Navigation überspringen
Potsdam, 25.06.2013

Tack: Schadensregulierung und Prävention zwei Seiten einer Medaille

Umweltministerin Anita Tack begrüßt die schnelle  Bereitstellung von Finanzhilfen des Bundes zur Beseitigung der Flutwasserschäden. Gleichzeitig erneuerte sie ihre Forderung nach einer nationalen Hochwasserkonferenz. „Es bleiben viele Fragen offen, die länderübergreifend geklärt werden müssen“, so Tack. Als Beispiel nannte sie die Einführung einer Elementarschadenpflichtversicherung mit bezahlbaren Prämien als sinnvolle gemeinschaftliche und solidarische Vorsorgemaßnahme. 

„Wenn keine Elementarschadenzusatzversicherung besteht, werden Schäden durch Naturkatastrophen  derzeit vor allem durch staatliche Ad-hoc-Maßnahmen und private Spenden reguliert. Für diese staatlichen und privaten Hilfen gibt es jedoch keinen Rechtsanspruch. Dies führt für die Beteiligten zu Rechtsunsicherheit“, so die Ministerin mit Blick auf einen Entschließungsantrag des Bundesrates, der am 5. Juli von Brandenburg eingebracht wird. Nur ein Rechtsanspruch könne Planungssicherheit für die Betroffenen, für Politik und Verwaltung und die Versicherer bewirken.

Hochwasserschutz ist Länderaufgabe. Alle Länder können von großen Hochwasserereignissen getroffen werden und müssen erhebliche Anstrengungen für Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge unternehmen. Brandenburg hatte bereits 2010 eine nationale Hochwasserkonferenz gefordert. Damals hatte die Bundesregierung das abgelehnt. „Wir halten eine länderübergreifende Auswertung des aktuellen Hochwassergeschehens für dringend erforderlich“, so die Ministerin. Ziel müsse die Erarbeitung einer zwischen Bund und Ländern abgestimmten Gesamtstrategie für einen nationalen Hochwasserschutzpakt sein. Dabei soll es laut Tack u.a. um Flächenvorsorge für die Schaffung von Retentionsräumen und natürlichen Wasserrückhalt, um einen abgestimmten technischen Hochwasserschutz und eine länderübergreifende Vorbereitung von Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz gehen. 

„Und wir brauchen mehr Engagement beim Klimaschutz“, so Tack mit Blick auf das zweite „Jahrhunderthochwasser“ innerhalb von drei Jahren. Die extremen Wetterlagen nehmen zu. Die Bundesregierung muss auf nationaler und internationaler Ebene ihre Anstrengungen für einen mehr Klimaschutz erhöhen. 

400 Millionen Euro wurden in Brandenburg seit 1997 in die Hochwasserabwehr investiert. „Aber, Hochwasserschutz ist und bleibt eine Generationenaufgabe“, so die Ministerin. Brandenburg setzt neben sanierten Deichen vor allem darauf, den Flüssen mehr Raum zu geben. „Die weitere Ausweisung von Retentionsflächen hat auch für Brandenburg eine zentrale Bedeutung, ist aber ohne finanzielle Entschädigungszahlungen an Eigentümer beziehungsweise Landnutzer nicht machbar“, sagte Tack und forderte hierfür einen zweckgebundenen Einsatz von Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Agrar- und Küstenschutz“ (GAK) und eine entsprechende Aufstockung der Mittel. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf auf Bundes- und EU-Ebene“, so die Ministerin.

Potsdam, 25.06.2013

Veröffentlicht von:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV)

Info Potsdam Logo 2013-06-25 14:05:10 Vorherige Übersicht Nächste


1755

Das könnte Sie auch interessieren:

Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 12. bis 18. Januar 10.01.26 - L40 Brücke Horstweg / Horstweg Die stadtauswärtige Brücke der L40 über den Horstweg wird neu gebaut. Der Verkehr in dieser Richtung wird über Mittelstreifenüberfahrten auf die stadteinwärtige ...
Stadtwerke-Verbund sichert Versorgung und Mobilität bei winterlicher Wetterlage

Stadtwerke-Verbund sichert Versorgung und Mobilität bei winterlicher Wetterlage

08.01.26 - Die Stadtwerke Potsdam haben sich auf die anhaltende winterliche Wetterlage eingestellt. Oberste Priorität haben die Sicherheit von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Potsdam sowie die Aufrechterhaltung aller ...
Sicherheit der Trinkwasserleitungen bei kalten Witterungsverhältnissen

Sicherheit der Trinkwasserleitungen bei kalten Witterungsverhältnissen

Vorkehrungen zum Schutz vor Kälte 08.01.26 - Kälteempfindliche Infrastrukturen, wie zum Beispiel Trinkwasserleitungen werden stets in einer frostsicheren Tiefe im Boden verlegt und sind zudem permanent durchflossen. Das bedeutet, dass sich das Wasser ständig ...
Charlotte und Theo beliebteste Vornamen für Kinder in Potsdam

Charlotte und Theo beliebteste Vornamen für Kinder in Potsdam

Insgesamt 2.361 Babys in Potsdam geboren 07.01.26 - Die beliebtesten Vornamen für Neugeborene in Potsdam im Jahr 2025 waren Charlotte und Theo. Das geht aus dem Register des Standesamtes der Landeshauptstadt hervor. „Ich wünsche allen Familien ein gesundes neues ...
Im Januar werden die Weihnachtsbäume eingesammelt

Im Januar werden die Weihnachtsbäume eingesammelt

zwischen dem 5. und 30. Januar 05.01.26 - Die Weihnachtsbaumsammlung in Potsdam findet zwischen dem 5. und 30. Januar statt. In diesem Zeitraum sind für jede Straße jeweils zwei Termine zur Abholung der Weihnachtsbäume vorgesehen. Damit die Sammlung ...

 
Facebook twitter