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Potsdam, 31.07.2013

Polizeimeldung: Während der Fahrt in Brand geraten

Stadt Potsdam, Untere-Havel-Wasserstraße, Jungfernsee



Dienstag, 30.07.2013, 22.00 Uhr

Während der Fahrt ist am Dienstagabend auf der Potsdamer Havel ein Sportmotorboot aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Der 26 Jahre alte Bootsführer und seine 20-jährige Begleitung waren auf dem Weg vom Krampnitzsee nach Auf dem Jungfernsee bemerkte die Potsdamerin plötzlich Qualm aus dem Motorraum aufsteigen. Als der 26-Jährige die Motorklappe daraufhin öffnete, bemerkte er das Feuer. Beide retten sich mit einem Sprung ins Wasser und schwammen an das Ufer. Von dort und mit Hilfe eines anderen Bootfahrers, informierten sie die Rettungskräfte. Nachdem die Feuerwehr ihre Löscharbeiten auf dem Oberdeck beendet hatte, wurde das Boot zum Gelände des Wasserschifffahrtsamtes geschleppt. Wie es zu dem Brand kam, ist derzeit noch unklar.

Bereits am Montag hatte die Polizei über einen Bootsbrand im Netzener See berichtete, bei dem ein Boot nach einer Verpuffung komplett zerstört worden war. In diesem Rahmen wurden folgende Verhaltenshinweise der Wasserschutzpolizei gegeben, die wir noch einmal wiederholen möchten:

- Gehen Sie vorsichtig mit Kraftstoffen an und in den Booten um. Kraftstoff nur in dafür bestimmte Behältnisse abfüllen und an Bord nur in notwendiger Menge bunkern.
- Überprüfen Sie, ob sich eventuell ausgelaufenes Benzin in der Bilge (tiefster Punkt des Bootskörpers) angesammelt hat.
- Ist starker Benzingeruch wahrnehmbar, suchen Sie zuerst die Ursache und beseitigen Sie die Mängel, bevor Sie den Motor starten.
- Maschinenräume sollten vor Antritt jeder Fahrt gelüftet werden. Bei Einbaumaschinen ist eine Motorraumentlüftung erforderlich, durch die vor dem eigentlichen Starten der Maschine vorhandene Kraftstoffgase aus dem Motorraum entfernt werden. Kommt es dennoch einmal zu einer Verpuffung, unterbinden Sie sofort die Kraftstoffzufuhr.
- Der Tankstutzen muss so angebracht sein, dass überlaufender Kraftstoff nicht ins Innere des Bootes gelangen kann.
- Im Maschinenraum ist die Entzündungsgefahr am größten, deshalb sollten Sie Behälter mit Benzin dort keinesfalls lagern. Zur Vermeidung des Aufbaus eines elektrostatischen Potentials und dessen Ausgleich beim Betanken durch Entladungsfunken muss beim Nachtanken eine Verbindung zwischen Kanister, Einfüllstutzen, Trichter und Tank bestehen.
- Die Polizei empfiehlt weiterhin einen ausreichend dimensionierten Feuerlöscher auf Sportbooten mit Einbaumaschinen und mit fest installierten Kochstellen mitzuführen. Dieser sollte an einem jederzeit leicht erreichbaren Ort auf dem Boot angebracht sein.
- Alle fest eingebauten Tankanlagen müssen über eine installierte Entlüftungsleitung verfügen, welche die Luft beim Tankvorgang ableitet und außerhalb des Bootskörpers frei setzt.
- Beim Betanken der Boote alle elektrischen Geräte (Kühlschränke, Radio- und Funkgeräte usw.) abschalten; propangasbetriebene Verbraucher, wie Kocher, Heizungen und Kühlschränke sind außer Betrieb zu setzen. Es gilt für diese Zeit absolutes Rauchverbot und offene Flammen (Petroleumlampen usw.) da es zu Explosionen oder Bränden kommen kann.
- Kraftstoffbehältnisse in Sportbooten sind in jedem Fall gegen verrutschen zu sichern. Das gilt auch für transportable Tanks. Kontrollieren Sie regelmäßig die Kraftstoffleitungen auf mögliche Beschädigungen.
- Beim Betanken ist auf ausreichenden elektrischen Spannungsausgleich zwischen Tank und Nachfüllkanister bzw. Tankpistole zu achten. Insbesondere bei schwüler Witterung kann es bei unterschiedlichem elektrischen Spannungspotential zur Bildung von Abreißfunken kommen, die das vorhandene Treibstoff – Luft – Gemisch zur Entzündung bringen können.
- Planen Sie Ihre Ausfahrten so, dass Sie in sicherer Umgebung (nicht bei Wellengang auf dem See) nachtanken können. Auch die Umwelt wird Ihnen dankbar sein, wenn kein Kraftstoff beim betanken in das Wasser gelangt.
- Beim Einbau und der Wartung von Propangaskühlschränken und Propangasanlagen empfehlen wir, dieses durch spezialisierte Fachfirmen durchführen zu lassen und alle Aufstellungs- sowie Sicherheitshinweise einzuhalten.
- Achten Sie auf eine korrekte elektrische Installation an Bord. Unzureichend verbundene Kontakte führen zu Hitzeentwicklungen, im Extremfall bis zum Brand, da die Übergangswiderstände größer werden. Achten Sie in diesem Zusammenhang auch auf eine ausreichende Entlüftung der Batteriekästen (Knallgas!)

Potsdam, 31.07.2013

Veröffentlicht von:
Internetwache Brandenburg

Info Potsdam Logo 2013-07-31 15:01:07 Vorherige Übersicht Nächste


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