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Potsdam, 15.01.2019

Weltkriegsbombe nahe Leipziger Dreieck gefunden


Entschärfung am Donnerstag, 17. Januar / Sperrkreis ab 8 Uhr geschlossen

Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Montag auf dem Areal der nördlichen Speicherstadt am Leipziger Dreieck gefunden worden. Die Entschärfung des Blindgängers soll am Donnerstag, 17. Januar, durch Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg erfolgen. Um den Fundort wird ein Sperrkreis von rund 800 Metern Radius eingerichtet. Etwa 5900 Menschen, die innerhalb des Sperrkreises leben, müssen diesen bis 8 Uhr verlassen. Zudem müssen zahlreiche Museen, der Landtag, Landes-Ministerien sowie das Bildungsforum mit der Volkshochschule und der Bibliothek geschlossen werden. Insgesamt ist die gefundene Fliegerbombe der Weltkriegssprengkörper 194 seit 1990 in der Landeshauptstadt. In dieser Statistik werden Fliegerbomben ab 50 Kilogramm erfasst. Unter dem Link Unter https://egov.potsdam.de/gis-kmb kann eine adressgenaue Karte zum Sperrkreis eingesehen werden.

Der Sperrbereich wird begrenzt durch die Dortustraße, Yorckstraße, Am Kanal, Burgstraße, die Nuthe, Humboldtring, Friedhofsgasse, Wirtschaftswege rund um den Brauhausberg sowie in der Templiner Vorstadt die Templiner Straße, Leipziger Straße und den Stichweg zum Havelufer. Im Sperrgebiet befinden sich unter anderem die Speicherstadt, die Staatskanzlei Brandenburg, der Landtag sowie mehrere Ministerien, der Hauptbahnhof, die Polizeidirektion, zwei Pflegeheime, eine Einrichtung des betreuten Wohnens, die Comenius-Schule, das Sport- und Freizeitbad „blu“, das Hotel Mercure, das Rechenzentrum, der Neue Markt, der Alte Markt, die Freundschaftsinsel, das Extavium, und die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Das Potsdam-Museum, das Filmmuseum, das Kunstmuseum Barberini und das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte sowie die Volkshochschule und die Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum müssen ab 8 Uhr bis zum Ende der Sperrungen geschlossen bleiben. Während der Sperrung steht das Soziokulturelle Zentrum Freiland in der Friedrich-Engels-Straße als Aufenthaltsort für Betroffene zur Verfügung.

Für Autofahrer aus Richtung Süden bedeuten die Sperrungen im Innenstadtbereich eine Umleitung über Saarmund und Bergholz-Rehbrücke nach Potsdam. Die Heinrich-Mann-Allee ist ab Horstweg gesperrt, die Umleitung führt über Horstweg und Nuthestraße. Aus Richtung West führt die Umleitung über die Breite Straße, Dortustraße, Yorckstraße und Straße Am Kanal zur Humboldtbrücke. Es wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Von den Sperrungen betroffen sind die Straßenbahnlinien 91, 92, 93, 96 und 98 ab Platz der Einheit in Richtung Süden sowie sämtliche Buslinien ab und vom Hauptbahnhof. Die Straßenbahnen fahren ab 8 Uhr ohne Halt zwischen Platz der Einheit und Friedhofsgasse durch. Sobald der Sperrkreis abgesichert ist und der Sprengmeister mit der Entschärfung beginnt, wird der Verkehr auf den Tramlinien komplett unterbrochen. Sämtliche Busse starten und enden ab 8 Uhr am Platz der Einheit in Richtung Nord und West sowie in am Rathaus Babelsberg in südliche und östliche Richtung. Die Vollsperrungen gelten bis zur offiziellen Entwarnung.

Einschränkungen gibt es auch im Regionalverkehr und bei der S-Bahn. Der Potsdamer Hauptbahnhof ist ab 8 Uhr komplett gesperrt. Die S-Bahnen in Richtung Berlin starten und enden ab 8 Uhr am S-Bahnhof Babelsberg. Die Regionalbahnen fahren bis zum Start der Entschärfung ohne Halt am Hauptbahnhof.

Mehr als 300 Helferinnen und Helfer, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei sind am Donnerstag im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern. Informationen rund um die Entschärfung und den Sperrkreis erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt ab sofort unter der Nummer (0331) 289 1677 sowie 289 1642. Personen, die nicht selbstständig den Sperrkreis verlassen können, melden sich bitte frühzeitig bei der Potsdamer Feuerwehr unter (0331) 370 1216, um einen Transport für Donnerstag zu bestellen.

Potsdam, 15.01.2019

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2019-01-15 16:19:49 Vorherige Übersicht Nächste


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