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Potsdam, 18.10.2013

Notrufannahme: Innenministerium weist Kritik zurück

Fast 438.000 Notrufe gingen im vergangenen Jahr in den Notrufzentralen der Polizei in Brandenburg ein. Im Durchschnitt wird täglich etwa 1.200 Mal der Notruf gewählt. „Schnelle und professionelle Hilfe nach Notrufen ist ein Kernbereich polizeilicher Arbeit. Diese wichtige Aufgabe erfüllen die Mitarbeiter der Notrufzentralen der Polizei. Die Polizeistrukturreform hat daran nichts geändert. Einen Sockel von etwa 60.000 abgebrochenen Notrufversuchen verzeichnete die Brandenburger Polizei auch vor der Reform 2011. „Fälle, in denen Hilfesuchende den Polizeinotruf tatsächlich vergeblich wählen, sind sehr selten“,  betonte der Sprecher des Innenministeriums, Ingo Decker, heute in Potsdam.

Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage hervorgeht, brachen im Jahr 2012 Anrufer in 58.700 Fällen ihren Notrufversuch ab. Mehr als ein Drittel dieser Anrufer legten bereits nach dem ersten Rufzeichen, also innerhalb von weniger als fünf Sekunden wieder auf. Vielfach verwählten sich die Betreffenden oder entschieden kurzfristig, dass der Polizeinotruf offenbar nicht der richtige Adressat für ihr Anliegen war. Bei den verbleibenden zwei Dritteln handelt es sich überwiegend um Mehrfachanrufer. Hier legen die Anrufer aus den unterschiedlichsten Gründen auf und wählen den Notruf anschließend ein weiteres Mal.

Die Zahl der nicht direkt angenommen Notrufe ist tendenziell rückläufig. 2009 brachen 71.600 Anrufer den Notruf ab, bevor ein Einsatzbearbeiter das Gespräch annehmen konnte (2010: 61.530; 2011: 50.280; 2012: 58.700). Die Dauer der durchschnittlichen Wartezeit liegt unverändert bei 13 Sekunden.

Im Ergebnis der Polizeistrukturreform wurde die Anzahl der in Potsdam und Frankfurt (Oder) eingesetzten Notrufbearbeiter außerdem von 45 auf 49 erhöht. Spitzenzeiten, zum Beispiel die Nächte am Wochenende oder Feiertage wie Silvester und Herrentag, bei denen mit erhöhten Notrufaufkommen zu rechnen ist,  werden in der Dienstplanung berücksichtigt. Nicht vorhersehbare Einsatzlagen wie „Blitzeis“ oder Massenunfälle auf der Autobahn führen zu einer Vielzahl von Anrufen in den Notrufzentralen. Hier kann es zu Wartezeiten kommen. Dies sei aber eine Ausnahme.

„Der Polizeinotruf in Brandenburg funktioniert“, sagte Decker. „Die Polizeibeamten in den Lagezentren leisten eine sehr gute Arbeit, um den Bürgern schnellstmöglich zu helfen. Nur in wenigen Ausnahmefällen gelingt dies nicht. Diese werden dann ausgewertet, um mögliche Mängel abzustellen.“

Potsdam, 18.10.2013

Veröffentlicht von:
Polizei Brandenburg

Info Potsdam Logo 2013-10-18 08:22:46 Vorherige Übersicht Nächste


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