Navigation überspringen
Potsdam, 01.02.2013

Tack: Patientenrechtegesetz lässt viele Fragen offen

Brandenburg wird auch nach Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes weiterhin mit Nachdruck auf eine Stärkung der Patientenrechte hinwirken. „Eine Reform ist unabdingbar“, so Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack, derzeit Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK). Im Wesentlichen sei das neue Patientenrechtegesetz lediglich eine Ansammlung von Selbstverständlichkeiten und werde dem Anspruch, die Rechte der Patientinnen und Patienten zu stärken, nicht gerecht.

Dabei geht es aus Brandenburger Sicht beispielsweise um den Schutz der Patientinnen und Patienten vor unnötigen und teuren privat zu zahlenden Zusatzleistungen (IGeL), dem auch mit dem neuen Gesetz nur ungenügend entsprochen wird. „Wir bleiben dabei, Patientinnen und Patienten  sollen rechtzeitig und in verständlicher Form über IGeL Angebote, die ihnen der Behandelnde verkaufen möchte, informiert werden“, so Tack.

Ein Härtefallfonds, den selbst der Patientenbeauftragte der Bundesregierung gefordert hatte, fehlt nach wie vor  im Gesetz. Der Fonds sollte Patienten unterstützen, die bei Behandlung einen Existenz gefährdenden Schaden erlitten haben. „Arzthaftungsprozesse ziehen sich oft jahrelang hin, selbst wenn ein Behandlungsfehler offensichtlich ist. Hier ist schnelle Hilfe nötig“, sagte die Ministerin. Sie kritisiert darüber hinaus die weiterhin fehlende verbindliche Regelung zu einem Patientenbrief. Patientinnen und Patienten sollten über wichtige Aspekte der Diagnose und Behandlung verständlich aufklärt werden und dies auch schwarz auf weiß nach Hause tragen können. Denn noch immer erhalten Patientinnen und Patienten keine Dokumentation darüber, wie oft und warum sie geröntgt wurden, welche Krankheiten über die Jahre diagnostiziert und wie sie behandelt wurden.

Die Mehrheit der Bundesländer einschließlich Brandenburg hatte eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Die Bundesregierung hat sich aber darüber hinweggesetzt.

Auch wenn das Gesetz nun beschlossen ist: Brandenburg wird weiter gemeinsam mit den anderen Ländern mit Nachdruck auf eine Stärkung der Patientenrechte hinwirken.

Potsdam, 01.02.2013

Veröffentlicht von:
MUGV

Info Potsdam Logo 2013-02-01 18:16:30 Vorherige Übersicht Nächste


1734

Das könnte Sie auch interessieren:

Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 24. bis zum 30. August 21.08.26 - Neu: Maulbeerallee Für die Erneuerung der Fahrbahnoberfläche (Kopfsteinpflaster und Asphalt) in zwei Teilabschnitten der Maulbeerallee muss diese gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über die Potsdamer ...
Fernwärme-Reparatur in der Benkertstraße

Fernwärme-Reparatur in der Benkertstraße

Einschränkung bei der Wärmeversorgung 20.08.26 - Wegen der Reparatur einer Fernwärmeleitung in der Benkertstraße im Holländischen Viertel muss die Netzgesellschaft Potsdam (NGP) am Donnerstag, den 27. August 2026, von 8:00 bis 16:00 Uhr in diesem Bereich die ...
Neptunfest mit Taufe am 21. August im Waldbad Templin

Neptunfest mit Taufe am 21. August im Waldbad Templin

18.08.26 - Der römische Meeresgott Neptun übernimmt am Freitag, dem 21. August wieder das Waldbad Templin. Ab 14:00 Uhr will er mit seinem Gefolge mutige neue Untertanen für sein Unterwasserreich finden. Im Vorfeld wird ...
Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 17. bis zum 23. August 14.08.26 - Potsdamer Chaussee Höhe Krampnitz Für die Anbindung des Stadtteils Krampnitz an das Straßennetz wird ein neuer Knotenpunkt auf der Potsdamer Chaussee (B2) zwischen Hannoversche Straße und Rotkehlchenweg ...
Im Auge des T-Rex

Im Auge des T-Rex

Virtual-Reality-Zeitreise zu den Dinosauriern startet in der Biosphäre Potsdam 10.08.26 - Die Erde bebt, Äste knacken, aus dem dichten Unterholz bricht ein Tyrannosaurus Rex und das mitten in Potsdam. Ab sofort können Besucher*innen in der Biosphäre Potsdam in die Welt der Dinosaurier zurückreisen: ...

 
Facebook twitter