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Potsdam, 19.01.2017

Umspannwerk Golm bietet mehr Versorgungssicherheit und Option zur Versorgung Potsdams mit mehr Ökostrom

Mit der Fertigstellung des neuen 110/10-Kilovolt-Umspannwerkes in Golm haben die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) und deren Tochterunternehmen Netzgesellschaft Potsdam GmbH (NGP) einen weiteren, wichtigen Schritt zur Entwicklung der örtlichen Netzinfrastruktur erfolgreich absolviert. Im Potsdamer Hochspannungsnetz werden nunmehr sechs 110/10-kV-Umspannwerke betrieben. EWP-Geschäftsführer Carsten Stäblein präsentierte die neue Anlage in Golm heute bei einem Vor-Ort-Termin mit Medienvertretern und erläuterte die Vorteile. 

Stäblein: "Die EWP und die NGP als Unternehmen der Energiewirtschaft agieren immer im Wertedreieck zwischen Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit. Der erfolgreiche Bau des Umspannwerkes trägt dem wachsenden Strombedarf im Norden in Folge der Expansion der Landeshauptstadt Rechnung. Wir haben durch die dritte Einspeisemöglichkeit von 110-Kilovolt-Hochspannung aus dem vorgelagerten Netz der EDIS AG unsere Versorgungssicherheit weiter erhöht. Wir haben damit außerdem die Option geschaffen, zusätzliche Mengen von grünem Strom, der außerhalb Potsdams erzeugt wird, in die Stadt zu holen, ohne dabei das Netz zu überlasten. Der Bau des Umspannwerkes wird sich außerdem günstig auf die weitere Entwicklung der Netznutzungsentgelte für die Potsdamer Kunden auswirken."

Die neue Anlage ermöglicht es, die technischen Standards auf der 10-Kilovolt-Spannungsebene weiter auszubauen und eine einheitliche Mittelspannungsebene zu schaffen. Bisher wurde die Mittelspannungsebene der neuen Ortsteile überwiegend mit 15 Kilovolt betrieben. Weitere positive Effekte sind die Reduzierung der Netzverluste und die Fernüberwachung und Steuerung durch die zentrale Leitwarte im Heizkraftwerk Potsdam-Süd. Das Umspannwerk ermöglicht auch die Erhöhung der Anschlusskapazitäten für den Potsdamer Nordraum und den Wissenschaftspark Golm.

Das neue Umspannwerk Golm entstand außerhalb der Wohnbebauung und berücksichtigt selbstverständlich die Vorschriften des Lärm- und Immissionsschutzes. Die Investitionskosten einschließlich Freileitung lagen bei 6,2 Millionen Euro. 

Die Hauptabteilungsleiterin Energietechnik, Cordula Schmaler erläuterte: "Das Projekt untergliederte sich in die Bereiche Herstellen einer 110-Kilovolt-Freileitungsverbindung sowie Errichten eines Umspannwerkes. Baustart für beide Bereiche war Juli 2015. Während die Freileitung unter Aufsicht von Archäologen und Naturschutzbeauftragten wie vorgesehen bis November 2015 errichtet und beseilt werden konnte, verzögerte sich der für Juni 2016 geplante Anschluss an die 110-Kilovolt-Freileitung der E.DIS durch Brut eines Fischadlerpaares um zwei Monate. Am 15. August 2016 erfolgte die Abnahme und Inbetriebnahme des 110-Kilovolt-Umspannwerkes und der Freileitung."

Potsdam, 19.01.2017

Veröffentlicht von:
Stadtwerke Potsdam GmbH

Info Potsdam Logo 2017-01-19 09:43:03 Vorherige Übersicht Nächste


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