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Potsdam, 02.09.2013

Pfingstberg: Sanierung des Westturms beginnt

Seit Ende letztzer Woche wird am Westturm des Belvedere auf dem Potsdamer Pfingstberg gebaut. Bis zum Winterbeginn 2013/2014 soll die Ursache der dortigen Feuchtigkeitsschäden festgestellt und beseitigt werden. Für die Besucher wird es in der Woche vom 2. bis 6. September Einschränkungen geben. Finanziert wird die Maßnahme durch Spenden, die der Förderverein Pfingstberg in Potsdam e.V. für diesen Zweck gesammelt hat, und die Beteiligung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

Seit dem 29. August 2013 laufen die Vorbereitungen zur Untersuchung und Beseitigung der Feuchtigkeitsschäden im und am Westturm des Belvedere auf dem Potsdamer Pfingstberg. Sichtbar sind diese insbesondere im Römischen Kabinett am Aufgang zur Aussichtsplattform und an der Fassade des Westturms. Schuld ist vermutlich eine undichte Stelle am Übergang zwischen dem Ausstieg auf die Aussichtplattform und der Deckschicht auf der Aussichtsplattform. Sicherheit werden aber erst die Untersuchungen bringen. "Bei Leckagen ist es besonders wichtig, möglichst schnell zu reagieren und die Ursache zu erkunden und zu beheben", so der Bereichsarchitekt der Abteilung Baudenkmalpflege der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), Dr. Dirk Dorsemagen. "Zum einen, um zu verhindern, dass sich die Feuchtigkeit in immer tiefere Schichten ausbreitet und zum anderen damit es im Laufe der Zeit nicht zu Salzausblühungen, Frost- oder Rostsprengungen und gar Pilzbefall kommen kann", heißt es weiter. "Umso glücklicher sind wir, dass wir nun mit der großzügigen privaten finanziellen Unterstützung den Feuchteschaden am Westturm angehen können, bevor hier noch weitere Bereiche der Denkmalsubstanz betroffen sind."

Wann die Arbeiten abgeschlossen werden können, ist derzeit nicht konkret planbar. Die SPSG und der Förderverein Pfingstberg in Potsdam e.V. (FVP) gehen nach derzeitigem Stand aber davon aus, dass die Baumaßnahme vor dem Winterbeginn 2013/2014 beendet werden kann. "Uns allen war und ist klar, dass Bauten im italienischen Stil in Norddeutschland einer anderen klimatischen Beanspruchung unterliegen, als in deren heimischer Umgebung", beschreibt Jörg Walter, Vorsitzender des FVP. "Dieser Herausforderung will sich der Förderverein Pfingstberg in Potsdam e.V. auch weiterhin gerne stellen. Die ’alte Dame’ Belvedere bleibt auch nach der Rekonstruktion eine ’alte Dame’, die unserer kontinuierlichen Unterstützung bedarf." 

Die Kosten der Sanierung des Westturms werden derzeit auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Einen Großteil dieser Summe wird der Betreiber des historischen Pfingstbergensembles, der FVP, aufbringen. Die SPSG führt die Maßnahme nicht nur durch, sondern wird sich als Eigentümerin des Ensembles ebenfalls an den Kosten beteiligen. Der FVP hat das Spendenprojekt "Wir brauchen Ihre Spende für die Sanierung des Westturms des Belvedere" ins Leben gerufen. Durch die Großspenden der Hermann Reemtsma Stiftung und der Familie des Versandhausgründers Prof. Dr. Werner Otto aber auch zahlreiche Kleinspender konnte mittlerweile ein großer Teil der Summe gesammelt werden. "Wir danken den Spendern und den Unterstützern des Projekts dafür, dass es wiederum gelungen ist, eine notwendige Erhaltungsmaßnahme am Belvedere auf dem Pfingstberg außerhalb des Masterplans der SPSG umzusetzen", so Andrea Eichenberg, Schatzmeisterin des FVP. Da Umfang und Verlauf der Baumaßnahme und die daraus resultierenden Kosten noch nicht abzusehen sind, werden weiterhin Spenden eingeworben. 

Beide Aussichtstürme sind aufgrund der Baumaßnahme vom 2. September voraussichtlich bis zum 6. September gesperrt. Potsdams schönste Aussicht können Gäste in dieser Zeit nicht von ganz oben genießen. Das Belvedere ist dennoch geöffnet und eine Besichtigung einschließlich des Römischen und des Maurischen Kabinetts ist möglich. Die Kulturveranstaltungen finden wie angekündigt und geplant statt. Falls es überraschend weitere Einschränkungen geben sollte, werden die Besucher zeitnah im Internet unter www.pfingstberg.de und natürlich auch auf Nachfrage (Tel. (0331) 20 05 79 30 / E-Mail: info@pfingstberg.de) informiert.

Potsdam, 02.09.2013

Veröffentlicht von:
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)

Info Potsdam Logo 2013-09-02 11:20:05 Vorherige Übersicht Nächste


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