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Potsdam, 19.03.2013

Eichenprozessionsspinner: Bund muss verträglichstes Mittel freigeben

Brandenburg hat vom Bund die umfassende Zulassung des umweltverträglichsten Mittels zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners gefordert. „Das Land hat seine Hausaufgaben gemacht, aber die notwendigen Genehmigungen des Bundes stehen noch aus“, sagte Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger heute im Kabinett bei der Vorstellung eines landeseigenen Konzepts zur Bekämpfung dieses Schädlings, das von einer Arbeitsgruppe unter Federführung der Forstverwaltung erarbeitet worden war.

Vogelsänger: „Wir haben mit den Landkreisen alles organisiert und sind bestens vorbereitet. Das Land hat genügend Mengen des umweltverträglichen Mittels Dipel ES eingekauft und stellt es den Kommunen zur Verfügung. Was fehlt, ist eine Genehmigung des Bundes, dieses Mittel - so wie auf Waldflächen - auch an Alleen und auf städtischen Grünflächen aus der Luft einsetzen zu können. Ich appelliere an die Bundesregierung, hier schnell im Sinne der Menschen zu entscheiden. Wenn dies nicht geschieht, müssten Mittel verwendet werden, die bekanntermaßen umwelt- und gesundheitsschädlicher sind.“

Laut Vogelsänger kommt es zu der absurden Situation, dass das seit Jahrzehnten eingesetzte und erwiesenermaßen ungefährlichere Mittel Dipel ES nicht aus der Luft über Bäume in Siedlungen, Alleen und Parks angewendet werden darf, weil dafür aufgrund von Formalien die Zulassung fehlt. Nach dem Willen des Bundes sollen stattdessen Mittel wie Dimilin 80 WG und Karate Forst flüssig eingesetzt werden, die für eine Übergangsfrist noch verkehrsfähig sind, aber für Menschen und Tiere schädlich sein können. Vogelsänger: „Man kann niemandem erklären, warum der Bund ein verträglicheres Mittel im Wald zulässt, in Alleen und Siedlungen aber ein für den Menschen und die Umwelt schädlicheres Mittel zum Einsatz kommen muss. Ich erwarte vom Bund sofort eine Notfallzulassung, damit hier Klarheit herrscht und wir in Brandenburg den Eichenprozessionsspinner mit dem dafür am besten geeigneten Mittel aus der Luft effektiv bekämpfen können.“

Potsdam, 19.03.2013

Veröffentlicht von:
Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg

Info Potsdam Logo 2013-03-19 14:25:02 Vorherige Übersicht Nächste


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