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Potsdam, 05.05.2014

Offener Brief des Tourismusverband Potsdam-Havelland e.V.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Mitglieder der Potsdamer Rathausfraktionen,

die wieder in der aktuellen Diskussion stehende Einführung einer „Bettensteuer“  für Beherbergungsbetriebe ist für die Mitglieder des Tourismusverbandes Potsdam-Havelland e.V. nicht nachvollziehbar und völlig unakzeptabel.

Zusätzliche Steuern im Tourismus sind grundsätzlich nur durch eine Erhöhung der Gästezahlen und damit durch Steigerung des Umsatzes aller am Tourismus beteiligten Potsdamer Unternehmen zu erreichen;  Arbeitsplätze werden damit gesichert und neue geschaffen.

Die  Einführung einer Bettensteuer wäre extrem kontraproduktiv. Wenngleich sich die Einnahmen durch die „Bettensteuer“ wahrscheinlich in Grenzen halten werden (auch infolge des hohen Verwaltungsaufwandes im  Amt und in den Unternehmen),  wäre der Imageschaden für Potsdam enorm. Negativschlagzeilen verbreiten  sich extrem schnell und potenzielle Gäste unserer Stadt, insbesondere Stammgäste, werden abgeschreckt. Eine neue Imagekampagne für Potsdam wäre wiederum mit hohen Marketingkosten verbunden.

Daher muss es unser aller Bestreben sein, durch ein positives Image zusätzliche Gäste zu akquirieren, z.B. durch ein allseits ausgezeichnetes Gastgeberbewusstsein, durch bestmögliche Qualität der touristischen Dienstleistungen und durch eine gute Infrastruktur. 

Zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur war bereits die Erhebung einer Tourismusabgabe, an der alle vom Tourismus partizipierenden Unternehmen beteiligt werden, in der Diskussion. Diese müsste dann nicht durch unsere  Gäste finanziert werden sondern durch die Unternehmen selbst. Obwohl auch damit ein hoher Verwaltungsaufwand verbunden ist (die Studien dazu sind offenbar bereits erfolgt),  wäre das zumindest die gerechtere Lösung.

Weiterhin erscheint uns die Erhebung eines Parkeintritts (z.B. für Potsdamer mit Einwohnerjahreskarte) sinnvoll. Wir können es uns nicht leisten, dass diverse Busgruppen durch die Stadt und die Parkanlagen „geschleust“ werden, die u.U. keine einzige Leistung Potsdamer Betriebe in Anspruch nehmen. Denkbar wäre auch eine geringfügige Erhöhung der Eintrittsgelder für Innenbesichtigungen der Schlösser. Die Zuwendungen der Stadt  für die Schlösserstiftung könnten damit entfallen.

Aus den vorgenannten Gründen bitten wir Sie, sich unbedingt  gegen die Einführung einer „Bettensteuer“ auszusprechen und uns Ihre Auffassung zu dieser Problematik baldmöglichst mitzuteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Eckard Schaaf (0331-5507426)

Vorsitzender

Potsdam, 05.05.2014

Veröffentlicht von:
Tourismusverband Potsdam-Havelland e.V.

Info Potsdam Logo 2014-05-05 11:58:46 Vorherige Übersicht Nächste


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