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Potsdam, 05.03.2013

Monat März steht ganz im Zeichen der Darmkrebsvorsorge

Für eine stärkere Beteiligung an den Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs wirbt Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack anlässlich des Monats der Darmkrebsvorsorge. In Brandenburg erkranken jährlich rund 1.700 Menschen neu an Darmkrebs. Schätzungsweise 680 Betroffene sterben pro Jahr an den Folgen dieser Krebserkrankung. Durch Früherkennung könnten nahezu alle Darmkrebsfälle (über 90 Prozent) verhindert oder geheilt werden, wenn der Krebs in einem frühen Stadium festgestellt wird. Dies gelingt jedoch nur, wenn Bürgerinnen und Bürger ab dem 55. Lebensjahr zur kostenlosen Darmspiegelung gehen. „Die landesweite Kampagne Brandenburg gegen den Darmkrebs soll Menschen dieser Altersgruppe sensibilisieren und motivieren, diese ambulante Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen“, so Tack. Die Auftaktaktion in Brandenburg findet morgen am Rande einer Veranstaltung von Dr.  Eckart von Hirschhausen um 20.00 Uhr in der Stadthalle Cottbus statt. 

Die Kampagne hat in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, im Land Brandenburg das Thema Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge öffentlich zu machen und die Anzahl der durchgeführten Vorsorge-Darmspiegelungen zu erhöhen. Seit dem Start der Kampagne „Brandenburg gegen Darmkrebs“ im Jahr 2003 wurden jährlich verschiedene Schwerpunktaktionen durchgeführt, um zum Beispiel in Betrieben, Vereinen, Krankenhäusern, in Baumärkten, Verwaltungen usw. möglichst viele Menschen zur regelmäßigen Darmkrebsvorsorge zu motivieren.  

In Brandenburg wurden im Jahr 2012 im ambulanten Bereich rund 35.000 Darmspiegelungen durchgeführt. Die Zahl der Darmspiegelungen hat sich 2012 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. 3 Prozent der anspruchsberechtigten 55-Jährigen nahmen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung 2010 in Brandenburg an der Darmkrebsfrüherkennung teil. Bundesweit waren es 2 Prozent. „Die Hauptgründe, warum so wenige Menschen an der Darmkrebsvorsorge teilnehmen, sind Angst vor der Untersuchung und fehlendes Wissen über die Chancen der Vorsorge“, so Tack. Hier will die Kampagne „Brandenburg gegen Darmkrebs“ aufklären. 

Die Kampagne ist gemeinsames Anliegen eines Bündnisses aus Vertretern der Landesregierung (MUGV), der AOK Nordost, der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB), sowie des Tumorzentrums Land Brandenburg e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V. (LAGO), die auch Trägerin der Kampagne ist.  

„Das Engagement dieses Aktionsbündnisses ist deutschlandweit beispielhaft“, sagte die Ministerin. Die Kampagne wurde seit 2004 durch das Land mit rund 107.400 Euro gefördert und stetig weiterentwickelt. 

Im Rahmen des Darmkrebsmonats März 2013 sind verschiedene Aktionen in Brandenburg geplant. Dazu werden unter anderem in einigen Brandenburger Theatern, Kabaretts und Kinos Gesundheitsaktionen stattfinden. Im Rahmen verschiedener Veranstaltungen sollen Aktionsflyer verteilt werden. Zusätzlich werden an den jeweiligen Veranstaltungstagen Fachärzte an Informationsständen in den Foyers dieser Häuser über Darmkrebs und Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge informieren. 

Termine und nähere Informationen zu den Theateraktionen unter: www.brandenburg-gegen-darmkrebs.de.  Der neu gestaltete Onlineauftritt der Kampagne „Brandenburg gegen Darmkrebs“ bietet darüber hinaus weitere vertiefende Informationen zum Thema Darmkrebs, Darmkrebsvorsorge und Behandlungsmöglichkeiten. 

Deutschlandweit erkranken laut Angaben des Robert Koch Instituts  jährlich ca. 70.000  Menschen an Darmkrebs.  Im Jahr 2008  waren es  65.390 Menschen (30.040 Frauen und 35.350 Männer). 2008 starben 26.662 Menschen in Deutschland an den Folgen Ihrer Darmkrebserkrankung. 

Seit 2002 gibt es jährlich den von der Felix Burda Stiftung initiierten  Darmkrebsmonat März. Gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern und mit Unterstützung zahlreicher Prominenter, Politiker und Wissenschaftler sollen die Menschen für die Teilnahme an der Früherkennung motiviert und so die Darmkrebssterblichkeit in Deutschland nachhaltig gesenkt werden. 

Potsdam, 05.03.2013

Veröffentlicht von:
MUGV

Info Potsdam Logo 2013-03-05 14:40:15 Vorherige Übersicht Nächste


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