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Potsdam, 21.06.2018

ViP: Modifizierter Ferienfahrplan ab 25. Juni


Personalsituation macht es erforderlich

Die Personalsituation bei der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH macht es erforderlich, bei der  Straßenbahn in Potsdam ab 25. Juni 2018 einen modifizierten Ferienfahrplan in Kraft zu setzen. Hintergrund ist eine Verschärfung des Personalsituation in den vergangenen Wochen. Der modifizierte Ferienfahrplan bedeutet eine vorübergehende Verringerung des Angebotes um rund sieben Prozent aller Fahrten. Betroffen ist ausschließlich der Straßenbahn-Verkehr, beim Bus wird es keine Einschränkungen geben. Damit ist das Angebot größer als im regulären Ferienfahrplan, der ab 04. Juli 2018 in Kraft treten wird. 

ViP-Geschäftsführer Martin Grießner und Oliver Glaser: "Wir bedauern diese aus unserer Sicht notwendigen Schritte und haben volles Verständnis für den Unmut der Fahrgäste. Wir arbeiten derzeit intensiv daran, auch in den kommenden Wochen einen verlässlichen Fahrplan anzubieten und im Laufe der zweiten Jahreshälfte wieder das komplette Angebot vorzuhalten. Wir weisen aber auch darauf hin, dass Babelsberg per Tram und Bus weiterhin erreichbar ist und die beiden Bahnhöfe S Babelsberg und S Griebnitzsee von der ViP angefahren werden, so dass Umsteigemöglichkeiten für Pendler bestehen."

Die ViP hat die Suche nach Mitarbeitern bereits seit Anfang des Jahres wesentlich intensiviert. Geschäftsführer Oliver Glaser: "Wir suchen auf allen Kanälen Mitarbeiter, die in Teil- oder Vollzeit Busse und Bahnen in Potsdam fahren möchten. Seit dieser Woche haben fünf Mitarbeiter ihre Ausbildung für die Straßenbahn abgeschlossen und werden uns dann verstärken. Ein Straßenbahn-Fahrschulkurs läuft derzeit, ein weiterer mit sechs Personen startet im September. Zum Ausgleich von Engpässen nutzen wir überdies einen Personaldienstleister. Wir vergeben auch Aufträge an Subunternehmer. Ein internes Team erarbeitet seit Anfang des Jahres zudem weitere Vorschläge für die Lösung der Personalsituation."

Für den Personalmangel gibt es eine Reihe von Gründen. Der sich verschärfende demographiebedingte generelle Fachkräftemangel trifft viele Branchen und somit auch die ViP. Speziell im Fahrdienst gestaltet sich die Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunehmend schwierig. Die Verkehrsbranche boomt. Fernbusse, Regionalbusse und der öffentlicher Nahverkehr in Berlin haben ihr Angebot ausgeweitet, mit dem entsprechenden Personalbedarf.  Einer geringeren Zahl von geeigneten Bewerbern steht eine große Zahl von zu erwartenden Abgängen gegenüber. Rund 120 Mitarbeiter werden in den kommenden fünf Jahren die ViP altersbedingt verlassen, auch bedingt durch die Rente mit 63. Durch den erhöhten Krankenstand (33 von 284 Fahrern), der über den Planungen liegt, hat sich die Situation jedoch zusätzlich verschärft. 

Geschäftsführer Martin Grießner: "Die ViP ist Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband und wendet den für den Nahverkehr in Brandenburg gültigen Tarifvertrag Nahverkehr Brandenburg an. Im Prinzip ist das ein hoher Wert: Verlässliches Gehalt plus Altersvorsorge und Prämien. Darüber hinaus wurden in den vergangenen zwei Jahren übertarifliche Prämien an unsere Mitarbeiter ausgeschüttet. Dennoch sind gerade in Potsdam die Lebenshaltungskosten schneller gestiegen als die Löhne."

Potsdam, 21.06.2018

Veröffentlicht von:
ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH

Info Potsdam Logo 2018-06-21 12:55:18 Vorherige Übersicht Nächste


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