren 1977/1978 für seine Abschlussarbeit des Fotografie-Studiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in den Fokus. Er dokumentierte damals nicht nur die zunehmend verfallende bauliche Substanz dieses Viertels, sondern vor allem auch seine Bewohnerinnen und Bewohner in den späten 1970er-Jahren und ihren Alltag. Im Rahmen des „sozialistischen Wohnungsbauprogramms“ hatte es bereits einen Großteil der Potsdamer Bevölkerung aus der historischen Altstadt in die Neubaugebiete in den Vorstädten gezogen. Diejenigen, die geblieben waren, und die Thonfeld porträtierte, waren ansässige Ladenbesitzer und Handwerker mit ihren Familien - vor allem ältere Menschen. „Es waren Menschen, die nicht darauf versessen waren, in Aufnahmen für die Nachwelt festgehalten zu werden, sich eher scheu in ihren Lebensraum zurückzogen, die aber eben darum ihren ganzen und ganz persönlichen Lebensraum mit preisgaben“, so Thonfeld.

Heute sind die Spuren des damaligen Alltagslebens im Holländischen Viertel fast vollständig verschwunden und das komplett sanierte und lebendige Areal ist mit seinen Geschäften, Cafés und Restaurants vor allem ein Anziehungspunkt für Touristen.

Die Dokumentation von Eberhard Thonfeld aus den 1970er-Jahren ist inzwischen ein eindrückliches fotografisches Zeugnis vergangener Zeiten geworden. „Als historisches Gedächtnis der Stadt möchten wir diese wichtige fotografische Arbeit im Potsdam Museum für nachfolgende Generationen bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir danken Eberhard Thonfeld für die zeitaufwendige Digitalisierung seiner Fotografien sowie der Fielmann-Stiftung herzlich für ihre finanzielle Unterstützung, die uns den Ankauf ermöglicht hat“, erklärt Potsdams Kulturbeigeordnete Noosha Aubel.

Einzelne Arbeiten aus der Serie, insbesondere zu den ehemaligen Werkstätten der Orgelbau-Firma Schuke, sind noch bis zum 24. November im Jan Bouman Haus in der Sonderausstellung „Vom Hinterhaus in die Welt. Orgelbau im Holländischen Viertel“ zu sehen.

Hinweis für Journalisten:
Fotomaterial zur Berichterstattung stellen wir Ihnen auf Nachfrage gern zur Verfügung.

Potsdam, 23.11.2021

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2021-11-23 11:29:46 Vorherige Übersicht Nächste


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