Navigation überspringen
Potsdam, 25.04.2013

Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes notwendig

„Der Öffentliche Gesundheitsdienst ist neben der ambulanten und stationären Versorgung die dritte tragende Säule des Gesundheitswesens. Sein Ansatz ist sowohl bevölkerungsmedizinischer als auch individueller und sozialkompensatorischer Art“, so Gesundheitsministerin Anita Tack heute auf dem 63. wissenschaftlichen Kongress des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. Sie würdigte die Arbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung, vor allem im Bereich der Prävention. 

Als Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Länder versicherte Tack, dass die Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) ein Anliegen aller Länder sei. „Wir stellen fest, in den Gesundheitsämtern der Länder sind inzwischen viele Stellen für Fachärztinnen und Fachärzte unbesetzt“, so die Ministerin. Diesem Trend müsse durch nachhaltige Maßnahmen, unter anderem im Vergütungsbereich, entgegengewirkt werden. Das Land Brandenburg setze sich dafür ein, dass die Ärztinnen und Ärzte des ÖGD in den Tarifvertrag der Ärzte aufgenommen werden. 

Durch Gesetzesänderungen und durch die Wahrnehmung zahlreicher öffentlicher Aufgaben sind die Anforderungen an den Öffentlichen Gesundheitsdienst in den vergangenen Jahren ständig gestiegen. Das gilt sowohl in den Bereichen hoheitlicher Überwachungsaufgaben als auch für individuelle Beratungs- und Betreuungsangebote. Hinzu kommen Veränderungen in der Bevölkerung durch die demografische Entwicklung, die sowohl den ÖGD als auch die Bundes- und Landespolitik vor neue Herausforderungen stellen.

„Wir müssen jetzt den Weg ebnen für die flächendeckende gesundheitliche Versorgung der Zukunft, in einer älter werdenden Gesellschaft, die keine Regionen zurücklässt und die Akteure vor Ort stärkt. Für mich ist die bessere Vernetzung aller Akteure ein wichtiges Ziel. Hiermit haben wir in Brandenburg gute Erfahrungen gemacht, vor allem wenn es um neue Versorgungsstrukturen geht“, so Tack. Dabei hob sie die besondere Rolle des ÖGD in der präventionsmedizinischen und diagnostischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen hervor. „Ärztliche und zahnärztliche Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen von drohenden Fehlentwicklungen oder Behinderungen. Durch die Vermittlung von entsprechenden Hilfsangeboten kann diesen dann entgegengewirkt werden“, so die Ministerin. 

Ein besonderer Aspekt ist laut Tack die Sozialarbeit in den Gesundheitsämtern, deren Schwerpunkt in der Kinder- und Jugendmedizin bei Familien mit kleinen Kindern oder auch bei Familien in schwierigen Lebenslagen ist. Darüber hinaus ist der ÖGD ein wesentliches Glied bei der psychiatrischen Versorgung seelisch kranker Menschen sowie bei der Betreuung von chronisch Kranken oder Menschen mit Behinderung. 

Ministerin Anita Tack nimmt morgen im Rahmen des Kongresses an der Podiumsdiskussion “Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe – Welche Rolle spielt der Öffentliche Gesundheitsdienst?“ teil. Die Diskussion ist als Plenumsveranstaltung geplant und beginnt morgen  (26. April) um 11 Uhr im Estrel-Hotel Berlin, Sonnenallee 225. 

Potsdam, 25.04.2013

Veröffentlicht von:
MUGV

Info Potsdam Logo 2013-04-25 14:18:40 Vorherige Übersicht Nächste


1794

Das könnte Sie auch interessieren:

Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 20. bis zum 26. Juli 17.07.26 - Potsdamer Chaussee Höhe Krampnitz Für die Anbindung des Stadtteils Krampnitz an das Straßennetz wird ein neuer Knotenpunkt auf der Potsdamer Chaussee (B2) zwischen Hannoversche Straße und Rotkehlchenweg ...
Landeshauptstadt Potsdam untersagt Wasserentnahme

Landeshauptstadt Potsdam untersagt Wasserentnahme

Aus Seen, Flüssen und Gräben 17.07.26 - Die Landeshauptstadt Potsdam hat als Untere Wasserbehörde die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern mit Pumpvorrichtungen zu Bewässerungszwecken per Allgemeinverfügung untersagt. Die Verfügung ...
EWP empfiehlt sorgsamen Umgang mit Trinkwasser in Hitzeperioden

EWP empfiehlt sorgsamen Umgang mit Trinkwasser in Hitzeperioden

Trinkwasser-Tacho zeigt den Potsdamer Wasserverbrauch online 16.07.26 - Wenn die Temperaturen steigen, steigt meist auch der Trinkwasserverbrauch. Mit einem bewussten Umgang mit Trinkwasser können alle Potsdamerinnen und Potsdamer dazu beitragen, die Versorgung zu entlasten und unsere wertvolle ...
Offizieller Bohrstart für Tiefengeothermie am HKW Süd

Offizieller Bohrstart für Tiefengeothermie am HKW Süd

EWP erschließt weitere Wärmequelle für Potsdam 13.07.26 - Die Energie und Wasser Potsdam (EWP) hat die Bohrungen zur Tiefengeothermie am Heizkraftwerk Süd offiziell gestartet. Ziel ist es, Erdwärme am Standort für die künftige Fernwärmeversorgung in Potsdam ...
Stadtwerkefest 2026 begeistert mehr als 20.000 Gäste

Stadtwerkefest 2026 begeistert mehr als 20.000 Gäste

Neues Konzept in der Schiffbauergasse überzeugt 12.07.26 - Aus Potsdam, für Potsdam: Das 22. Stadtwerkefest der Stadtwerke Potsdam ist mit einer erfolgreichen Premiere am neuen Standort in der Schiffbauergasse zu Ende gegangen. An zwei Tagen folgten mehr als 20.000 Besucherinnen und ...

 
Facebook twitter