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Potsdam, 10.12.2012

Weihnachtsmärkte sind beliebt bei Taschendieben

Ein Bummel mit der Familie, ein Glühweinumtrunk mit den Kollegen, für die Kinder eine Fahrt mit dem Karussell - der Besuch eines Weihnachtsmarkts gehört für viele im Advent einfach dazu. Leider auch für Taschendiebe. Die Polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2011 verzeichnet mit 120.790 Fällen von Taschendiebstahl bundesweit einen Anstieg um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2010: 104.145 Fälle). Im Faltblatt "Schlauer gegen Klauer" finden Weihnachtsmarktbesucher hilfreiche Informationen und Tipps, um den Langfingern die Diebestour zu vermasseln. Es ist bei jeder Polizeidienststelle sowie im Internet unter www.polizei-beratung.de erhältlich. 

"Gerade in den Gängen zwischen den Buden oder beim Anstehen vor besonders begehrten Ständen herrscht oft unübersichtliches Gedränge. Da ist es für Diebe einfach, an Wertsachen zu kommen. Innerhalb von nur wenigen Sekunden sind die Brieftasche, die Kreditkarten oder das Handy verschwunden", erklärt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Taschendiebe arbeiten meist in Gruppen: Einer lenkt das Opfer ab, ein weiterer "zieht" die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter. Der taucht damit in der Menge unter. Werden die Diebe nicht auf frischer Tat ertappt, sind sie meist nur schwer ausfindig zu machen - zumal die Opfer erst spät den Verlust bemerken und die Täter nicht beschreiben können.

Die Diebe beobachten ihr Opfer lange und genau. Sie rempeln den Betroffenen an, verwickeln ihn mit fadenscheinigen Fragen in ein Gespräch, bieten übersteigerte Hilfsbereitschaft an oder beschmutzen beispielsweise die Kleidung des Opfers, um mit ihm in Kontakt zu kommen. Beliebt ist der Drängel-Trick in den engen Gassen zwischen den Buden. Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die in der Manteltasche befindliche Geldbörse quasi "griffbereit" anbietet.

 

Tipps für einen unbeschwerten Besuch auf dem Weihnachtsmarkt:

  • Taschendiebe lassen sich manchmal schon am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute (Hand- oder Umhängetasche).
  • Nehmen Sie bei einem Bummel über den Weihnachtsmarkt nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.
  • Tragen Sie Geld, Zahlungskarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.
  • Achten Sie gerade in einem Gedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder "in die Zange" genommen werden.
  • Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie (schon gar nicht auf der Zahlungskarte).
  • Sollten Ihnen Zahlungskarten abhanden gekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, z. B. telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116.

Darüber hinaus liegen bei den örtlichen (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen Faltblätter mit weiteren Tipps gegen Taschen- und Karten-Diebstahl aus, die auch als PDF heruntergeladen werden können: 

"Schlauer gegen Klauer! - Wichtige Tipps gegen Tricks von Taschendieben": Das Faltblatt bietet zusätzlich zu den Tipps einen Notfallpass zum Heraustrennen mit allen wichtigen Telefon- und Sperrnummern von Scheck- und Kreditkarten. Dazu gehört auch eine Checkliste mit Sofortmaßnahmen für Opfer und Zeugen, damit diese bei einem Dieb-stahl richtig reagieren können.

"Vorsicht "Karten-Tricks"! - So schützen Sie sich vor dem Missbrauch Ihrer Zahlungskarte"

 

Profil Programm Polizeiliche Kriminalprävention

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

Potsdam, 10.12.2012

Veröffentlicht von:
Polizei Brandenburg

Info Potsdam Logo 2012-12-10 11:56:35 Vorherige Übersicht Nächste


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