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Potsdam, 24.02.2021

Tram in Potsdams Norden: Stadt bleibt im Gespräch mit Anwohnern


Landeshauptstadt Potsdam

Die Landeshauptstadt Potsdam bleibt hinsichtlich der Tramerweiterung in den Potsdamer Norden weiter im Gespräch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern. Zusammen mit dem ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH wird daher der Eindruck einer heutigen Presseberichterstattung zurückgewiesen, die Potsdamerinnen und Potsdam würden nicht in die Planung eingebunden. Das Gegenteil ist der Fall.

Zu der bisherigen Vorplanung hat bereits Kommunikation mit betroffenen Anwohnern und Eigentümern stattgefunden. Daher sind die Befürchtungen einzelner Anwohner hinsichtlich der Lärmbelastung und möglicher Erschütterungen bekannt. Bei diesem Austausch wurde auf den Planungsprozess, den ein solch großes Projekt durchläuft, hingewiesen und auf die noch ausstehenden Lärm- und Erschütterungsgutachten aufmerksam gemacht.

Für die Straßenbahnerweiterung bis nach Krampnitz wird aktuell die Entwurfs- und Genehmigungsplanung erstellt. Hierzu zählen auch verschiedene Gutachten zu den geplanten Verkehrsanlagen wie Schall- und Erschütterungsgutachten sowie Umweltgutachten. Diese werden noch in diesem Jahr unter Berücksichtigung der aktuell gültigen gesetzlichen Festlegungen erstellt. Insgesamt werden somit alle für das Planfeststellungsverfahren notwendigen Unterlagen zum Projekt erstellt.

Erst wenn die Ergebnisse dieser Gutachten vorliegen, lassen sich konkrete Maßnahmen zur Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutzes ableiten. Landeshauptstadt und Verkehrsbetrieb haben natürlich Verständnis dafür, dass sich betroffene Anwohner frühzeitig mit ihren Anliegen äußern und sich für ihre Belange einsetzen. Aus diesem Grund wurde bereits im Sommer des vergangenen Jahres ein umfangreicher Onlinedialog öffentlich angeboten und die aktuellen Planungsstände der Tramstrecke vorgestellt. Hinweise, Meinungen und Fragen der Potsdamerinnen und Potsdamer und insbesondere der unmittelbar betroffenen Anwohner waren ausdrücklich erwünscht. Insgesamt wurden im Rahmen des Onlinedialogs mehr als 100 teilweise sehr ausführliche Anfragen gestellt, die die Landeshauptstadt gemeinsam mit dem Verkehrsbetrieb mit einer ausführlichen Ergebnisdokumentation zum aktuellen Projektstand beantwortet haben.
Vor dem Hintergrund dieser positiven Erfahrungen wurde der Onlinedialog Ende des vergangenen Jahres zudem noch einmal für drei Wochen geöffnet. Auf www.tram96.de konnten in diesem Zeitraum Anmerkungen sowie vertiefende Fragen zu den Inhalten der Dokumentation, die als Ergebnis des ersten Onlinedialogs entstanden ist, geäußert werden. Die Planerinnen und Planer haben anschließend ihre Antworten zu einzelnen Themen noch einmal vertieft. Die dazugehörigen Antworten werden bis Ende Februar veröffentlicht.

Die Planung zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes zur Erschließung des Potsdamer Nordens ist auf der Homepage des Vorhabenträgers ViP, auf www.tram96.de veröffentlicht. Dort kann auch der Lageplan für den Streckenabschnitt über die Insel Neu Fahrland von der Öffentlichkeit eingesehen werden. Es bleibt erklärtes Ziel, den begonnenen Dialog mit geeigneten Mitteln fortzuführen, über neue Projektstände regelmäßig zu informieren und mit betroffenen Anwohnern geeignete Lösungen zu finden.

Die Verlängerung der Straßenbahn 96 ist das aktuell wichtigste Infrastrukturprojekt in der Landeshauptstadt und ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende. Mit dem Projekt wird der gesamte Potsdamer Norden besser an den ÖPNV angebunden; neben dem neu entstehenden Stadtteil Krampnitz werden auch die bestehenden Ortsteile davon profitieren.

Neben der Erschließung des Potsdamer Nordens einschließlich des neuen Quartiers in Krampnitz ist im Übrigen vorgesehen, das Bus-Angebot auszuweiten, die Linien des Bus-Verkehrs den neuen Anforderungen anzupassen, den Bahnhof Marquardt als Übergang in den Regionalverkehr der DB auszubauen sowie einen Radschnellweg von Potsdam nach Krampnitz zu bauen. Außerdem werden entlang der B2 die Radwege ausgebaut. Insgesamt wird das Ziel verfolgt, im Potsdamer Norden die Angebote des ÖPNV und für den Radverkehr deutlich zu verbessern, um den Menschen ein attraktives Angebot zur Vermeidung von Kfz-Verkehr geben zu können.

 

Potsdam, 24.02.2021

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2021-02-24 18:03:49 Vorherige Übersicht Nächste


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