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Potsdam, 31.01.2015

Keine Probleme mit Nitraten im Potsdamer Trinkwasser

In der vergangenen Woche hatte Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag mitgeteilt, dass die Gewässer im Land Brandenburg stark mit Stickstoff/Nitrat belastet sind und dies auch die für die Trinkwasserversorgung genutzten Grundwasserleiter betrifft. Auf Grund mehrerer Nachfragen von besorgten Kunden möchte die Energie und Wasser Potsdam (EWP) die Situation speziell für das Potsdamer Trinkwasser klarstellen. 

Die Aussage ist zwar grundsätzlich richtig, insbesondere dass über Landwirtschaft der größte Anteil der Stickstoffeinträge in die Gewässer erfolgt. Im EWP-Versorgungsgebiet sind die Grundwasservorkommen jedoch nicht mit Stickstoff und Nitrat belastet. Dies hat seine Ursache darin, dass dort wenig bis keine Landwirtschaft betrieben wird. Dies gilt insbesondere für die Einzugsgebiete der fünf Wasserwerke im Potsdamer Raum mit rund 80 Brunnen, die für die Trinkwasserversorgung genutzt werden, 

Diese Grundwasserleiter sind auch frei von Schadstoffen landwirtschaftlicher oder industrieller Herkunft. Dies betrifft insbesondere Pestizide, Schwermetalle oder organische Kohlenwasserstoffe und künstliche Hormone oder hormonell wirksame Substanzen. Somit ist auch das Potsdamer Trinkwasser frei von Nitrat oder anderen unerwünschten Stoffen, die lang- oder kurzfristig die menschliche Gesundheit beeinträchtigen könnten. 

Der Erhalt der guten Trinkwasserbeschaffenheit ist aber kein Selbstläufer – seitens der Mitarbeiter der EWP werden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden große Anstrengungen unternommen, damit dies so bleibt. Um den Schutz der Trinkwasserressourcen zu verbessern, wurden in den vergangenen Jahren neue Trinkwasserschutzgebiete für alle Potsdamer Wasserwerke festgesetzt. Jetzt geht es darum, die Verbote und Nutzungsbeschränkungen zu kontrollieren und durchzusetzen. Hierbei geht es nicht nur um die Trinkwasserbeschaffenheit von heute, sondern auch um die der Zukunft. Das Grundwasser hat ein langes „Gedächtnis“ und Nachlässigkeiten im Schutz machen sich unter Umständen erst nach 30 oder 50 Jahren bemerkbar.

Die EWP ist bemüht, auch in der Zukunft mit einfachen und naturnahen Aufbereitungsverfahren ohne den Einsatz von Chemie aus Grundwasser Trinkwasser herzustellen, damit die Potsdamer Bürger ein möglichst natürliches Produkt nach Hause geliefert bekommen. Das Trinkwasser von der EWP entspricht in allen Punkten den Anforderungen der europäischen und deutschen Richtlinien und kann für die Zubereitung von Speisen und Getränken genutzt werden.

Potsdam, 31.01.2015

Veröffentlicht von:
Energie und Wasser Potsdam

Info Potsdam Logo 2015-01-31 01:52:16 Vorherige Übersicht Nächste


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