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Potsdam, 19.02.2021

Stadtverordnete bestätigen Fachbereichsleitung für Soziales und Inklusion


20 von 21 Fachbereichsleitungen besetzt / Mehrheit von elf Fachbereichen werden aktuell von Frauen geleitet

In ihrer Sitzung am Donnerstag, den 18. Februar 2021 hat die Stadtverordnetenversammlung Uta Kitzmann als neue Leiterin des Fachbereiches Soziales und Inklusion bestellt.

Der Fachbereich verantwortet die Leistungen zur sozialen Sicherung für hilfebedürftige Bürgerinnen und Bürger, wie u.a. die Sozialhilfe, Grundsicherung, Eingliederungsleistungen nach dem Bundesteilhabegesetz, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und Hilfe zur Pflege. Weiterhin fällt die Betreuungsbehörde, aber auch strategische Planungen, wie die Gesundheits- und Sozialplanung für die Landeshauptstadt Potsdam und die Förderung der sozial- und gesundheitsfürsorgerischen Angebote in den Verantwortungsbereich der neuen Fachbereichsleitung.
 
Uta Kitzmann ist Juristin mit 2. Staatsexamen. Nach dem Studium an der Universität Potsdam war sie zunächst als Rechtsanwältin und Rechtsdozentin an verschiedenen öffentlichen Bildungseinrichtungen wie der Technischen Fachhochschule Wildau tätig.
2005 hat sie, neben vielen anderen kommunalen Mitarbeitenden, in Umsetzung des SGB II das Jobcenter der Landeshauptstadt mit aufgebaut. Dort war sie zunächst für Grundsatz- und Personalangelegenheiten und nachfolgend als Bereichsleitung "Leistung" für 80 Mitarbeitende zuständig.  2013 wechselte sie in den heutigen Fachbereich Soziales und Inklusion und Übernahm dort als Bereichsleiterin die Umsetzung der pflichtigen Aufgaben der Eingliederungshilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Hilfe zur Pflege sowie Gewährung von Grundsicherungsleistungen. Hierzu gehört auch die Betreuung des Pflegestützpunktes der Landeshauptstadt Potsdam und der einzigen Stiftung der Landeshauptstadt Potsdam „Altenhilfe“.

Uta Kitzmann ist bereits die vierte Fachbereichsleitung, die 2020 erfolgreich ein aufwändiges Auswahlverfahren mit Unterstützung einer externen Personalberatung durchlaufen hat. Ihr voraus gingen: Dr. Uta Kletzing, seit Mitte Oktober Fachbereichsleitung Personal und Organisation; Gregor Jekel, seit Dezember Fachbereichsleitung Wohnen, Arbeit und Integration sowie Heike Bojunga, seit Februar Fachbereichsleitung Kommunikation und Partizipation.
Dr. Uta Kletzing und Heike Bojunga sind als externe Führungskräfte in die Landeshauptstadt eingestiegen und stehen neben dem gewünschten „frischen Blick“ von außen auch dafür, dass die Landeshauptstadt mit dem Ziel der Geschlechterparität auf der Fachbereichsleitungsebene Ernst macht.

Im August 2019 wurde Oberbürgermeister Mike Schubert von der Stadtverordnetenversammlung beauftragt, „bei der künftigen Besetzung der Fachbereichsleitungen in der Stadtverwaltung Potsdam auf eine Erhöhung des Frauenanteils auf mindestens 50% hinzuwirken“. Zum Zeitpunkt dieses Auftrags wurden die Fachbereiche mehrheitlich von Männern geführt.
Mit den neuen Besetzungen haben die Fachbereichsleiterinnen sogar einen kleinen Vorsprung in der Führung der insgesamt 21 Fachbereiche: elf Fachbereiche werden von Frauen geführt – davon sieben regulär und vier kommissarisch. Neun Fachbereiche werden von Männern geführt – davon sieben regulär und zwei kommissarisch. Bei einem Fachbereich ist die Leitung aktuell unbesetzt.

Um sicher zu gehen, die Besten auszuwählen und damit auch die Tür für die Geschlechterparität weiterhin offen zu halten, werden auch die 2021 und 2022 bevorstehenden Neubesetzungen der sechs kommissarisch besetzten und drei weiteren Fachbereichsleitungen aufwändig umgesetzt: das bedeutet, dass die Besetzung unter externer Begleitung mit zweistufigen strukturierten Auswahlverfahren und einer jeweils hochkarätigen Auswahlkommission erfolgt.

Neben der angestrebten Aufrechterhaltung der geschlechterparitätischen Zusammensetzung der Fachbereichsleitungen der Landeshauptstadt sind jedoch noch andere Modernisierungen auf dem Weg.

Die aktuell laufende Besetzung der Fachbereichsleitung Bildung, Jugend und Sport ist in doppelter Hinsicht innovativ. Zum einen werden zwei Führungskräfte für eine „Doppelspitze“ gesucht, die sich die Fachbereichsleitung teilen: die eine mit Schwerpunkt auf die kaufmännische/juristische Leitung, die andere mit Schwerpunkt auf die pädagogische Leitung. Zum anderen hat die Landeshauptstadt potenzielle Bewerbende während des laufenden Ausschreibungsverfahrens ein neues Informationsformat erprobt. Im Rahmen einer mit ca. 60 Interessierten sehr gut angenommenen Videokonferenz haben die Beigeordnete Noosha Aubel und die Personalchefin Dr. Uta Kletzing gemeinsam ausführlicher über die Stelle und für das moderne Führungsmodell informiert. Dieses aus Sicht aller Beteiligten sehr gelungene Format führte zu einer aktuell vielversprechenden Bewerbungslage.

Den alters- und strukturbedingt notwendigen Generationswechsel bei den Fachbereichsleitungen nimmt die Landeshauptstadt somit zum Anlass, auch die Führungskultur zu modernisieren: durch neue Maßgaben zum einen für die Zusammensetzung der zukünftigen Führungskräfte, zum anderen aber auch hinsichtlich der im Auswahlverfahren abgeprüften Führungskompetenzen. In den nächsten Jahren wird die Landeshauptstadt durch verschiedene Maßnahmen zur Stärkung von Führung, u.a. auch mit der zweiten Auflage des Mentoring-Programms, aber auch zu anderen Themen mit dem strategischen Ziel „Attraktive Arbeitgeberin und bürgernahe Dienstleisterin“ ebenso Ernst machen wie mit der Parität.

Der Dezernent Zentrale Verwaltung Dieter Jetschmanegg: „In den nächsten Jahren wird die Landeshauptstadt durch verschiedene Maßnahmen zur Stärkung von Führung, u.a. auch mit der zweiten Auflage des Mentoring-Programms, aber auch zu anderen Themen mit dem strategischen Ziel „Attraktive Arbeitgeberin und bürgernahe Dienstleisterin“ ebenso Ernst machen wie mit der Parität.“

Potsdam, 19.02.2021

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2021-02-19 09:29:44 Vorherige Übersicht Nächste


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