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Potsdam, 11.06.2021
Kreisschulbeirat und Kreiselternrat tagten mit der Rathausspitze

Kreisschulbeirat und Kreiselternrat tagten mit der Rathausspitze


Markus Kobler als Sprecher des Elternrates verabschiedet

Der aktuelle Stand der Kita- und Schulentwicklungsplanung, die Ausstattung von Potsdams Schulen mit IT und Luftfilteranlagen sowie das Schülerticket standen Donnerstagabend im Mittelpunkt der gemeinsamen Sitzung des Kreisschulbeirats und des Kreiselternrats mit der Verwaltungsspitze. Die Sitzung, an der neben Oberbürgermeister Mike Schubert auch die Bildungsbeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam, Noosha Aubel, der Dezernent für die Zentrale Verwaltung, Dieter Jetschmanegg, die Leiterin des Staatlichen Schulamts, Janina Kolkmann, sowie der Werkleiter des Kommunalen Immobilen Service, Bernd Richter, teilnahmen, fand im Treffpunkt Freizeit statt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um den Integrierten Kita- und Schulentwicklungsplan (IKSEP) stellte Oberbürgermeister Mike Schubert klar, dass es Ziel der Verwaltung sei, den Plan mit einer breiten politischen Mehrheit zu beschließen, der auch in zentralen Punkten dem Elternwillen entspricht. „Auch wenn das umfangreiche Werk mit knapp 600 Seiten noch in einem Punkt diskutiert wird, freue ich mich, dass es erstmals gelungen ist, die Planwerke für Kita und Schule zusammenzuführen, ausgelegt auf die kommenden fünf Jahre. Damit schaffen wir die Grundlage für die erfolgreiche Weitentwicklung der Kita- und Schullandschaft in Potsdam.“ Der Sprecher des Kreiselternrates (KER), Markus Kobler, der die gemeinsame Sitzung leitete, lobte die Einbindung beider Gremien, die bereits in der Erarbeitungsphase des Planwerks stattgefunden hatte: „Unsere Meinung wurde gehört. Wir begrüßen insbesondere, dass der von uns geforderte Zuwachs an Gymnasialplätzen berücksichtigt wurde. Hier liegt für uns auch in der weiteren Diskussion der Fokus.“ Die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel gab einen Ausblick: „Unser Ziel ist eine Beschlussfassung zum IKSEP vor der Sommerpause, damit die Pause bereits für die Umsetzung genutzt werden kann, beispielsweise, um Wettbewerbe auszuloben.“ Nach der Befassung des Bildungsausschusses am 22. Juni werden die Stadtverordneten zu einer Sondersitzung zum IKSEP am 23. Juni zusammentreten. Aus den Reihen der Eltern wurde der Wunsch geäußert, bei der künftigen Planungen der Schullandschaft im Norden die Montessoripädagogik stärker zu berücksichtigen.

Der Leiter des Kommunalen Immobilien Service, Bernd Richter, gab einen Überblick über den aktuellen Stand der Planung bzw. Umsetzung von Baumaßnahmen an städtischen Schulen und Schulsportflächen. „Ein Projekt mit großer Ausstrahlung über den Stadtteil hinaus ist das Sportforum am Schlaatz. Wir freuen uns daher, dass es im Zeitplan ist“, so Kobler. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2022 vorgesehen, der Abschluss der Arbeiten zwei Jahre später. Diskutiert wurde erneut die Öffnung von Schulhöfen und Sportplätzen außerhalb der Schulöffnungszeiten. „Grundsätzlich sprechen wir uns weiter für die Öffnung von Schulhöfen aus, sehen aber auch, dass es noch keine umsetzbare Lösung für das Thema Vandalismus gibt“, sagt der Sprecher des Kreiselternrates.

