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Potsdam, 23.02.2021
Offizierskasino kommt zur Stadt

Offizierskasino kommt zur Stadt


Deutsche Wohnen überträgt Teilflächen in Krampnitz an Entwicklungsträger Potsdam

Auf Grundlage des im April 2019 durch die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Masterplans für die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers in Krampnitz haben sich die Landeshauptstadt Potsdam, die Deutsche Wohnen SE und der Entwicklungsträger Potsdam auf die Rückgabe von Teilflächen des Areals an den Entwicklungsträger geeinigt. Die Kommune erhält damit Neubauflächen und Flurstücke mit Bestandsgebäuden im Krampnitzer Osten mit einer Gesamtgröße von rund 50.000 Quadratmetern – darunter auch das ehemalige Offizierskasino – zurück.

Die Flächenrückgabe ist das Ergebnis enger Abstimmungen zwischen Stadtverwaltung, Entwicklungsträger und Deutsche Wohnen, bei denen es auf Basis der finalen Masterplanung neben Grundstücksfragen auch um weitere Anpassungsbedarfe wie den Zeitplan für den Erstbezug von Wohnungen oder die Verortung von Gewerbeflächen ging. Gegenüber vorangegangenen Planungsständen weist der beschlossene Masterplan für Krampnitz eine höhere bauliche Dichte auf, der zufolge sich auch auf den von der Deutsche Wohnen erworbenen Flächen mehr Wohn- und Gewerbeeinheiten realisieren lassen, als ursprünglich geplant war. Mit der Rückgabe der Flächen an den Entwicklungsträger geht die Deutsche Wohnen auf diese aus dem städtebaulichen Konzept resultierenden Zuwächse ein. Insgesamt kann das Unternehmen in Krampnitz in Abhängigkeit von den Wohnungsgrößen nun bis zu 1.800 Wohneinheiten realisieren.

„Durch die gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung des Masterplans auf Grundstücksebene gelangen nun zentrale Flächen im Ostteil des Stadtteils zurück in die Verfügung der Stadt. Ich freue mich sehr, dass mit diesen wichtigen Flächen und Gebäuden auch unser Gestaltungsspielraum bei der Entwicklung von Krampnitz wächst“, erklärt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam.

„Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir in Krampnitz ein lebendiges, modernes und nachbarschaftliches Quartier entwickeln, kurz einen neuen urbanen Stadtteil für Potsdam. Mit der Rückübertragung der Flächen wollen wir den Weg dafür ebnen, dass quartiersprägende Räume, wie das Offizierskasino künftig für teilöffentliche Nutzungen – beispielsweise im kulturellen Bereich – zur Verfügung stehen und damit dem gesamten Quartier zugutekommen“, erläutert Henrik Thomsen, Chief Development Officer der Deutsche Wohnen SE.

„Die Projektpartner in Krampnitz waren sich darüber einig, dass sich die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers nicht an Grundstücksgrenzen orientieren soll. Deshalb konnten wir in den letzten zweieinhalb Jahren im Rahmen der Masterplanung diverse Fragestellungen sehr konstruktiv und kreativ mit den zuständigen Fachbehörden der Landeshauptstadt Potsdam und der Deutsche Wohnen bearbeiten. Wir freuen uns, dass wir im Ergebnis dieser gemeinsamen und partnerschaftlichen Arbeit einen sehr gelungenen Städtebau für Krampnitz entwickeln konnten und wir neben Neubauflächen auch Bestandsgebäude wie das ehemalige Offizierskasino mit in die Planung einbeziehen können“, sagt Bert Nicke, Geschäftsführer der Entwicklungsträger Potsdam GmbH. „Zudem stellen wir schon jetzt Überlegungen dazu an, wie wir das Kasino je nach pandemiebedingten Rahmenbedingungen noch in diesem Jahr mit Kunst und Kultur beleben können“, ergänzt Nicke.

In Krampnitz entsteht an der Schnittstelle zwischen Potsdam und Berlin in den nächsten 20 Jahren ein urbanes und innovatives Stadtquartier für rund 10.000 Menschen. Neben dringend benötigtem Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung, davon rund 25 Prozent mit Mietpreis- und Belegungsbindungen, werden in Krampnitz zahlreiche Gewerbeflächen sowie soziale Infrastruktureinrichtungen geschaffen. Bei den Planungen für die Entwicklung des rund 140 Hektar großen ehemaligen Kasernengeländes stehen zukunftsweisende Lösungen aus den Bereichen Stadtentwicklung, Energieversorgung und Mobilität im Fokus.

 

Potsdam, 23.02.2021

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

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