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Potsdam, 01.08.2013

Polizeimeldung: Vorsicht, Schulkinder unterwegs!

Westbrandenburg



Am kommenden Montag geht für alle Schüler in Brandenburg die schöne Ferienzeit zu Ende und viele Brandenburger beenden ihren Sommerurlaub. Damit beginnt auch für die Jüngsten unter den Schülern ein neuer Lebensabschnitt. Als ABC-Schützen werden sie neben den anderen Schulkindern wieder das Bild im Straßenverkehr prägen. Hinzu kommt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Berufsverkehr.
Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer sich auf diese besondere Situation einzustellen, was ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme von jedem erfordert.

Insbesondere Fahrzeugführer müssen sich auf ein kindentsprechendes Verhalten der ABC-Schützen einstellen. Auf Grund ihres Entwicklungsstandes sind Schulanfänger sowie Grundschüler den komplexen Situationen des Straßenverkehrs nicht gewachsen, unterschätzen Gefahrensituationen durch ihr eingeschränktes Sichtfeld und sind oftmals in ihren Reaktionen unberechenbar. Hinzu kommt ihre geringe Körpergröße, wodurch sie von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen werden können.
Deshalb sollten alle Fahrzeugführer an Schulen und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs den Fuß vom Gas nehmen und stets defensiv bzw. bremsbereit fahren. An Bussen mit eingeschalteter Warnblinkanlage, die an einer Haltestelle stehen, darf nur vorsichtig und mit Schrittgeschwindigkeit vorbeigefahren werden, auch auf der Gegenfahrbahn!

Für mehr Sicherheit sorgt auch das Fahren mit eingeschaltetem Licht am Tage. Kinder nehmen dadurch herannahende Fahrzeuge schneller wahr und können so Entfernungen besser einschätzen. Insbesondere an Fußgängerüberwegen ist das von großem Vorteil. Auch helfen hier eindeutige Zeichen der Fahrzeugführer, dass sie die querende Person am Fußgängerüberweg wahrgenommen haben und anhalten.

Eine große Verantwortung haben aber auch die Eltern der Erstklässler. Sie sollten mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen ihre Kinder auf die typischen Gefahrensituationen des Straßenverkehrs vorbereiten. Dazu zählt den Schulweg mit den Kindern gemeinsam festzulegen und mehrmals abzugehen, um die realen Verkehrsbedingungen kennenzulernen und die sich daraus ergebenen Verhaltensweisen zu verinnerlichen.
Dabei gilt: Der kürzeste Weg ist nicht immer der Sicherste!

Bei all diesen Maßnahmen sollten Eltern und Erwachsene nie vergessen, dass sie eine große Vorbildfunktion in ihrem Verhalten haben, an der sich Kinder sehr stark orientieren.

Sollten Kinder mit dem Bus oder der Straßenbahn zur Schule fahren, ist es wichtig, mit ihnen die wichtigsten Verhaltensregeln einzuüben:

beim Warten an der Bushaltestelle nicht toben, streiten oder schubsen
nicht vor oder hinter einem stehenden Bus über die Straße gehen
beim Ein- und Aussteigen nicht drängeln oder schubsen und nicht unvermittelt aus dem Bus/Straßenbahn springen
beim Stehen in Bussen immer an den Haltevorrichtungen festhalten
auf Bussitzen, bei denen ein Sicherheitsgurt vorhanden ist, muss dieser auch angelegt werden


Junge ABC-Schützen sollten nicht alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Hier empfiehlt es sich zu warten, bis ein entsprechendes Alter erreicht ist - etwa nach der schulischen Radfahrausbildung in der 4. Klasse - und die Kinder das Rad sicher im Straßenverkehr beherrschen und damit den hohen Anforderungen ausreichend gewachsen sind.

Die Beamten der Polizeidirektion West werden in den nächsten Wochen die Schulwegsicherung verstärkt mit Verkehrskontrollen und präventiven Maßnahmen durchführen.
Neben der Überwachung der Geschwindigkeit liegt der Schwerpunkt der Kontrollen auf der Einhaltung der Gurtpflicht und der Verwendung von Rückhaltesystemen (Kindersitze) für Kinder. An dieser Stelle wird noch einmal an alle Eltern appelliert, die ihre Kinder mit dem PKW zur Schule bringen, dass sie die gesetzliche aber auch moralische Verantwortung gegenüber ihren Kindern haben, was die Einhaltung der Gurtpflicht angeht.

Insbesondere in den städtischen Bereichen wird das verkehrsgerechte Verhalten von Fahrradfahrern kontrolliert. Gerade durch das verbotene Benutzen von Fußwegen durch Jugendliche und Erwachsene werden Gefahren in den Bereich gebracht, der den Schulkindern eigentlich als „sicherer Verkehrsraum“ garantiert wird.

Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West, appelliert an alle Verkehrsteilnehmer: „Bitte nehmen Sie besondere Rücksicht auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer! Den Unbelehrbaren kündige ich jedoch strenge Kontrollen an. Wer vor Schulen oder an Haltestellen rast, kann nicht mit Nachsicht rechnen!“


Verantwortlich: Heiko Schmidt; Ltr. Pressestelle Polizeidirektion West

Potsdam, 01.08.2013

Veröffentlicht von:
Internetwache Brandenburg

Info Potsdam Logo 2013-08-01 16:01:02 Vorherige Übersicht Nächste


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