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Potsdam, 16.05.2019

2. Regionalgespräch mit den Nachbarn von Potsdam


Mike Schubert: „Wir erwarten von den Ländern Brandenburg und Berlin, sich stärker als bisher mit den dynamischen Wachstumsentwicklungen in der Region zu beschäftigen“

Zu ihrem zweiten Regionalgespräch haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Nachbargemeinden der Landeshauptstadt heute in Potsdam getroffen. Anwesend waren neben Oberbürgermeister Mike Schubert und dem Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt, unter anderen die Bürgermeister aus Dallgow-Döberitz, Ketzin, Kleinmachnow, Michendorf, Schwielowsee, Stahnsdorf, Teltow und Wustermark sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Nuthetal, Falkensee, Werder (Havel), dem Landkreis Havelland und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark. „Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die Diskussion der Themen nur bis zur eigenen Stadtgrenze mit dem Lebensgefühl der Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr übereinstimmt“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert. Daher wird auf eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Brandenburger Städten und Gemeinden sowie den Berliner Bezirken gesetzt sowie regelmäßige Regionalgespräche zwischen allen Beteiligten.

In der Region Potsdam, zu der bei der Betrachtung auch die Berliner Bezirke Spandau und Steglitz/Zehlendorf gehören, leben etwa 920.000 Menschen, im Jahr 2016 waren es 898.000. Schon heute, nur drei Jahre nach Erarbeitung der Prognose, sind bereits 30 Prozent des bis zum Jahr 2030 prognostizierten Wachstums erreicht. Vor drei Jahren wurde ein Wachstum auf 970.000 Einwohnerinnen und Einwohner bis zum Jahr 2030 prognostiziert. „Wir erwarten vom Land Brandenburg, aber auch vom Land Berlin, sich stärker als bisher mit den dynamischen Wachstumsentwicklungen in der Region zu beschäftigen“, so der Potsdamer Oberbürgermeister. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von regionalen Diskussionsforen die zeigen, dass es Diskussionsbedarf gibt. Die Erwartungshaltung der Teilnehmer war es die Diskussionen im Umland von Berlin ernst zu nehmen und eine regionale Koordinierung zu schaffen, die auch die Berliner Bezirke einbezieht.

Wichtige Themen bei dem Gespräch am Donnerstag waren große Projekte des Wohnungsbaus und der Gewerbeentwicklung, sowie der Ausbau von Kita- und Schulplätzen in der Region. Betont wurde von allen Teilnehmern die wichtige Rolle des öffentlichen Nahverkehrs in der Region. Zur Bewältigung der Pendlerverkehre sind deutlich größere Anstrengungen der beiden Länder und mehr Kommunikation zwischen den Akteuren nötig, beispielhaft wurde dabei die Stammbahn und der Berliner Außenring diskutiert.

Bis zu den Sommerferien soll es ein gemeinsames Papier der Region geben, dass auch in das Kommunale Nachbarschaftsforum eingespeist werden soll. „Wir sehen in der Stärkung des Kommunalen Nachbarschaftsforums eine gute Möglichkeit, die Chancen und Herausforderungen der wachsenden Region deutlicher zu artikulieren. Es ist einen Versuch wert, die verschiedenen regionalen Diskussionsforen zu bündeln. Es herrschte heute Einigkeit, dass die Länder in der Umlandregion von Berlin deutlich stärker als bisher koordinierend tätig werden müssen“, so Mike Schubert.

Neben den Regionalgesprächen hatte sich Potsdam auch in der AG der Städte im Berliner Umland des Städte- und Gemeindebundes bereit erklärt, koordinierend mitzuwirken. Das nächste Regionalgespräch zwischen Potsdam und den Nachbarn findet im Herbst 2019 statt.

Potsdam, 16.05.2019

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2019-05-16 17:39:44 Vorherige Übersicht Nächste


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