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Potsdam, 11.08.2021

Dank an die Buchpatinnen und -paten der Stadt- und Landesbibliothek


Kulturbeigeordnete Noosha Aubel würdigt ehrenamtliches Engagement

Die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Noosha Aubel, hat heute den 14 Buchpatinnen und Buchpaten gedankt, die 2019 für den Ankauf von zwei bedeutenden Werken für die Stadt- und Landesbibliothek gespendet haben. Insgesamt wurde eine Summe von 5800 Euro aufgebracht. Damit steigt die Gesamt-Spendensumme im Buchpatenprojekt von 1997 bis heute auf rund 182 500 Euro, die Zahl der Buchpatinnen und Buchpaten auf insgesamt 192.

„Das Buchpatenprojekt ist eine wahre Erfolgsgeschichte, die in dem langen Zeitraum von 23 Jahren geschrieben wurde. Dieses bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt ist ein gutes Beispiel für die Bewahrung des kulturellen Erbes und verdient unsere volle Wertschätzung“, sagte die Beigeordnete Noosha Aubel. In den vergangenen 23 Jahren konnten durch das Engagement von Buchpatinnen und –paten 558 kostbare Bücher restauriert und damit vor dem Verfall gerettet werden, der landeskundliche Altbestand konnte durch 13 wichtige historische Quellenwerke ergänzt werden.

Bei den beiden zuletzt erworbenen Büchern handelt es sich um ein historisches und ein neues Buch, zwischen denen im Erscheinungsjahr vier Jahrhunderte liegen. Im weitesten Sinne behandeln beide das Thema Umwelt. In dem antiquarischen Buch „Pison: Von Kalten, Warmen, Minerischen und Metallischen Wassern…“  aus dem Jahre 1572 beschäftigt sich der Naturkundler und Hofarzt des brandenburgischen Kurfürsten Johann Georg (1525 – 1598) Leonard Thyrneisser mit der mineralischen Heilkraft der deutschen Flüsse. Dagegen werden in dem Künstlerbuch „Die Midgardschlange“ der Potsdamer Buch-Künstlerin Tina Flau von 2017 die aktuellen Aspekte der Umweltveränderung mit den großen Mythen der Menschheit in Verbindung gebracht. Hier flossen auch wissenschaftliche Ergebnisse des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) ein. Der Erwerb des buchkünstlerischen Unikats ist eine Neuerung im Projekt und basiert auf der Entscheidung, vereinzelt auch Künstlerbücher von Brandenburger Künstlern in die landeskundliche Sammlung Brandenburgica aufzunehmen. Damit richtet die Landesbibliothek den Blick nicht nur auf historisches Schrifttum, sondern auch auf die Buchkultur, auf besondere künstlerische Sammelobjekte

„Es freut uns, dass sich für beide Bücher wieder Spender gefunden haben, sodass diese nun der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen“, sagt Marion Mattekat, Direktorin der Stadt- und Landesbibliothek. Ein wichtiger und langjähriger Unterstützer in dem Projekt ist der Förderverein der SLB, die Potsdamer Bibliotheksgesellschaft e.V.. Neben der Spenden-Beteiligung hat der Verein auch die Ausrichtung der Dankveranstaltung auf dem Winzerberg initiiert und mitfinanziert, nachdem eine solche Veranstaltung im vergangenen Jahr pandemiebedingt nicht stattfinden konnte.

Auf der Dankveranstaltung wurden vier weitere Werke vorgestellt, für deren Ankauf geworben wird. Es handelt sich um zwei historische Bücher und zwei Künstlerbücher:
•    Zwei Bände über das Königlich Preussische Geodätische Institut
Es handelt sich um zwei Werke, die zur offiziellen Übergabe des Gebäudes des Geodätischen Institutes an die Wissenschaftler des Instituts herausgegeben wurden. Das Tafelwerk wurde erstmalig 1890 aufgelegt, ergänzt durch eine neue Ausgabe von 1893 über die Geschichte der Geodäsie.
•    Ein Buch über die lutherische Reformationsbewegung, erschienen 1530
•    Franz Kafka: Er
Künstlerbuch nach aphoristischen Texten von Franz Kafka, Serigrafien von Rainer Ehrt,
edition ehrt, 2016 - Auflage 40 – Exemplar 29
•    Brecht: Gegenverführung
Künstlerbuch nach Bertolt Brecht, Serigrafien von Rainer Ehrt, edition ehrt, 2017 - Auflage 30 – Exemplar 3

Weitere Informationen finden sich online unter www.bibliothek.potsdam.de.

 

Potsdam, 11.08.2021

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2021-08-11 17:47:29 Vorherige Übersicht Nächste


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