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Potsdam, 24.04.2014

Mehr Güter auf Brandenburgs Wasserstraßen

Der Güterumschlag in den Binnenhäfen in Brandenburg ist im Jahr 2013 um 5,5 Prozent auf 4,2 Millionen Tonnen gestiegen. Transportiert werden vor allem Kohle, Rohöl, Erdgas, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Schrott oder Abfälle. Gleichzeitig stieg auf den Wasserstraßen in Brandenburg die Transportmenge insgesamt um 13,8 Prozent auf rund 7 Millionen Tonnen.

Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: „Die Zahlen zeigen, dass die Wasserstraßen als Verkehrsweg eine Zukunft haben. Der Bund muss auch weiterhin in die Wasserstraßen investieren und darf sie gerade in Ostdeutschland nicht aufgeben. Investitionen in die Wasserwege sind sehr nachhaltig. Eine Schleuse hält 50 bis 100 Jahre. Wenn wir heute nicht investieren, bereuen das die kommenden Generationen, denn ein Binnenschiff ersetzt bis zu 100 Lastwagen“

Allein auf dem auf dem Teltowkanal wuchs der Gütertransport gegenüber dem Jahr 2012 um 27,9 Prozent auf über 1 Million Tonnen und auf der Spree-Oder-Wasserstraße bis Eisenhüttenstadt um 13 Prozent auf über 600.000 Tonnen.

Sehr positiv im Jahr 2013 ist die Entwicklung des „ElbePort“ in Wittenberge verlaufen. Mit einem Güterumschlag von ca. 170.000 Tonnen - davon 55.000 Tonnen per Schiff - ist das eine deutliche Steigerung gegenüber dem vorhergehenden Jahr (ca. 80.000 Tonnen). Auch den Hafen Wustermark im Güterverkehrszentrum West fahren wieder Binnenschiffe an. Einmal wöchentlich verkehrt ein Binnenschiff zwischen Hamburg und Wustermark. Der neue Hafenbetreiber HavelPort plant langfristig nicht nur den Schiffsverkehr zu erweitern, sondern auch das Areal am Havelkanal zu entwickeln. S o ist derzeit der Bau einer Schwerguthalle in Planung, in der maximal 120 Tonnen Güter gelagert werden können.

Mit weiterem Wachstum ist zu rechnen, wenn der Ausbau der Wasserstraßenverbindung zwischen dem Rhein und Berlin, das Projekt Deutsche Einheit 17, sowie das neue Schiffshebewerk in Niederfinow für Großmotorschiffe und lange Schubverbände fertiggestellt sind. Für den weiteren Ausbau der Binnenwasserstraßen hat das Infrastrukturministerium den Neubau der Schleusen Kleinmachnow auf 130 Meter und Fürstenwalde auf 115 Meter Länge für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet. 

Das Land hat den Neubau und die Modernisierung der 11 öffentlichen Binnenhäfen als Schnittpunkte zur Wasserstraße seit 1993 mit rund 100 Millionen Euro Fördermitteln bezuschusst. Neu gebaut wurden damit die Häfen in Schwedt, Brandenburg an der Havel, Wustermark im Güterverkehrszentrum Berlin West, Wittenberge und Mühlberg an der Elbe sowie Eberswalde. 

Modernisiert wurden neben dem größten Hafen in Königs Wusterhausen die Häfen in Eisenhüttenstadt, Rathenow, Rüdersdorf und Velten. Neben den 11 öffentlichen Häfen gibt es weitere rund 30 Betriebshäfen, die ebenfalls das Binnenschiff kräftig nutzen. So werden zum Beispiel in Fürstenwalde sowie an den Stahlstandorten Hennigsdorf und Brandenburg an der Havel Binnenschiffe von Firmen eingesetzt.

Die EU-Kommission trägt dem Rechnung und hat die Elbe, den Elbe-Havel-Kanal, die Untere Havel-Wasserstraße, die Havel-Oder-Wasserstraße, die untere Oder sowie die Binnenhäfen im Knoten Berlin und in Brandenburg an der Havel in das Transeuropäische Verkehrsnetz TEN-V zum Jahresende 2013 aufgenommen.

Potsdam, 24.04.2014

Veröffentlicht von:
Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Info Potsdam Logo 2014-04-24 10:16:33 Vorherige Übersicht Nächste


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