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Potsdam, 27.03.2013

Brandenburger Handwerk wirbt um Nachwuchs

„Noch nie in der Nachwende-Geschichte hat sich das Handwerk so intensiv mit der Nachwuchswerbung beschäftigt wie derzeit“, erklärte Jürgen Rose, Präsident des Handwerkskammertages des Landes Brandenburg, während eines Pressegesprächs in Potsdam.

Er erinnerte dabei an die 2010 gestartete, bundesweite Imagekampagne des Handwerks mit dem Slogan „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“, die sich mit zahlreichen Videos, Infos und dem Berufe-Checker im Internet vorrangig an Schüler und Jugendliche wendet und deren Interesse für Handwerksberufe wecken will. „Wir wollen den Jugendlichen die Vielfalt des Handwerks und mögliche Karrierewege, beispielsweise auch für Abiturienten, zeigen“, so Jürgen Rose. „Wer weiß schon, dass Handwerksmeister-Qualifikation und Bachelor seit Februar 2012 als gleichwertig eingestuft werden?“

Derzeit lernen 7.452 Jugendliche im Land Brandenburg in einem Handwerksbetrieb. Im Jahr 2000 waren es noch 20.800. Hauptursache für den Lehrlingsmangel ist die demografische Entwicklung, die sich im drastischen Rückgang der Schülerzahlen widerspiegelt. Für das im Herbst 2013 beginnende neue Ausbildungsjahr sind bisher landesweit 119 Lehrverträge unter Dach und Fach.

Die Lehrstellenbörsen der drei brandenburgischen Handwerkskammern Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam sind derzeit mit 1.485 Ausbildungsplatzangeboten in 72 Berufen vom Augenoptiker über den Kfz-Mechatroniker bis zum Zimmerer gut gefüllt. „Die Chancen für eine Ausbildung im Handwerk stehen so gut wie nie zuvor. Hinzu kommt, dass unsere Betriebe daran interessiert sind, die Gesellen nach der Lehre zu übernehmen“, erläutert Knut Deutscher, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Cottbus. „Jedem Jugendlichen empfehle ich, durch ein Praktikum zu prüfen, ob seine Vorstellungen von einem Lieblingsberuf mit der Wirklichkeit übereinstimmen.“ Insgesamt 1.636 Praktikumsplätze bieten die Handwerksbetriebe des Landes.

Damit jeder Schüler einen Praktikumsplatz oder eine Lehrstelle in seiner Heimatregion findet, kann er nicht nur auf die bekannten Börsen der drei Kammern im Internet zurückgreifen, sondern kann sich auch potenzielle Ausbildungsbetriebe mit der kostenfreien App „Lehrstellenradar“ auf sein Handy laden und entsprechende Zusatzfunktionen nutzen.

Wolfgang Zithier, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt (Oder): „Mit dem auf der CeBIT ausgezeichneten Lehrstellenradar beschreiten wir moderne Kommunikationswege, um für unsere Mitgliedsunternehmen Berufsnachwuchs zu finden. Wachsender Erfolg in der mobilen Präsentation und im Onlinegeschäft hängt natürlich von einer hohen Zahl attraktiver Handwerksberufe ab.“

Potsdam, 27.03.2013

Veröffentlicht von:
Handwerkskammer Potsdam

Info Potsdam Logo 2013-03-27 12:57:52 Vorherige Übersicht Nächste


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