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Potsdam, 07.12.2016

Arbeiten an nördlichen Kolonnaden der Glienicker Brücke starten

Am heutigen Dienstag hat der dritte Bauabschnitt für die Kolonnaden an der Glienicker Brücke in Potsdam begonnen. Im Beisein von Oberbürgermeister Jann Jakobs überbrachte Heidi Gerber, Projektreferentin in der Abteilung Denkmalförderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), und das Ortskuratorium Potsdam der DSD dank zahlreicher zweckgebundener Spenden einen symbolischen Fördervertrag der DSD über exakt 57.103 Euro für die Restaurierung der nördlichen Kolonnade. Um das Engagement der DSD zu würdigen, stellt die Landeshauptstadt die notwendigen restlichen Finanzhilfen für die Gesamtkosten in Höhe von etwa 400.000 Euro zur Verfügung.

Die Standsicherheit der Kolonnaden an der Glienicker Brücke war lange stark gefährdet. Die inneren Stahlverbindungen der aus Wünschelburger Sandstein bestehenden Säulenarchitektur rosten. Die damit verbundene Volumenzunahme führt zu Rissen und gefährdet die Säulen und Gesimse der die Brücke seitlich begrenzenden Kolonnaden.  Die südliche Kolonnade wurde bereits komplett restauriert. Sie wurde abgebaut und aus den Originalteilen mit neuen Verbindungen aus Edelstahl wiedererrichtet. Bei den nördlichen Kolonnaden mit ähnlichen Schäden wurde erst der einzeln stehende Pylon restauriert.

Die Glienicker Brücke war im 17. Jahrhundert zunächst ein schmaler Holzübergang. Nach und nach ersetzte man diesen durch zwei weitere Übergänge. Anfang des 20. Jahrhunderts folgte die „plumpe Eisenkonstruktion“, über die die Fachwelt spöttelte. Den Spaziergängern und Radfahrern gefiel die Stahlträgerkonstruktion jedoch und die Brücke avancierte rasch zum beliebten Ausflugsziel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut, diente die Brücke als Grenzübergang zwischen Ost und West. Von 1953 bis zum Mauerfall im November 1989 war sie nur mit Sondergenehmigung zu passieren. Im Kalten Krieg erlangte sie zwiespältigen Ruhm als Austauschpunkt für Agenten. Seit 1990 gehört das Ensemble zum Weltkulturerbe Potsdam.

Die Instandsetzung der nördlichen Kolonnaden ist nun nach der abgeschlossenen erfolgten Sanierung der südlichen Kolonnaden dringend erforderlich. Die geplante Bauzeit soll zwischen Dezember 2016 und September 2017 stattfinden.

Potsdam, 07.12.2016

Veröffentlicht von:
Stadtverwaltung Potsdam

Info Potsdam Logo 2016-12-07 11:00:23 Vorherige Übersicht Nächste


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