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Potsdam, 25.11.2011

Argentinischer Gesandter in der IHK Potsdam

Die IHK Potsdam und die Botschaft der Republik Argentinien haben zum ersten Mal gemeinsam eine Veranstaltung zu Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten in Argentinien organisiert. Der Präsident der IHK Potsdam, Dr.-Ing. Victor Stimming, und der Gesandte der Republik Argentinien, Rolando Burgener, hatten die Ehre, zum Auftakt der heutigen Veranstaltung über 80 Teilnehmer, darunter vorrangig kleine-und mittelständische Unternehmer aus der Region Berlin-Brandenburg, begrüßen zu dürfen. Im Zentrum der Veranstaltung standen Geschäfts-und Investitionsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in Argentinien im Bereich Umwelt & Erneuerbare Energien.

„Es freut mich zu sehen, dass zahlreiche Unternehmen heute in Potsdam die Chance nutzen, sich über Geschäftsmöglichkeiten im argentinischen Markt zu informieren. Die deutsche Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg verfügt über ausgeprägte Kompetenzen im Bereich Cleantech und erneuerbare Energien, die auch schon heute auf den Weltmärkten erfolgreich angeboten werden. Angesichts eines Exportvolumens von derzeit 93 Millionen Euro sehen wir im argentinischen Markt bisher noch unzureichend genutztes Potenzial“, sagte Dr.-Ing. Victor Stimming, Präsident der IHK Potsdam, zum Auftakt der Veranstaltung.

Der Gesandte Rolando Burgener, der das Grußwort von Botschafter Victorio Taccetti verlas, sprach vom hohen Ansehen, das Deutschland in Argentinien genießt. Argentinien ist vor dem Hintergrund des enormen Wirtschaftswachstums stark an der Steigerung deutscher Direktinvestitionen interessiert, insbesondere auch von kleinen-und mittelständischen Unternehmen. Argentinien bietet deutschen Investoren lukrative Möglichkeiten in einem guten Geschäftsumfeld. „Die hohe Qualifikation der Arbeiter, die Reichhaltigkeit und Vielfalt seiner natürlichen Ressourcen, die Freihandelsabkommen, die Kenntnisse seiner Unternehmen über die Märkte der Region sind einige der Gründe, die Argentinien zu einer idealen Plattform machen für den Markteintritt in die Staaten des Mercosur und der anderen Staaten Lateinamerikas", sagte Burgener.

Der argentinisch-spanische Rechtsanwalt Fernández Arnelli bot den Teilnehmern anschließend einen Überblick zu den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Geschäfts- und Investitionsprojekte in Argentinien. Für weitere Details verwies er auf den Investor’s Guide, den das argentinische Unterstaatssekretariat für Investitionsentwicklung herausgegeben hat, und das den Teilnehmern mit weiteren Tagungsunterlagen ausgehändigt wurde.

Anschließend präsentierten deutsche Unternehmensvertreter verschiedene Projekte und Möglichkeiten in Argentinien: José Berges (Senior Vice President and General Manager Functional Solutions, Evonik Industries AG), Dr. Steffen Gruber (Ehemaliger Mitarbeiter im Bioenergieprogramm des Argentinischen Instituts für Agrartechnologie - INTA) und Vanesa Revelli (Geschäftsführerin Lateinamerika, ABO Wind AG) berichteten den Teilnehmern über ihre Erfahrungen und aktuellen Geschäfts- und Investitionsprojekte.

„Als weltweit führender Anbieter von Katalysatoren für die Herstellung von Biodiesel investieren wir in neue Produktionskapazitäten, um das Wachstum unserer Kunden zu begleiten. Südamerika ist für die nächste Zukunft der interessanteste Wachstumsmarkt. Und Argentinien ist in der Region ein sehr wettbewerbsfähiger Biodiesel-Produzent“, sagte Berges.

Dass Argentinien neben den guten Bedingungen im Bereich der Biokraftstoffherstellung zudem über eine Vielzahl weiterer interessanter Projekte und Geschäftsmöglichkeiten im Bioenergiebereich verfügt, machte Dr. Gruber in seinem Vortrag über die Potentiale im Bereich der Biogasproduktion deutlich.

Revelli verwies im Rahmen der Präsentation der Windkraftprojekte ihres Unternehmens in Argentinien auf die Zielvorgabe der Regierung, bis 2016 den Anteil der Erneuerbaren Energien auf mindestens acht Prozent des erzeugten Stroms zu erhöhen. Derzeit sind neue Projektausschreibungen der Regierung und des Energieversorgungsunternehmens ENARSA in Höhe von weiteren 200 MW in Planung. Die entsprechende staatliche Unterstützung für Investitionen durch Steuererleichterungen, steuerliche Anreize für die Exportförderung und zinsgünstige Darlehen ist vorhanden, um ihre Geschäftsaktivitäten in Argentinien, einem Land mit idealen Bedingungen für die Windenergie, weiter auszubauen zu können.

Als gute Ergänzung zu den Serviceleistungen des argentinischen Unterstaatssekretärssekretariats für Investitionsentwicklung berichteten abschließend Oliver Parche, Referatsleiter Nord- und Lateinamerika des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, und Anette Riechmann, Mitarbeiterin der Abteilung Umwelt und Erneuerbare Energien der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer, über die Serviceleistungen, die sie den deutschen Unternehmern bieten, die den Wunsch haben, Geschäfte in Argentinien zu realisieren.

Potsdam, 25.11.2011

Veröffentlicht von:
Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam

Info Potsdam Logo 2011-11-25 10:25:25 Vorherige Übersicht Nächste


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