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Potsdam, 08.12.2017

Potsdam nimmt Stellung zum Landesnahverkehrsplan

Der zunehmende Autoverkehr in der Innenstadt sowie entlang der Pendlerstrecken ins Umland sind eine große Herausforderungen für Potsdam. Um eine Entlastung zu erreichen, müssen attraktive Alternativen geschaffen werden. Für die Verbesserung der Bahnangebote ist die Landeshauptstadt auf die Mitwirkung des Landes, als Besteller des schienengebundenen Nahverkehrs, angewiesen. Die Landeshauptstadt Potsdam unterstützt die mobilitätspolitischen Ziele der Landesregierung, um gemeinsam einen leistungsfähigen und nachhaltigen öffentlichen Nahverkehr für die Menschen und die Wirtschaft in der Region zu bieten. In seinem Bericht in der heutigen Stadtverordnetenversammlung nahm Oberbürgermeister Jann Jakobs Bezug auf die Stellungnahme der Landeshauptstadt Potsdam zum Nahverkehrsplan des Landes Brandenburg.

„Viele unserer Anliegen werden im Landesnahverkehrsplan aufgegriffen. Allerdings fordern wir, dass die geplanten Verbesserungen im Angebot und in der Infrastruktur für Potsdam umfangreicher und zügiger umgesetzt werden“, sagt Oberbürgermeister Jann Jakobs. „Als dynamischer regionaler Wachstumskern mit großer wirtschaftlicher Bedeutung können wir nicht bis 2023 warten. Die geplante Taktverdichtung des RE 1 muss spätestens zum Fahrplanwechsel 2018/19 realisiert werden.“

Dieser Forderung haben sich auch Brandenburg an der Havel, Lehnin, Groß Kreutz und Werder (Havel) angeschlossen. Die Landeshauptstadt Potsdam unterstützt die Initiative der Kommunen uneingeschränkt. Um der Verantwortung des Landes für die gesamte Region Rechnung zu tragen, sollte dies durch das Land verbindlich in den Landesnahverkehrsplan aufgenommen werden.

Positiv bewertet Oberbürgermeister Jann Jakobs die Planungen des Landes zu einer Regionalbahnverbindung zwischen Potsdam über Golm und Marquardt nach Berlin Spandau bis Berlin Gesundbrunnen. Diese Bahnverbindung gehört mit zu den prioritären verkehrspolitischen Zielen der Landeshauptstadt Potsdam, um eine attraktive Alternative für Pendler, insbesondere aus dem wachsenden Potsdamer Norden, nach Berlin und von Berlin zu schaffen. Die Landeshauptstadt unterstützt dieses Vorhaben und wird den Bahnhof Marquardt zur „Mobilitätsdrehscheibe Nord“ entwickeln.

Jakobs schlug in diesem Zusammenhang eine erneute Prüfung der Reaktivierung der Bahnhöfe Bornim-Grube und Satzkorn vor. Die bisherigen Planungen des Landes sehen jedoch eine Umsetzung erst in etwa fünf Jahren vor. „Nicht nur das Wachstum des Potsdamer Nordens sondern auch die rasante Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Golm verlangen rasche Lösungen und angepasste Angebote auf den bestehenden Linien“, betont Jakobs. „Ich werbe mit Nachdruck für angemessene Lösungen, denn von den Verbesserungen profitiert das ganze Land. Nur so kann das zukünftige Pendlerverkehrsaufkommen in beide Richtungen, zwischen Potsdam und Berlin, verträglich abgewickelt werden und eine wirkliche Alternative zum Auto gelingen.“

Abschließend begrüßte Oberbürgermeister Jann Jakobs die beabsichtigte Wiederinbetriebnahme der Stammbahn.

Potsdam, 08.12.2017

Veröffentlicht von:
Stadtverwaltung Potsdam

Info Potsdam Logo 2017-12-08 11:20:27 Vorherige Übersicht Nächste


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