Navigation überspringen
Potsdam, 12.09.2012

Tack fordert Begrenzung von Zinsen für Dispo- und Überziehungskredite

Der Verbraucherschutz bei Dispokrediten und geduldeten Überziehungen muss verbessert werden. Das fordert Verbraucherschutzministerin Anita Tack (Linke) mit Blick auf die morgen beginnende Verbraucherschutzministerkonferenz der Länder in Hamburg, auf der eine Studie des BMELV zu Dispozinsen und Ratenkrediten vorgestellt und diskutiert wird. „Die derzeitige Rechtslage reicht nicht aus. Den Ankündigungen der Bundesregierung müssen endlich Taten folgen. Eine angemessene Begrenzung der Zinsen für Dispo- und Überziehungskredite muss das zentrale Anliegen sein“, so die Ministerin.

Die Einführung einer gesetzlichen Zinsobergrenze ist laut Tack aber nur ein Baustein, weitere flankierende Maßnahmen sind notwendig. Vor allem Erwerbslose und Geringverdiener nutzen den Dispokredit, weil sie keine Rücklagen haben und im Dispo häufig die einzige Möglichkeit sehen, Krisenzeiten wie Arbeitslosigkeit oder Krankheit zu überbrücken.  „Dispozinsen sind oft ohne hinreichende Gründe unverhältnismäßig hoch.“, kritisiert die Ministerin. Die Banken sollten gesetzlich verpflichtet werden, Kunden, bei denen die Überschreitung eine längere Zeit andauert, eine Schuldnerberatung zu vermitteln oder nach französischem Vorbild nach einer bestimmten Nutzungsdauer des Dispositions- oder Überziehungskredites ein Angebot für einen günstigeren und dauerhaften Kredit zu unterbreiten. 

Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren von den seit Beginn der Finanzkrise gefallenen Refinanzierungskosten der Banken und Finanzinstitute nur unzureichend und müssen nach wie vor sehr hohe Dispo- und Überziehungszinsen bezahlen. „Während Guthabenzinsen durch Banken sehr schnell gesenkt werden, bleiben Überziehungszinsen trotz Senkung des Leitzinses auf Höchstniveau. Das ist ein erheblicher Zusatzgewinn für die Banken zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher, ganz besonders der Erwerbslosen und Geringverdiener“, kritisiert Tack und verweist auf die bevorstehenden Beratungen während der Verbraucherschutzministerkonferenz, auf der neben Brandenburg weitere Länder eine Obergrenze für die Höhe der Dispozinsen fordern werden. „Nur eine gesetzliche Deckelung schützt sicher vor einem überhöhten Zinsniveau“, so Tack.

Potsdam, 12.09.2012

Veröffentlicht von:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV)

Info Potsdam Logo 2012-09-12 10:42:01 Vorherige Übersicht Nächste


1289

Das könnte Sie auch interessieren:

Rast mit Riegel und Rosinen: Tack tischt Bio-Frühstück ...


Rast mit Riegel und Rosinen: Tack tischt Bio-Frühstück ...
13.08.12 - Möhren und Müsli, Riegel und Rosinen offenbaren sich den ABC-Schützen der Potsdamer Grundschule ...

Tack: Krankenkassen absichern statt kurzfristiger ...


Tack: Krankenkassen absichern statt kurzfristiger ...
04.07.12 - „Prämienzahlungen an die Versicherten und Beitragsrückerstattung führen in eine ...

Brandenburg auf dem Weg zu einer ...


Brandenburg auf dem Weg zu einer ...
03.07.12 - Das Diskussionsangebot der Landesregierung zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie ist bei den ...

Tack bei Natur-Schau-Spiel in der Biosphäre Potsdam


Tack bei Natur-Schau-Spiel in der Biosphäre Potsdam
26.03.12 - Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) wird am 31. März 2012 die Biosphäre Potsdam besuchen und ...

Aigners Maßnahmepaket reicht nicht aus


Aigners Maßnahmepaket reicht nicht aus
12.01.12 - „Die jetzt von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgesehenen Maßnahmen gegen ...
Hotel in Potsdam finden
 Anreise
Anreise
 Abreise
Abreise
 
Facebook twitter