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Potsdam, 22.02.2017

Start des Modellversuchs in der Zeppelinstraße im Juni geplant

Die Landeshauptstadt Potsdam plant den Modellversuch in der Zeppelinstraße in der ersten Juniwoche zu starten. Die aktuelle Zeitplanung für die Umsetzung hat Norman Niehoff, Bereichsleiter Verkehrsentwicklung, am 21. Februar 2017 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr vorgestellt. Die Markierungsarbeiten zur Umgestaltung der Zeppelinstraße werden nicht, wie ursprünglich geplant, in den Osterferien fertiggestellt, sondern erst nach Abschluss der noch geplanten Deckensanierung in der Geschwister-Scholl-Straße, Abschnitt zwischen Kastanienallee und der Straße Am Neuen Palais, in der Zeit vom 20.03.2017 bis voraussichtlich zum 28.04.2017. Die Erneuerungsmaßnahme ist notwendig, da die Fahrbahndecke mit einfachsten Unterhaltungsmaßnahmen nicht zu reparieren ist und Ausweichstellen für die Busbegegnungen geschaffen werden müssen. Zudem werden Arbeiten im Bankett und im weiteren Seitenbereich durchgeführt, um die Ableitung des Oberflächenwassers zu verbessern.

Norman Niehoff führt dazu aus: „Unser Ziel ist es zeitgleiche Behinderungen für den Autoverkehr durch verschiedene Einschränkungen in einem Gebiet ausschließen, um die Belastungen für Autofahrer nicht unnötig zu erhöhen.“

Bis zum Start des Modellversuchs wird es weitere Verbesserungen geben, um das Umsteigen auf den ÖPNV und das Fahrrad für Autofahrer noch attraktiver zu machen. So werden bis Ende April die Fahrradparkplätze am Bahnhof Charlottenhof um 160 Abstellplätze erweitert. Ergänzt wird das Vorhaben um den Einbau eines Blindenleitsystems von der Straßenbahnhaltestelle bis zum Bahnhofsgebäude und zu den Aufzügen. Bis dahin wird darüber hinaus der bestehende P&R-Parkplatz am Bahnhof Pirschheide aufgewertet, um die Nutzungsmöglichkeiten für Pendler aus dem Umland zu verbessern. Geplant ist, die Abstellflächen so zu markieren und zu sortieren, dass den Parkenden eine unkomplizierte und geordnete Verkehrsanlage zur Verfügung gestellt wird, bei welcher die vorhandenen Flächen optimal ausgenutzt werden. Auch das Angebot an Fahrradabstellplätzen soll erweitert werden. Zudem erfolgt ein Ausbau der Beleuchtung des Geländes.

Bereits seit Juli 2016 steht ab dem Ortseingang Potsdam eine separate Busspur stadteinwärts mit einer Länge von etwa 800 m bis zur Forststraße zur Verfügung.

Seitdem kann die neu hergestellte Busspur in Teilen auch als Zufahrt zum Park & Ride - Parkplatz am Bahnhof Potsdam Pirschheide genutzt werden. Dort stehen ca. 160 Stellplätze mit einer direkten Straßenbahnanbindung zur Verfügung. Die Straßenbahnen verkehren im Berufsverkehr im 10-Minutentakt. Die Fahrzeit in die Innenstadt beträgt 10 Minuten.

Seit dem 30.08.2016 gelten aus Lärmschutzgründen in der Zeppelinstraße Geschwindigkeitsbeschränkungen. Im Abschnitt zwischen Kastanienallee und Breite Straße ist die Geschwindigkeit ganztags auf 30 km/h begrenzt. Für die Abschnitte zwischen Forststraße bis Kastanienallee sowie Breite Straße bis Schopenhauerstraße erfolgte die Begrenzung auf 30 km/h zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Diese Maßnahme ist Bestandteil der Umsetzung der Lärmaktionsplanung der Landeshauptstadt Potsdam und soll die Lärmbelastung der Wohnbevölkerung in der Zeppelinstraße mindern.

Seit Anfang dieses Jahres gibt es auf der Strecke zwischen Werder (Havel) und Potsdam darüber hinaus ein verbessertes ÖPNV-Angebot. Die Busse der Linien 631 und 580 fahren seither in den Spitzenzeiten, also in den Morgen- und den Nachmittagsstunden, auf dieser Strecke häufiger, d. h in den Hauptverkehrszeiten werden statt bisher 4 Fahrten nunmehr 6 Fahrten pro Stunde angeboten. Die Buslinie 631 fährt zu diesen Zeiten alle 15 Minuten und die Buslinie 580 im 30-Minuten-Takt.

Während der Laufzeit des Modellversuchs wird der Straßenraum neu aufgeteilt. Für Autofahrer stehen dann je eine durchgängige Fahrspur in stadteinwärtiger und stadtauswärtiger Richtung sowie eine Abbiegespur zur Verfügung. Stadtauswärts gibt es dann für Fahrradfahrer einen markierten Fahrstreifen auf der Fahrbahn. Somit müssen Fußgänger und Radfahrer den zu schmalen Gehweg nicht mehr gemeinsam nutzen. Die Verbesserung der Situation wurde bereits mit dem Radverkehrskonzept aus dem Jahre 2008 beschlossen.

Notwendig wird die Umgestaltung der Zeppelinstraße, da seit Jahren die Grenzwerte an gesundheitsschädlichen Luftschadstoffen regelmäßig überschritten werden. Die Stadtverordneten hatten daher beschlossen, in einem Modellversuch zu testen, ob sich durch die Neuaufteilung des Straßenraumes, von der eine dauerhafte Änderung des Verkehrsverhaltens und somit eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs auf der Strecke erwartet wird, die Luftschadstoffwerte verbessern.

Potsdam, 22.02.2017

Veröffentlicht von:
Stadtverwaltung Potsdam

Info Potsdam Logo 2017-02-22 11:42:49 Vorherige Übersicht Nächste


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