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Potsdam, 05.07.2013

Gesundheitsministerium fördert Sprachprojekt für Rettungsdienste

„Im Tandem – Rettungsdienst über Grenzen“ heißt ein Projekt, welches eine praxisorientierte Sprachfortbildung für Angehörige der Rettungsdienste Deutschlands und Polens anbietet. Das Brandenburger Gesundheitsministerium fördert dieses Projekt mit rund 17.523 Euro. Projektträger ist die Landesrettungsschule Brandenburg e.V. Der polnische Projektpartner ist das Wojewodschaftsamt Lebuser Land. „Die sprachliche Ausbildung des Rettungsdienstpersonals ist ein Beitrag zur Förderung grenzüberschreitender Einsätze und ein wichtiges Fundament für zukünftige Einsätze. Hinzu kommen fachliches Können, Kenntnisse der strukturellen Besonderheiten des Gesundheitssystems sowie Rechtskenntnisse des Nachbarlandes“, so Almuth Hartwig-Tiedt, Staatssekretärin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. 

Die zehntägige Sprachfortbildung von deutschen und polnischen Rettungskräften soll im September in Bad Saarow stattfinden. Die bis zu 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus dem deutsch-polnischen Grenzraum mit dem Schwerpunkt Land Brandenburg und Wojewodschaft Lebuser Land.

Die rettungsdienstfachliche Fortbildung an der Landesrettungsschule Brandenburg in Bad Saarow wird im pädagogisch-sprachlichen Teil durch die  Kooperationspartner  Sprachzentrum der Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und  viadrina Sprachen GmbH hervorragend ergänzt. 

„Gemeinsames Trainieren ist die Basis für zukünftige Einsätze. Ziel ist es, die Kursteilnehmer darauf vorzubereiten, sich in Notfallsituationen untereinander und mit polnischen bzw. deutschen Bürgerinnen und Bürgern in englischer Sprache verständigen zu können“, so Hartwig-Tiedt. Darüber hinaus sei ein regelmäßiger fachlicher Austausch der regionalen und überregionalen Verantwortlichen und Akteure notwendig.

Durch das im Dezember 2011 verabschiedete Rahmenabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst waren die ersten gesetzlichen Grundlagen für einen grenzüberschreitenden Rettungsdienst gelegt worden. Dieses Abkommen muss nun in Form regionaler Kooperationsvereinbarungen zwischen den verantwortlichen Trägern der Rettungsdienste grenzüberschreitend umgesetzt werden.

Nach Inkrafttreten des deutsch-polnischen Rahmenabkommens hat zunächst das Bundesgesundheitsministerium Englischkurse für deutsche und polnische Mitarbeiter der Rettungsdienste organisiert und finanziert. Nachdem sich der Bund aus der Finanzierung zurückgezogen hat, sind die regionalen Akteure darauf angewiesen, zur Weiterführung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit finanzielle Unterstützung durch die Regionalverwaltungen und die EU zu bekommen. Das Brandenburger Gesundheitsministerium unterstützt im Jahr 2013 mit seiner Kofinanzierung erfolgreich einen entsprechenden Förderantrag für ein INTERREG-IV-A-Projekt in der Euroregion Pro Europa Viadrina. Die Gesamtkosten des Projekts betragen 34.625 Euro.

Potsdam, 05.07.2013

Veröffentlicht von:
MUGV

Info Potsdam Logo 2013-07-05 10:53:33 Vorherige Übersicht Nächste


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