Navigation überspringen
Potsdam, 19.04.2013

Tack: Die Impfung eines jeden Kindes ist entscheidend

„Weder Masern noch Röteln sind bisher ausgerottet. Das machen die aktuellen Fälle von Masernerkrankungen in Brandenburg deutlich“, sagte Gesundheitsministerin Anita Tack anlässlich der am Montag beginnenden Europäischen Impfwoche. Sie appelliert an Eltern, ihre Kinder gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission impfen zu lassen. „Das schützt unsere Kinder und uns. Nur so kann es gelingen, gefährliche Infektionskrankheiten einzudämmen und sogar zu auszumerzen.“ Die Europäische Impfwoche findet vom 22. bis 27. April 2013 unter dem Motto „Vorbeugen – Schützen – Impfen“ statt.

Masern, Röteln, Hepatitis B, Keuchhusten und Grippe sind nur einige der gefährlichen Infektionskrankheiten, die weiterhin in Brandenburg gemeldet werden. So sind allein in diesem Jahr bereits über 3400 Brandenburgerinnen und Brandenburger an der Grippe erkrankt. Derzeit gibt es sechs  Masernfälle im Land Brandenburg. „Es besteht kein Grund zur Panik. Aber steigende Masernerkrankungen in Berlin sollten Anlass  sein, den persönlichen Impfschutz zu überprüfen“, so Tack. 

Im vergangenen Jahr gab es in Brandenburg  keinen Masernfall. 2011 wurden 27 und 2010 wurden 15 Masernerkrankungen gemeldet. Zwischen 2009 und 2003 lag die Zahl der jährlichen Masernfälle zwischen ein bis neun. Tack rät:  „Kümmern Sie sich um ihren Impfschutz. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über die kostenlosen Schutzimpfungen beraten und lassen Sie Ihre Kinder frühzeitig und ohne Verzögerungen impfen.“ 

Der Impfschutz beginnt bereits bei Säuglingen und kleinen Kindern. Die Grundimmunisierung sollte bis zum zweiten Lebensjahr abgeschlossen sein. Mit Schulbeginn und im Jugendalter sind dann die ersten Auffrischimpfungen an der Reihe. „Regelmäßige Auffrischungsimpfungen stellen bis zum Lebensende sicher, dass ein ausreichender Impfschutz erhalten bleibt“, so die Ministerin.

Die landesweiten Daten zeigen, dass im vergangenen Jahr 98,3 Prozent der Kinder die erste Masernschutzimpfung erhalten haben. 95 Prozent der Einschüler konnten auch die zweite Impfung nachweisen. Auffällig ist jedoch, dass noch zu wenige kleine Kinder rechtzeitig die zweite Masernimpfung erhalten hatten. Aber auch Jugendliche dürfen nicht vergessen werden: Hier zeigen die landesweiten Erhebungen noch großen Nachholbedarf, z. B. bei den Impfungen, die vor lebensgefährlichen Hirnhautentzündungen (Impfung gegen Meningokokken), Leberentzündungen (Impfung gegen Hepatitis B-Viren) oder Mädchen vor Gebärmutterhalskrebs schützen (HPV-Impfung). „Werden hohe Impfquoten in der Bevölkerung erreicht, ist es sogar möglich einzelne Infektionskrankheiten regional zu verbannen und schließlich weltweit auszurotten“, so Tack. So ist die Eliminierung von Masern und Röteln ein erklärtes und erreichbares Ziel der internationalen und nationalen Gesundheitspolitik. 

Die Impfprävention zu verbessern, ist eines der landesweiten Gesundheitsziele, die das Bündnis Gesund Aufwachsen verfolgt. Deshalb appelliert die Gesundheitsministerin: „Nutzen Sie die Chance. Nehmen Sie Ihren Impfausweis und lassen Sie Ihren Impfschutz und den Ihrer Kinder überprüfen und vervollständigen.“

Potsdam, 19.04.2013

Veröffentlicht von:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV)

Info Potsdam Logo 2013-04-19 12:31:40 Vorherige Übersicht Nächste


1723

Das könnte Sie auch interessieren:

Waschtag für die Biotonne

Waschtag für die Biotonne

Reinigungstermine im April und Mai 2026 26.04.26 - Zwischen dem 27. April und dem 16. Mai findet in Potsdam die nächste Biotonnenreinigung statt. Die Reinigung erfolgt an den Entsorgungstagen der Biotonnen direkt vor Ort am Grundstück. Die Reinigungstermine sind je ...
Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 27. April bis 3. Mai 26.04.26 - L40 Brücke Horstweg / Horstweg Die stadtauswärtige Brücke der L40 über den Horstweg wird neu gebaut. Der Verkehr in dieser Richtung wird über Mittelstreifenüberfahrten auf die stadteinwärtige ...
Verwaltung legt kommunale Wärmeplanung vor

Verwaltung legt kommunale Wärmeplanung vor

Planwerk zeigt auf, wie Wärmeversorgung schrittweise umgebaut werden kann 23.04.26 - Die Landeshauptstadt Potsdam bringt den kommunalen Wärmeplan zur Sitzung am 6. Mai in die Stadtverordnetenversammlung ein. Der Plan dient als informelles strategisches Instrument und zeigt auf, wie die Wärmeversorgung ...
Kleinere und ältere Haushalte verändern die Wohnraumnachfrage

Kleinere und ältere Haushalte verändern die Wohnraumnachfrage

Zahl der Potsdamer Haushalte wächst bis 2040 schneller als die Bevölkerung 23.04.26 - Potsdams Haushalte werden künftig im Schnitt kleiner und älter – das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Haushaltsprognose der Landeshauptstadt Potsdam. Demnach steigt die Zahl der Wohnhaushalte bis 2040 von ...
Weltkriegsbomben im Forst an der Michendorfer Chaussee erfolgreich entschärft

Weltkriegsbomben im Forst an der Michendorfer Chaussee erfolgreich entschärft

Sperrkreis aufgebhoben / B2 wieder frei 23.04.26 - Der Bombeneinsatz unter Leitung des Ordnungsamtes der Landeshauptstadt Potsdam im Forst an der Michendorfer Chaussee ist beendet. Sprengmeister Mike Schwitzke und das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes ...

 
Facebook twitter