Der Werkleiter informierte außerdem über die Ergebnisse der Prüfung, inwieweit stationäre raumlufttechnische (RLT) Anlagen die Luft in Schulräumen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verbessern können. Hier hatte der Kommunale Immobilen Service externe Expertise hinzugezogen. „Es hat sich gezeigt, dass eine pauschale Lösung, etwa ein Filter pro Raum, nicht zielführend ist, sondern dass die Effektivität stark von den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten abhängt. Die Landeshauptstadt Potsdam nimmt deshalb von der Anschaffung der kostenintensiven Anlagen Abstand. Als gleichsam schnelle und pragmatische Lösung hat die Landeshauptstadt bereits im Februar dieses Jahres 4500 sogenannte CO2-Ampeln für die Schulen angeschafft, die den Luftaustausch durch rechtzeitiges richtigen Lüften fördern“, so Richter.

Nach einem ausführlichen Sachstand zur Schul-IT durch den Leiter des Fachbereichs E-Government, Thomas Morgenstern-Jehia, lobte der Sprecher des Elternrates die intensivere Kommunikation zwischen Verwaltung und Schulen zu dem Thema. Noch in diesem Monat sollen alle Schulen in städtischer Trägerschaft einzeln schriftlich über den Zeitplan für die nächsten Umsetzungsschritte informiert werden. Dies entspricht dem Wunsch, den Schülervertreter und Lehrer geäußert hatten.

Wie bereits in den Vorjahren nahm die Verwaltung Stellung zum Wunsch der Eltern, ein kostenloses Schülerticket einzuführen. Die Bildungsbeigeordnete erläuterte: „Mit den im Juni 2020 abgeschlossenen Erörterungen zur Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Landeshauptstadt Potsdam im Rahmen der AG Bürgerticket wurde auch die Einführung eines kostenloses Schüler- und Azubi-Ticket betrachtet. Von der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP) und der Verwaltung wurde dabei abgeschätzt, dass die zusätzlichen Kosten für ein derartiges Angebot im Tarifgebiet Potsdam AB bei etwa 5,7 Millionen Euro pro Jahr liegen. Damit wurde leider deutlich, dass eine Finanzierung dieses Angebots durch die Landeshauptstadt Potsdam nicht darstellbar ist.“ Zudem sei Potsdam als Mitglied des VBB an eine einheitliche Umsetzung innerhalbes des Verkehrsverbundes gebunden. Aus Elternsicht sei dies zwar bedauerlich, aber nachvollziehbar, so der Vorsitzende des Kreiselternrates.

Oberbürgermeister Mike Schubert verabschiedete anlässlich der gestrigen Sitzung Markus Kobler, der nach langjähriger Tätigkeit im Kreiselternrat sein Ehrenamt ruhen lässt: „Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Arbeit und für die stets konstruktiven Auseinandersetzungen! Über 16 Jahre haben Sie als Sprecher des Kreiselternrates den Elternwillen gegenüber der Politik und Verwaltung vertreten. Sich über so lange Zeit so intensiv ehrenamtlich einzubringen, ist etwas Besonderes“, sagte der Oberbürgermeister. Kobler bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Fachbereichen, dem Staatlichen Schulamt und dem Kommunalen Immobilien Service.

Auch die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel nutzte die Präsenzveranstaltung für abschließende persönlichen Worte: „Die Krise des vergangenen Jahres kam für uns alle unerwartet, aber wir arbeiten alle daran, sie gemeinsam zu bewältigen. Ich habe dabei auf vielen Seiten sehr viel Tatkraft und Engagement erlebt. Deshalb danke ich Ihnen in Ihren jeweiligen Funktionen – ob als Eltern, Schüler, Lehrkräfte oder Vertreter des Schulamts – dafür, wie Sie die Herausforderungen der vergangenen Monate beherzt angenommen haben und sich für gute Lösungen eingesetzt haben!“

 

 

Potsdam, 11.06.2021

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2021-06-11 17:59:09 Vorherige Übersicht Nächste


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