Navigation überspringen
Potsdam, 24.10.2012

Herbst-Konjunkturumfrage der IHK Potsdam

„Die Konjunktur folgt dem Wetter. Nach dem schönen Spätsommer kommen herbstliche Wolken. Angesichts der unsicheren Entwicklung und den möglichen Auswirkungen auf das eigene Unternehmen blickt die Westbrandenburger Wirtschaft zunehmend skeptisch in die Zukunft.  Insbesondere bei den geplanten Investitionen halten sich die Unternehmen in unserem Kammerbezirk zurück.“ So das Fazit des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Dr.-Ing. Victor Stimming, zur aktuellen Herbst-Konjunkturumfrage der Kammer. „Als besonders kritische Größen für die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen werden die Energie- und Rohstoffpreise und der zukünftige Inlandabsatz genannt.“

Der Abschwung des Geschäftsklimaindexes* auf 105,6 (Herbst 2011: 118,7) Punkte basiert auf schlechteren Lagebeurteilungen in Verbindung mit einem deutlichen Rückgang der Erwartungen an die Zukunft.

Aktuelle Lage

Die Geschäftslage der Westbrandenburger Unternehmen wird weiterhin von einer großen Zahl (42 Prozent) der Unternehmen als gut bezeichnet. Weitere 46 Prozent bewerten die Lage als befriedigend und nur 12 Prozent als schlecht. Der Blick auf die vier verschiedenen Branchen in Westbrandenburg ergibt ein uneinheitliches Bild: So berichten die Handelsunternehmen mit 36 Prozent von einer guten Lage. Bei den Dienstleistungsunternehmen bewerten 45 Prozent die Lage als gut. Am positivsten sind die Lagebeurteilungen der Bauunternehmen, von denen 52 Prozent von einer guten Lage berichten und zwei Drittel gestiegene bzw. konstante Aufträge verzeichnen können. Den stärksten Einbruch bei den Lagebeurteilungen verzeichnen die Industrieunternehmen; von diesen bewerten 37 Prozent die Lage als gut und 18 Prozent als schlecht.

Erwartungen 

Die Geschäftserwartungen der Westbrandenburger Unternehmen haben sich weiter verschlechtert. Nur noch 14 Prozent aller Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft. Zwar geht die überwiegende Mehrheit (58 Prozent) von einer gleichbleibenden Situation in der Zukunft aus. Allerdings ist der Anteil der Pessimisten mit 28 Prozent doppelt so hoch wie der der Optimisten: Von den Dienstleistungsunternehmen schauen 18 Prozent positiv in die Zukunft, und 29 Prozent haben gedämpfte Erwartungen. Bei den Handelsunternehmen blicken 14 Prozent optimistisch nach vorn. Schon lange sind die Geschäftserwartungen der Industrieunternehmen gedämpft; nur noch 9 Prozent rechnen mit einer Verbesserung der Lage und 66 Prozent mit einer Beibehaltung des Status quo. Die Bauunternehmen blicken angesichts des anstehenden Winters trotz der aktuell guten Lagebeurteilungen mit Sorgen in die Zukunft; 19 Prozent erwarten eine Verbesserung, und 41 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Export

Die Industrieunternehmen als Lokomotive der Wirtschaft haben an Schubkraft verloren. Lediglich 12 Prozent berichten von einer Zunahme der Exporte. Die Hälfte der befragten Industrieunternehmen hat keine wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland (34 Prozent) oder hat ihre Exportaktivitäten reduziert (17 Prozent). Ebenso blicken die Unternehmen beim Export pessimistischer in die Zukunft. Mit gleichbleibenden Exporten rechnen 40 Prozent der befragten Unternehmen,  11 Prozent gehen von steigenden Exporten in der Zukunft aus.

Investitionen

Die Investitionsneigung der Westbrandenburger Unternehmen hat sich wieder reduziert. Insgesamt rechnen 17 Prozent der Unternehmen mit höheren Investitionen in der Zukunft;  28 Prozent gehen von geringeren und 17 Prozent von gar keinen Investitionen aus. Als Hauptmotiv für die geplanten Investitionen dominiert der Ersatzbedarf (76 Prozent) in allen Branchen. Ein weiterer wichtiger Grund ist die Rationalisierung mit 31 Prozent.

Personalplanung

Die Personalpläne reflektieren die gedämpften Zukunftserwartungen der Unternehmen. Knapp 20 Prozent der Unternehmen gehen von einer Zunahme der Mitarbeiterzahl aus, allerdings hat sich der Anteil der Unternehmen, die einen Personalabbau planen, auf 16 Prozent erhöht. Hier sind die Bauunternehmen mit ihren Personalplänen am restriktivsten; lediglich 3 Prozent planen die Belegschaft zu erweitern, während 27 Prozent einen Stellenabbau beabsichtigen. Trotz der verhaltenen Zukunftserwartungen sind die Personalpläne beim Handel von Optimismus geprägt; 22 Prozent planen mehr Mitarbeiter einzustellen, und lediglich 9 Prozent gehen von sinkenden Mitarbeiterzahlen aus.

Potsdam, 24.10.2012

Veröffentlicht von:
Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam

Info Potsdam Logo 2012-10-24 10:57:37 Vorherige Übersicht Nächste


1721

Das könnte Sie auch interessieren:

Weltkriegsbombe an der Leipziger Straße in Potsdam gefunden

Weltkriegsbombe an der Leipziger Straße in Potsdam gefunden

Entschärfung ist am Dienstag, 16. Juni geplant. 11.06.26 - Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg ist auf einer Baustelle der Landeshauptstadt Potsdam an der Leipziger Straße gefunden worden. Um die Weltkriegsmunition ...
Tag der Müllabfuhr

Tag der Müllabfuhr

Potsdam sagt Danke 11.06.26 - Zum Tag der Müllabfuhr am 17. Juni 2026 bedankt sich die Landeshauptstadt Potsdam bei den Mitarbeitenden der Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP) für die Abfallentsorgung in Potsdam. Mit ihrem täglichen Einsatz ...
Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 8. bis 14. Juni 2026 06.06.26 - Schlösserlauf Für den Schlösserlauf am 7. Juni 2026 sind temporäre Sperrungen in der Zeit von 8 Uhr bis  13 Uhr entlang der Laufstrecke in der Potsdamer Innenstadt notwendig. Betroffen sind folgende ...
Faszination Schach im Stern-Center Potsdam vom 8.-13. Juni

Faszination Schach im Stern-Center Potsdam vom 8.-13. Juni

Mit Schachmeister Georgios Souleidis alias „The Big Greek“ am 11. Juni 03.06.26 - Bereits über 150.000 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Spiel, Spaß und Begeisterung pur!Das Stern-Center Potsdam ist ...
Wertstoffhof und Schadstoffannahmestelle am 04.06 teilweise geschlossen

Wertstoffhof und Schadstoffannahmestelle am 04.06 teilweise geschlossen

30.05.26 - Am Donnerstag, den 04. Juni 2026, bleiben der Wertstoffhof Neuendorfer Anger und die Schadstoffannahmestelle am Wertstoffhof Drewitz aus betrieblichen Gründen geschlossen. Am Wertstoffhof Drewitz können an diesem Tag ...

 
Facebook twitter