Navigation überspringen
Potsdam, 04.07.2012

Tack: Krankenkassen absichern statt kurzfristiger Beitragsrückerstattungen

„Prämienzahlungen an die Versicherten und Beitragsrückerstattung führen in eine Sackgasse“, so Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) zu aktuellen Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. Sie verweist auf den einstimmigen Beschluss der Gesundheitsminister der Länder zur Sicherstellung der flächendeckenden gesundheitlichen Versorgung.  „In diesem Zusammenhang hat sich die Gesundheitsministerkonferenz mit Nachdruck für eine nachhaltige Beitragsstabilisierung der Gesetzlichen Krankenkassen statt kurzfristiger Beitragsrückerstattungen ausgesprochen, um die Voraussetzungen zur Erweiterung der Rücklagemöglichkeiten in der Gesetzlichen Krankenkasse zu schaffen“, sagte Tack.

Aus den gleichen Gründen hatte die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in der vergangenen Woche ebenfalls eine Kürzung des Bundeszuschusses an den Gesundheitsfonds um 2 Milliarden Euro in 2013 abgelehnt. „Die derzeit im Gesundheitsfonds enthaltenen Bundesmittel sind weiterhin zur Finanzierung erforderlich, beispielsweise wenn es um familienpolitische Leistungen wie Mutter-Kind-Kuren geht. Hier darf der Bund sich nicht aus der Verantwortung schleichen“, so Tack. Unsere Gesellschaft werde glücklicherweise älter. Mit dem jetzt vorhandenen Überschuss können die zukünftigen Kostensteigerungen zumindest abgefedert werden. 

Der  Wunsch nach einem langen Leben bei guter Gesundheit ist in den letzten Jahren für viele Brandenburgerinnen und Brandenburger in Erfüllung gegangen. So ist die Lebenserwartung der Brandenburger Bevölkerung in den vergangenen 20 Jahren deutlich gestiegen. Frauen können im Durchschnitt mit 82 Jahren rechnen, Männer mit 76 Jahren. 

„Wir wollen, dass alle Brandenburgerinnen und Brandenburger gesund älter werden und so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben führen können. Gesundheit darf nicht zu einer Frage des Geldbeutels werden, die Gesetzlichen Krankenkassen leben hier das Prinzip der Solidarität: Besserverdienende zahlen für Arme, Gesunde für Kranke, Singles für Familien und Junge für Alte“, so die Gesundheitsministerin. 

Tack weiter: „Wenn der Bundesgesundheitsminister Patientinnen und Patienten entlasten will, dann sollte er schleunigst die 10 Euro Praxisgebühr abschaffen.“ Diese Gebühr belaste vor allem Geringverdiener und sozial Benachteiligte. Mit der nächsten Änderung des SGB V sollte die Praxisgebühr ersatzlos gestrichen werden. 

Potsdam, 04.07.2012

Veröffentlicht von:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV)

Info Potsdam Logo 2012-07-04 11:12:41 Vorherige Übersicht Nächste


1328

Das könnte Sie auch interessieren:

Tack fordert Begrenzung von Zinsen für Dispo- und ...


Tack fordert Begrenzung von Zinsen für Dispo- und ...
12.09.12 - Der Verbraucherschutz bei Dispokrediten und geduldeten Überziehungen muss verbessert werden. Das fordert ...

Rast mit Riegel und Rosinen: Tack tischt Bio-Frühstück ...


Rast mit Riegel und Rosinen: Tack tischt Bio-Frühstück ...
13.08.12 - Möhren und Müsli, Riegel und Rosinen offenbaren sich den ABC-Schützen der Potsdamer Grundschule ...

Brandenburg auf dem Weg zu einer ...


Brandenburg auf dem Weg zu einer ...
03.07.12 - Das Diskussionsangebot der Landesregierung zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie ist bei den ...

Tack bei Natur-Schau-Spiel in der Biosphäre Potsdam


Tack bei Natur-Schau-Spiel in der Biosphäre Potsdam
26.03.12 - Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) wird am 31. März 2012 die Biosphäre Potsdam besuchen und ...

Aigners Maßnahmepaket reicht nicht aus


Aigners Maßnahmepaket reicht nicht aus
12.01.12 - „Die jetzt von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgesehenen Maßnahmen gegen ...
Hotel in Potsdam finden
 Anreise
Anreise
 Abreise
Abreise
 
Facebook twitter