Navigation überspringen
Potsdam, 18.06.2020

Landeshauptstadt Potsdam kalkuliert Abwassergebühren neu


Vorwurf der Intransparenz wird zurückgewiesen / Studie ist nicht repräsentativ

Die Landeshauptstadt Potsdam weist die Vorwürfe des Verbandes Haus und Grund zurück, sie würde intransparent mit der Kalkulation von Abwassergebühren umgehen. „Die Trinkwasser- und Abwassergebühren in der Landeshauptstadt werden von den Stadtverordneten in öffentlicher Sitzung beschlossen, sowohl die Beschlüsse als auch die Kalkulationen der Gebühren sind im Internet veröffentlicht“, sagte Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt. Den am Donnerstag veröffentlichten Bericht, bei dem die Abwassergebühren von 100 Städten verglichen werden, wies er als nicht objektiv und zu undifferenziert, was die Berechnungsgrundlage betrifft, zurück.
In dem Bericht hätten die regional unterschiedlichen naturräumlichen, siedlungsstrukturellen Gegebenheiten und ein unterschiedliches Verbrauchsverhalten berücksichtigt werden müssen. Dies ist leider seit Jahren nicht der Fall. Zudem ist das Beispiel für die Berechnung mit einer vierköpfigen Familie in einem Einfamilienhaus mit Garten für Potsdam nicht repräsentativ. In Potsdam ist die durchschnittliche Haushaltsgröße 1,8 Personen und lebt im Mehrfamilienhaus.
„Die pauschalen Vorwürfe weise ich zurück. Es bedarf einer differenzierten Betrachtung, um Ursachen zu benennen. Potsdam hat einen sehr hohen Investitionsbedarf in die technische Infrastruktur aufgrund des Wachstums der Stadt sowie durch anstehende Sanierungen im Netz, die alle aus den Gebühren bezahlt werden und nicht wie andernorts über Sonderzulagen“, sagt der Beigeordnete. Der Bericht umfasst diese Investitionen für die Herstellung, Erhaltung und Erneuerung der Kanalinfrastruktur in den jeweiligen Städten nur dann, wenn sie wie in Potsdam in den Gebühren ist oder explizit als Kanalbaubeitrag ausgewiesen ist. Aufwendungen, welche fallabhängig von den Städten an den Bürger weitergegeben werden und daher nicht in der jeweiligen Gebührensatzung festgehalten sind, werden nicht in den Berechnungen berücksichtigt und sind nicht in das Ranking eingegangen – zum Nachteil von Potsdam.
„In Potsdam haben wir in den vergangenen Jahrzehnten nur sehr geringe Investitionszuschüsse auf die Abwasserinvestitionen erhalten, während in den alten Bundesländern Abwasser-Investitionen durch Fördergelder von bis zu 90 Prozent bezuschusst wurden“, so Rubelt weiter. Der Durchschnittsverbrauch in den neuen Bundesländern (und auch in Potsdam) liegt zudem deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Dadurch sind die tatsächlichen jährlichen Kosten der Haushalte geringer als dargestellt.
Oberbürgermeister Mike Schubert hat bereits angekündigt, dass die Wasser- und Abwasserpreise in diesem Jahr neu kalkuliert werden. Die neue Satzung, die im Jahr 2021 in Kraft treten soll, muss von den Stadtverordneten beschlossen werden. In dem Zusammenhang werden selbstverständlich sowohl die Preise als auch die Kalkulation wie bisher auch öffentlich diskutiert und für jeden zugänglich sein.

Potsdam, 18.06.2020

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2020-06-18 18:00:16 Vorherige Übersicht Nächste


750

Das könnte Sie auch interessieren:

Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 9. bis 15. Februar 08.02.26 - L40 Brücke Horstweg / Horstweg Die stadtauswärtige Brücke der L40 über den Horstweg wird neu gebaut. Der Verkehr in dieser Richtung wird über Mittelstreifenüberfahrten auf die stadteinwärtige ...
Kostenlose Streugutausgabe der STEP trifft auf große Nachfrage in Potsdam

Kostenlose Streugutausgabe der STEP trifft auf große Nachfrage in Potsdam

05.02.26 - Die kostenlose Ausgabe von Streugut durch die Landeshauptstadt Potsdam und die Stadtentsorgung Potsdam (STEP) stößt weiterhin auf sehr großes Interesse. An den Wertstoffhöfen Drewitz und Neuendorfer Anger ...
Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 2. bis 8. Februar 01.02.26 - L40 Brücke Horstweg / Horstweg Die stadtauswärtige Brücke der L40 über den Horstweg wird neu gebaut. Der Verkehr in dieser Richtung wird über Mittelstreifenüberfahrten auf die stadteinwärtige ...
Städtebauliche Varianten für den Brauhausberg vorgestellt

Städtebauliche Varianten für den Brauhausberg vorgestellt

Online-Feedback noch bis 2. Februar möglich 30.01.26 - Rund 400 Interessierte haben an der Vorstellung der städtebaulichen Varianten für den Brauhausberg teilgenommen. Dort soll in den kommenden Jahren ein moderner öffentlicher Universitätscampus entstehen. ...
Standorte und Termine des Schadstoffmobils

Standorte und Termine des Schadstoffmobils

im Januar 2026 26.01.26 - Schadstoffe sind gefährliche Abfälle, die nicht in den Restabfallbehälter gehören, sondern fachgerecht entsorgt werden müssen. Potsdamer Privathaushalte können Schadstoffe, wie beispielsweise ...

 
Facebook twitter