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Potsdam, 04.06.2013

Jugendministerin Münch: Jugendschutz im Internet wichtiger denn je

Jugendministerin Martina Münch dankt der gemeinsamen Einrichtung der Länder „jugendschutz.net“ für ihre intensive Arbeit gegen Jugendschutzverstöße im Internet. „Kinder- und Jugendschutz haben höchste Priorität. Auch im Internet müssen die strengen Regeln gelten, die Kinder- und Jugendliche vor gefährdenden Inhalten schützen“, so Münch. „Wir brauchen international verbindliche Standards für Altersfreigaben und die Kennzeichnung von kinder- und jugendgefährdenden Inhalten, und zwar unabhängig vom Verbreitungsweg“, ist sie sich mit „jugendschutz.net“ einig. Gleichzeitig appelliert Ministerin Münch an alle Eltern, beim Internetkonsum ihrer Kinder aufmerksam hinzuschauen: „Zum gesunden Aufwachsen von Kindern gehört, sie vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und ihren kompetenten Umgang mit Medien zu unterstützen.“

Die länderübergreifende Organisation „jugenschutz.net“ stellt in ihrem aktuellen Jahresbericht „Jugendschutz im Internet“ fest, dass gewaltverherrlichende Spiele und indizierte Filme auf illegalen Downloadportalen frei verfügbar sind. Aber auch auf Plattformen wie iTunes oder Google Play besteht das Risiko, dass Kinder und Jugendliche mit beeinträchtigenden und gefährdenden Inhalten konfrontiert werden. Die länderübergreifende Organisation „jugendschutz.net“ drängt auf die Einhaltung des Jugendschutzes im Internet und sorgt dafür, dass Anbieter problematische Inhalte rasch ändern oder löschen.

Die Organisation „jugendschutz.net“ wird mit Mitteln der Jugendminister der Länder finanziert und unterstützt die Jugendministerien, aber auch Eltern bei der Medienerziehung ihrer Kinder und gibt in themenbezogenen Veröffentlichungen Hinweise über Risiken und Empfehlungen für Schutzmöglichkeiten im Internet. So war die länderübergreifende Stelle auch an der Entwicklung des KinderServers beteiligt, einer Schutzlösung, die Eltern einfache Möglichkeiten gibt, den Surfraum ihrer Kinder auf sichere Seiten zu begrenzen.

Ausgewählte Fakten aus dem Jahresbericht 2012 von „jugendschutz.net“:

Im vergangenen Jahr ist „jugendschutz.net“ gegen 10.809 Verstöße vorgegangen. Die häufigsten Verstöße waren Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern (33 Prozent) und einfache Pornographie (33 Prozent), gefolgt von rechtsextremer Propaganda (14 Prozent) und entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten (11 Prozent). Schwere Verstöße wie Kinderpornografie, Hasspropaganda oder extreme Gewalt fanden sich vor allem auf ausländischen Surfern, worin sich die zunehmende Dominanz internationaler Plattformen widerspiegelt.

In drei Vierteln der Fälle konnte „jugendschutz.net“ erreichen, dass unzulässige Inhalte schnell gelöscht oder geändert wurden. Im Social Web konnte das sogar in 86 Prozent aller Fälle bewirkt werden.

Insgesamt hat „jugendschutz.net“ fast 52.800 Internet-Angebote überprüft. Der komplette Jahresbericht 2012 sowie Informationen zum „Chatten ohne Risiko“ finden sich im Internet unter www.jugendschutz.net.

Potsdam, 04.06.2013

Veröffentlicht von:
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)

Info Potsdam Logo 2013-06-04 11:55:08 Vorherige Übersicht Nächste


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