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Potsdam, 17.06.2022

Stadt ruft auf zu rücksichtsvollem Verhalten an Potsdamer Gewässern


Beachtung der Regeln ist wichtig, um Natur und Landschaft zu erhalten

Bei dem angekündigten heißen Sommerwetter ist zu erwarten, dass viele Potsdamer und Potsdamerinnen und Gäste der Stadt das Wochenende wieder im Freien und am Wasser verbringen. Die Landeshauptstadt Potsdam ruft alle Besucherinnen und Besucher der Schutz- und Wassergebiete auf, sich hier gegenüber Tieren und Pflanzen schonend und rücksichtsvoll zu verhalten.

„Es ist verständlich, dass es aufgrund der heißen Temperaturen viele Potsdamerinnen und Potsdamer am Wochenende zum Baden, zum Wassersport oder für andere Freizeitaktivitäten in die Natur und an die Gewässer zieht. Es gibt bei uns auch zahlreiche Möglichkeiten dafür. Viele Landschaftsräume davon sind jedoch historische Anlagen oder besondere und geschützte Naturräume. Ich möchte deshalb dazu aufrufen, dass wir uns gemeinsam achtsam gegenüber Natur und Mensch verhalten. So können wir alle einen Beitrag zum Erhalt von Natur, der besonderen Umgebung und geschützter Umwelt leisten“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt.

Die wachsende Landeshauptstadt verfügt auf einer großen Fläche über Schutzgebiete der verschiedensten Kategorien, wie Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und europarechtlich geschützte Gebiete, sogenannte Natura 2000-Gebiete - mehr als die Hälfte des Potsdamer Stadtgebietes liegt in solchen Gebieten. In Abhängigkeit von dem jeweiligen Gebiet ergeben sich neben den allgemeinen Verhaltensregeln auch besondere Bestimmungen, die sich aus den entsprechenden Schutzgebietsverordnungen ableiten. Diese sollen helfen, den Zustand der Natur und die Artenvielfalt zu erhalten.

Ein Beispiel ist das Gebiet „Sacrower See und Königswald“, welches zu allen Jahreszeiten zahlreiche Besucher anzieht. Die Natur ist hier besonders schützenswert, weil der Sacrower See im Vergleich zu anderen Gewässern nur wenig nährstoffreich ist und zudem von weiteren geschützten Lebensräumen, vor allem von vielfältigen, alten Waldbeständen umgeben ist. Wegen der verhältnismäßig geringen Ausdehnung des Sees ist dieser sehr empfindlich und kann nur eine begrenzte Belastung unbeschadet vertragen. Daher dürfen der Uferweg am Sacrower See nicht verlassen und der See generell nicht mit Wasserfahrzeugen jeglicher Art, wie Kajak, Stand-up-Paddle (SUP), Floß etc., befahren werden. Die Landeshauptstadt Potsdam bittet dringend darum, lediglich die geduldeten Badestellen am See zu nutzen. Und auch hier gilt wie überall in einem Naturschutzgebiet: Campen, Lärmen und Feuermachen (Rauchen, Grillen, Lagerfeuer usw.) sind untersagt. Auf diese Bestimmungen muss hingewiesen werden, da das Schutzgebiet rund um den Sacrower See in den vergangenen heißen Jahren durch die vermehrten Besucherzahlen bereits starke Schäden zu verzeichnen hat. Die Verbote sind vor dem Hintergrund der witterungsbedingt anhaltenden hohen Waldbrandgefahrenstufen von besonderer Bedeutung. Generell sollte die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erfolgen. Um für ein stärkeres Bewusstsein und eine höhere Akzeptanz für das Einhalten der Regelungen im Naturschutzgebiet „Sacrower See und Königswald“ zu sorgen, wurde in den vergangenen Jahren die Beschilderung mit den entsprechenden Hinweisen verbessert.

Aber auch für die anderen Potsdamer Seen und die Havel selbst gilt es, beim Baden, bei Bootstouren und anderen wassersportlichen Aktivitäten unbedingt, dies mit Abstand vom Schilfgürtel und ohne das Durchfahren bzw. Durchqueren der Seerosenteppiche zu tun. Auch sollten die Besucherinnen und Besucher möglichst das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, um in die Natur und an die Gewässer zu gelangen.

Potsdam, 17.06.2022

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2022-06-17 12:17:58 Vorherige Übersicht Nächste


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