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Potsdam, 23.04.2015

Abschlussveranstaltung Planspiel Gewässerunterhaltung

„Neue Modelle der Beitrags- und Umlageerhebung für die Gewässerunterhaltung“ sind das Thema einer Veranstaltung, die heute in Potsdam zum Abschluss einer als Planspiel bezeichneten Machbarkeitsstudie vorgestellt werden.

„In diesem Projekt haben wir die Möglichkeiten veränderter Regelungen prüfen lassen, um eine höhere Akzeptanz und mehr Zufriedenheit mit der Verteilung der Kosten der Gewässerunterhaltung zu erreichen“, erläutert Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger das Anliegen.

Das Planspiel geht auf einen Landtagsbeschluss der vergangenen Legislaturperiode (September 2013) zurück, in dem die Landesregierung beauftragt wurde, eine gerechtere Umlage der Kosten für die Unterhaltung der rund 30.000 Kilometer Gewässer II. Ordnung zu prüfen. In ihrem Koalitionsvertrag für die Legislaturperiode 2014 bis 2019 fordert die Landesregierung, dass das Verursacher- und Vorteilsprinzip stärker berücksichtigt werden müsse. 

Im Planspiel wurden Finanzierungsmodelle auf ihre Realisierbarkeit in Brandenburg untersucht. So wurde die Variante geprüft, die jeweils betroffenen Grundstückseigentümer direkt in einem Wasser- und Bodenverband als Mitglieder aufzunehmen. Gegenwärtig sind nur Gemeinden Verbandsmitglieder. Ein weiterer Schwerpunkt war die Bemessung der Mitgliedsbeiträge, insbesondere die Frage, welche Folgen sich ergeben, wenn in Brandenburg zukünftig ein System der Beitragserhebung eingeführt würde, das sich an der jeweiligen Flächennutzung und dem Versiegelungsgrad orientiert. Vorbilder sind Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. 

Das Brandenburger Umweltministerium hatte im Vorfeld allen Wasser- und Bodenverbänden und allen Gemeinden des Landes angeboten, sich an dem Planspiel zu beteiligen. Von den 418 brandenburgischen Gemeinden beteiligten sich 146, von den 25 Wasser- und Bodenverbänden nahmen 22 Verbände teil.

„Was sich im theoretischen Rahmen eines Planspiels als vernünftig und machbar erwiesen hat, muss nun in den Praxistest“, betont Minister Vogelsänger: „Im weiteren Verfahren werden sich Landesregierung und Landtag mit dieser Machbarkeitsstudie befassen. Die Ergebnisse sollen in die aktuell anstehende Novelle des Wassergesetzes des Landes einfließen.“

Potsdam, 23.04.2015

Veröffentlicht von:
Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

Info Potsdam Logo 2015-04-23 11:21:38 Vorherige Übersicht Nächste


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