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Potsdam, 08.03.2024

Bilanz Naturkundemuseum Potsdam


Rekord von 34.223 Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2023

Kulturbeigeordneter zeigt sich erfreut über die positive Entwicklung des außerschulischen Lernstandortes / Neueröffnung der Biber- und Fischotterausstellung

Der Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Prof. Dr. Walid Hafezi, zog heute, 7. März 2024, gemeinsam mit Museumsdirektor Dr. Jobst Pfaender eine positive Bilanz für das Jahr 2023 im Naturkundemuseum Potsdam und gab einen Ausblick auf das laufende Jahr. Die Wiedereröffnung des Aquariums, eine neue Dauerausstellung sowie steigende Besucherzahlen waren dabei wichtige Themen.

Der Kulturbeigeordnete, Prof. Dr. Walid Hafezi, zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung des Museums, was die hohen Besuchendenzahlen und die große Anzahl an Veranstaltungen belegen: „Das Naturkundemuseum leistet als etablierter außerschulischer Bildungsort mit seinen vielfältigen Angeboten für verschiedene Zielgruppen – insbesondere seit der Wiedereröffnung des Aquariums – einen bedeutenden Beitrag für die Potsdamer Museumslandschaft. Umweltbildung ist in der aktuellen Zeit des Klimawandels und des Artensterbens wichtiger denn je.“

Rückblick Aquarium und aktueller Stand

Highlight des vergangenen Jahres war die Wiedereröffnung des Aquariums im Museumskeller. Am 16. November wurde das Aquarium nach einer umfangreichen technischen Sanierung wiedereröffnet. „Als wir das Aquarium im November 2020 kurzfristig geschlossen haben, war nicht abzusehen, dass sich aus ursprünglich kleinen Baumaßnahmen eine technische Komplettsanierung entwickeln würde“, erläuterte Dr. Jobst Pfaender.

Seit seiner Gründung im Jahr 1965 beherbergt das Museumsaquarium eine beeindruckende Vielfalt von mehr als 30 heimischen Fischarten in 17 lebensraumnah gestalteten Becken. Mit der jüngsten technologischen Überarbeitung bietet das Aquarium den Bewohnern nun einen optimierten Lebensraum und den Gästen eine noch lehrreichere Erfahrung. Die Besuchenden erwartet neben den faszinierenden Tieren eine informative, ergänzende Ausstellung. Sie beinhaltet die Themen Gewässer und Fische und bietet Einblicke in die aquatische Biodiversität und Ökologie Brandenburgs.

Begleitet wurde die Wiedereröffnung vom Start der Fotoausstellung „Geheimnisvolle Unterwasserwelt“, die noch bis zum 15. September in der Treppenhausgalerie des Museums zu sehen ist. Diese zeigt spektakuläre Fotografien des Unterwasserfotografen Mario Merkel, der seine Abenteuer in den Gewässern Deutschlands teilt und Einblicke in die Aufnahmen von majestätischen Räubern bis hin zu den kleinsten Wasserorganismen gewährt.

Die Wiedereröffnung im November führte bis zum Jahresende zu einem starken Besuchendenanstieg. Allein am Eröffnungswochenende besuchten mehr als 1.000 Gäste das Museum. „Inzwischen haben sich alle Fische gut eingelebt. Die anfangs teilweise sehr kleinen Exemplare sind gut gewachsen und viele haben ihre anfängliche Scheu verloren“, resümiert Dr. Pfaender zufrieden. In diesem Jahr soll nun hinter den Kulissen auch die Futterküche neu eingerichtet werden.

Neuer Raum Dauerausstellung

„Nach der Eröffnung des Aquariums geht es in diesem Jahr mit dem Umbau der Dauerausstellung weiter,“ verkündet Dr. Pfaender. Für den Fischotter und den Biber entsteht ein neuer Lebensraum und ein Ausstellungsteil rund um das Thema Säugetiere und Vögel am Wasser.

„Biber und Fischotter sind zwar schon immer in kleinen Vitrinen im Haus zu sehen,“ erzählt Ausstellungskuratorin Dr. Ina Pokorny, „nun wird ihnen eine große Vitrine gewidmet sein, die auch die Wichtigkeit der geschützten Arten und das Interesse der Besuchenden widerspiegelt“. In der neuen Darstellung wird es einen Einblick unter die Wasseroberfläche geben. Schwimmende Biber, tauchende Kormorane und eine Biberburg zeigen den Lebensraum der Havelseen. Ergänzt wird die Darstellung durch Wissensmodule rund um das Thema Anpassung an das Wasser und Jagdstrategien von Säugern und Vögeln.

