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Potsdam, 22.10.2009

Studierende fordern Ausfinanzierung der Universität an Stelle falscher Belohnungen

22.10.2009 - Der AStA der Universität Potsdam fordert die nachhaltige Ausfinanzierung von Hochschulen und Studierendenwerken - an Stelle falscher Belohnungen

"Resultierend aus stetig steigenden Studierendenzahlen müssen die Zuschüsse für das Studentenwerk dringend erhöht werden", fordert Malte Jacobs, AStA-Referent für Sozialpolitik. Unzumutbar wäre eine finanzielle Mehrbelastung der Studierenden durch höhere Beiträge, daher muss an dieser Stelle die Absicherung durch das Land gewährleistet werden. Des Weiteren belegen statistische Erhebungen des Deutschen Studentenwerkes, dass auch die psychologische Beratungsleistung an den Hochshculen und durch das Studentenwerk dringend ausgebaut werden muss. In Zeiten von Seminarrauswurf, Masterklage und übervollen Hörsälen ist eine kompetetente psychologische Beratung schlicht unerlässlich!

Das Land will mit immer mehr Studierenden dafür Sorge tragen, dass steigende AbsolventInnenzahlen die Zukunftsfähigkeit des Landes aufrecht erhalten bleibt. Mit diesem Anspruch gehen jedoch ganz essenzielle Verpflichtungen einher: Es muss dafür gesorgt werden, dass die Infrastruktur an diese Umstände angepasst wird. Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum und auch eine angemessene Grundversorgung mit gesundem und den finanziellen Vorraussetzungen auch sozial schwächerer Studierender angepasstem Essen.

Spannend erscheint auch die Frage inwieweit es mit der demokratischen Entwicklung an den Universitäten voran geht. Bisher sträubte sich laut Aussage der alten Koaliton immer die CDU gegen einen Ausbau dieser Strukturen. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklung nun ohne die CDU aussieht.

Ein immer wieder heiß diskutiertes Thema betrifft die Betreuungsitiuation speziell an der Universität Potsdam. In diesem Bereich sind dringend finanzielle Mittel nötig, um die unzumutbare Lehre an der Universität Potsdam zu verbessern. Nach wie vor gibt es jeden Tag Seminarrauswürfe ohne adäquate Alternative, übervolle Hörsäle und Seminarräume, in denen sich teilweise über hundert Studierende quetschen. Damit sind auch die Dozierenden nicht zufrieden und greifen leider zu dem völlig falschen Mittel des Rauswurfs.


AStA kritisiert Auszeichnung der Universität Potsdam

Vollkommen unverständlich erscheint in diesem Zusammenhang die Auszeichnung der Universität für ihre exzellente Lehre. Genau dort muss jetzt etwas passieren! "Wir fordern mehr Mittel, um den Betreungsschlüssel an die gestiegenen Anforderungen anzupassen. Um die Studienerfolgsquote zu erhöhen, müssen schlicht und einfach ausreichend Lehrkräfte vorhanden sein, so dass den Studierenden einen Abschluss des Studiums in der Regelstudienzeit ermöglichen werden kann. Da hilft kein Seminarrauswurf", betont Katja Klebig, AStA-Referentin für Hochschulpolitik.

Die Entwicklung an der Potsdamer Universität hingegen geht in die entgegengesezte Richtung: Trotz stetig steigender Studierendenzahlen sinken die Zahlen der ProfessoInnen sowie wissenschaftlicher und auch nichtwissenschaftlicher MitarbeiterInnen. Vergleicht man die AnfängerInnenzahlen mit der Ausschöpfung sämtlicher Kapazitäten, springt einem die Überlast förmlich ins Gesicht. Immer noch müssen die erhöhten AnfängerInnenzahlen des letzten Jahres aufgefangen werden und bei der momentanen Entwicklung wird dies auch in Zukunft so bleiben. Essenziell ist daher, dass das Problem nicht durch Sonderfördermittel gelöst werden kann. Um die Probleme zu lösen, bedarf es einer nachhaltigen Absicherung der Finanzierung durch das Land.

Potsdam, 22.10.2009

Veröffentlicht von:
Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Potsdam

Info Potsdam Logo 2009-10-22 12:01:40 Vorherige Übersicht Nächste


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