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Potsdam, 21.10.2013

Polizeimeldung: Zeugen und Geschädigte nach rechten Pöbeleien gesucht

Landeshauptstadt Potsdam, Burgstraße und Straßenbahn Line 94 Richtung Babelsberg




Tatzeit: Montag, den 16. September 2013, 14.10 Uhr

Die Polizei sucht in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung sowohl nach weiteren Zeugen, als auch nach Geschädigten. Ein namentlich bekannter Anrufer hatte die Polizei am Montag, den 16. September 2013 gegen 14.10 Uhr verständigt und mitgeteilt, dass ein unbekannter Mann in der Burgstraße, nahe dem Ernst-von-Bergmann Klinikum Passanten anpöbelt und wiederholt den „Hitlergruß“ gezeigt haben soll.
Danach habe diese Person, die durch ein ungepflegtes Erscheinungsbild aufgefallen sei, die Straßenbahn der Linie 94 in Richtung Babelsberg bestiegen und habe sich an der Haltestelle Alt Nowawes noch in der Bahn befunden. Bekleidet sei der Mann mit einer verschlissenen Jeanshose, einer grauen Jacke und einem darunter getragenen Kapuzen-T-Shirt mit grauer Kapuze gewesen.
Die bisherigen Ermittlungen des Staatsschutzdezernates ergaben, dass der Täter im Bereich der Burgstraße mehrere Passanten angepöbelt hat. Darunter eine ca. 70 Jahre alte Frau und ein Kind (Alter des Mädchens unbekannt). Beide saßen an der Haltestelle Burgstraße, wurden von dem Mann beleidigt und das Mädchen mit ausländerfeindlichen Äußerungen beschimpft. Dabei soll der Mann neben Drohgebärden auch mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben. Offenbar auf Grund dieses Verhaltens eingeschüchtert, sei das Mädchen dann in Richtung Krankenhaus davongelaufen. Danach habe der Täter die Straßenbahn der Linie 94 in Richtung Babelsberg bestiegen. Auch die ca. 70-jährige Frau war in diese Bahn eingestiegen und hatte einen Passanten um Schutz gebeten. In der Straßenbahn soll der Mann dann weiterhin wahllos Fahrgäste angepöbelt und mit Faustbewegungen in Richtung der Gesichter der Leute eingeschüchtert haben. Was er dabei genau gesagt hat, ist bisher nicht bekannt. Die Ermittlungen des Staatsschutzes führten zu einem 48-jährigen Obdachlosen als Tatverdächtigen. Der Mann ist wegen verschiedener Delikte polizeilich bekannt, unter anderem hatte er vor einiger Zeit, in angetrunkenem Zustand, bereits Leute mit ähnlich gearteten Beschimpfungen beleidigt.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen und insbesondere auch nach der ca. 70 jährigen Dame und dem Mädchen, die der Tatverdächtige an der Straßenbahnhaltestelle Burgstraße beschimpft hat. Beide werden gebeten sich als wichtige Zeugen bei der Polizei zu melden. Auch Fahrgäste der Straßenbahn 94 in Richtung Babelsberg, denen der Tatverdächtige an diesem Tag aufgefallen ist oder die ebenfalls von ihm angepöbelt wurden, werden gebeten sich an die Polizei zu wenden.

Hinweise zu dem Fall nehmen die Polizeiinspektion Potsdam unter der Telefonnummer 0331-5508-1224, die Internetwache unter der Internetadresse www.internetwache.brandenburg.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Potsdam, 21.10.2013

Veröffentlicht von:
Internetwache Brandenburg

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