„So kann das Museum zukünftig die Themen Ökologie, Biodiversität und Evolution noch besser in die Arbeit mit Schulklassen einbinden,“ so Prof. Dr. Hafezi. Die Planungen für den zweiten Teil des Raums stehen auch bereits. Hier soll es um eine Darstellung der Oderhänge bei Lebus gehen. Dr. Jobst Pfaender: „Der ganz besondere Lebensraum spielt bisher keine Rolle im Museum, ist aber ein überregional bekanntes Highlight Brandenburgs, besonders zur Blüte der Adonisröschen im Frühling, was wir auch hier repräsentieren wollen.“

Aktuell entwickelt das Museumsteam zusammen mit einem Studenten der Fachhochschule Potsdam eine kleine Audiotour durch das Museum, welche sich an kleine Kinder und an Grundschulkinder richtet. Gemeinsam mit „Waldemar Waldkauz“ erkunden die Kinder an verschiedenen Stationen die heimischen Tiere. Prof. Dr. Hafezi: „Dies bietet die Chance, außerhalb von Führungen, Kindern mehr Informationen zu den Tieren an die Hand zu geben und es ihnen so zu ermöglichen, sich eine Ausstellung auch selbstbestimmt und eigenständig zu erschließen“. Voraussichtlich im Frühsommer wird die Audiotour fertig sein.

Besucherzahlen

Das Naturkundemuseum Potsdam wurde im Jahr 2023 von 34.223 Gästen besucht. 

“Wir hatten für das Jahr 2023 mit etwa 25.000 Besuchenden gerechnet. Diese Zahl hatten wir aber bereits im September erreicht und freuen uns daher außerordentlich über mehr als 34.000 Besuchende zum Jahresende. Die Zahlen zeigen uns, wie viel Interesse das Museum tatsächlich weckt. Knapp die Hälfte der Museumsgäste sind Erwachsene. Kinder bis 5 Jahre machten 21 Prozent der Gesamtbesuchenden aus, während Kinder von 6 bis 12 Jahren einen 28-prozentigen Anteil hatten. Die diesjährigen Monate Januar und Februar starteten vielversprechend mit insgesamt fast 10.000 Gästen“, resümiert Museumsdirektor Dr. Jobst Pfaender.

Mit 360 Veranstaltungen im Freizeitbereich für Familien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene zeigt sich Dr. Pfaender mehr als zufrieden: „Neben inzwischen etablierten Formaten wie Taschenlampenführungen, Führungen für Eltern mit Babys, der Grünen Stunde für Erwachsene oder Kunstkursen in Kooperation mit der VHS wurden auch 170 Kindergeburtstage durchgeführt – ein neuer Rekord.“

Mit dem astronomischen Frühlingsbeginn am 20. März startet in Kooperation mit der NAJU auch wieder die beliebte Rallye „Erlebter Frühling“. Der Umweltbildungswettbewerb läuft bis zum 31. Mai dieses Jahres. 

Des Weiteren plant das Museum auch in diesem Jahr erneut die Beteiligung an verschiedensten Veranstaltungsformaten wie dem Internationalen Museumstag, Potsdamer Tag der Wissenschaften, Potsdamer Inklusionstage, Potsdamer Umweltfest und Kultur für JEDE*N!

Klimabildungsprojekt

Seit Februar 2023 ist das Naturkundemuseum als Projektpartner für das Projekt „BildungKlima-plus-56“ zertifiziert. Das Bildungsnetzwerk für Klimaschutz wurde im Jahr 2017 gegründete und hat das Ziel, die Anzahl der Bildungsangebote zum Klimaschutz bundesweit zu erhöhen und qualitativ weiterzuentwickeln. Damit soll ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung geleistet werden. Das Projekt wird über die nationale Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Im Rahmen der Projektpartnerschaft wurde unter anderem eine Führung für Schulklassen zum Thema Klimawandel in Brandenburg erarbeitet. In diesem Jahr soll das Projekt seinen Abschluss finden. „Die erarbeiteten Programme bleiben jedoch Teil des museumspädagogischen Programms und sollen aufgrund des großen Zuspruchs zukünftig erweitert werden“, hielt Dr. Pfaender fest.

Besucheradresse

Naturkundemuseum Potsdam

Breite Straße 13

14467 Potsdam

www.naturkundemuseum-potsdam.de naturkundemuseum@rathaus.potsdam.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet

Museumsmontag: Jeden 1. Montag im Monat von 9 bis 17 Uhr geöffnet mit 50% Rabatt auf den Eintrittspreis

Potsdam, 08.03.2024

Veröffentlicht von:
potsdam.de

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