Navigation überspringen
Potsdam, 18.07.2018

Badeverbot im Fahrländer See aufgrund von Blaualgen


Landeshauptstadt Potsdam

Das Baden im Fahrländer See in Potsdam ist ab sofort verboten. Grund dafür ist ein starker Befall des Wassers durch Blaualgen (Cyanobakterien), die bei Menschen Hautreizungen, Übelkeit und Erbrechen verursachen können. Bei einer Inaugenscheinnahme des Sees am Dienstag durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde und des Gesundheitsamtes wurde eine Belastung durch Blaualgen und vereinzelt Kieselalgen festgestellt. „Aufgrund der Gesundheitsgefahr beim Schwimmen und Baden im Fahrländer See ist es erforderlich, das Baden dort ab sofort zu verbieten. Wir müssen davon ausgehen, dass es bei anhaltend sonniger und warmer Witterung in den kommenden Wochen auf weiteren Seen im Potsdamer Stadtgebiet Einschränkungen aufgrund von Blaualgenbildung geben wird“, sagte Lars Schmäh, Bereichsleiter Umwelt und Natur.

Das Badeverbot im Fahrländer See gilt bis auf Weiteres. Massenansammlungen von Blaualgen verderben den Badespaß und können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Das Wasser wird optisch unansehnlich und kann einen üblen Geruch nach faulen Eiern und Ammoniak aufweisen. Dabei bilden Cyanobakterien aus dem Stickstoff der Luft Ammoniak. Gesundheitlich problematischer sind aber allergische Haut- und Schleimhautreizungen, wenn man mit Blaualgen in Berührung kommt. Wird eine mit Cyanobakterien durchsetzte Wasserschicht durchschwommen, verfangen sich Zellbestandteile in der Badebekleidung und können auch später noch ihre hautreizende Wirkung entfachen. „Wer durch Wasser mit Blaualgen geschwommen ist, sollte sich sofort nach dem Verlassen des Wassers mit Seife waschen und die Badekleidung wechseln, zumindest muss diese sehr gut ausgespült werden“, sagt Dr. Kristina Böhm, Leiterin des Potsdamer Gesundheitsamtes. Beim Schlucken von Wasser mit Blaualgen kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen.

Algenblüten treten in nährstoffreichen, langsam fließenden, stehenden oder rückgestauten Gewässern auf. Optimale Wachstumsbedingungen für Algen liegen darüber hinaus bei hoher Lichtintensität, einem Überangebot von Nährstoffen sowie anhaltend hohen Temperaturen vor. Aufgrund der dauerhaft hohen Temperaturen in diesem Sommer kommt es bereits jetzt, Mitte Juli, zu Algenblüten, die normalerweise erst Mitte bzw. Ende August bei entsprechenden Temperaturen auftreten.

„Der Fahrländer See stellt ein eutrophes Gewässer dar. Das heißt, er ist sehr nährstoffreich. Dies bedeutet, dass die Blaualgen derzeit im Fahrländer See optimale Bedingungen vorfinden“, sagt Stefan Schmidt, Arbeitsgruppenleiter Untere Wasserbehörde. Da sich die Blaualgen auch negativ auf die Gesundheit von Tieren auswirken können, werden alle Hundebesitzer angehalten, auch die Vierbeiner nicht im See baden zu lassen. „Das Badeverbot bleibt solange aufrechterhalten, wie sich die Algen beziehungsweise Cyanobakterien im Fahrländer See nennenswert nachweisen lassen“, so Stefan Schmidt.

Allgmeineverfügung Vollzug Brandenburgisches Wassergesetz - Badeverbot im Fahrländer See Allgmeineverfügung Vollzug Brandenburgisches Wassergesetz - Badeverbot im Fahrländer See (PDF; 21,76 KB)Potsdam, 18.07.2018

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2018-07-18 14:01:08 Vorherige Übersicht Nächste


1049

Das könnte Sie auch interessieren:

Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 20. bis zum 26. Juli 17.07.26 - Potsdamer Chaussee Höhe Krampnitz Für die Anbindung des Stadtteils Krampnitz an das Straßennetz wird ein neuer Knotenpunkt auf der Potsdamer Chaussee (B2) zwischen Hannoversche Straße und Rotkehlchenweg ...
Landeshauptstadt Potsdam untersagt Wasserentnahme

Landeshauptstadt Potsdam untersagt Wasserentnahme

Aus Seen, Flüssen und Gräben 17.07.26 - Die Landeshauptstadt Potsdam hat als Untere Wasserbehörde die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern mit Pumpvorrichtungen zu Bewässerungszwecken per Allgemeinverfügung untersagt. Die Verfügung ...
EWP empfiehlt sorgsamen Umgang mit Trinkwasser in Hitzeperioden

EWP empfiehlt sorgsamen Umgang mit Trinkwasser in Hitzeperioden

Trinkwasser-Tacho zeigt den Potsdamer Wasserverbrauch online 16.07.26 - Wenn die Temperaturen steigen, steigt meist auch der Trinkwasserverbrauch. Mit einem bewussten Umgang mit Trinkwasser können alle Potsdamerinnen und Potsdamer dazu beitragen, die Versorgung zu entlasten und unsere wertvolle ...
Offizieller Bohrstart für Tiefengeothermie am HKW Süd

Offizieller Bohrstart für Tiefengeothermie am HKW Süd

EWP erschließt weitere Wärmequelle für Potsdam 13.07.26 - Die Energie und Wasser Potsdam (EWP) hat die Bohrungen zur Tiefengeothermie am Heizkraftwerk Süd offiziell gestartet. Ziel ist es, Erdwärme am Standort für die künftige Fernwärmeversorgung in Potsdam ...
Stadtwerkefest 2026 begeistert mehr als 20.000 Gäste

Stadtwerkefest 2026 begeistert mehr als 20.000 Gäste

Neues Konzept in der Schiffbauergasse überzeugt 12.07.26 - Aus Potsdam, für Potsdam: Das 22. Stadtwerkefest der Stadtwerke Potsdam ist mit einer erfolgreichen Premiere am neuen Standort in der Schiffbauergasse zu Ende gegangen. An zwei Tagen folgten mehr als 20.000 Besucherinnen und ...

 
Facebook twitter