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Potsdam, 10.01.2013

Neues Modell für günstige Wohnungen wird ausgeweitet

Brandenburgs Bauminister Jörg Vogelsänger, der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs haben heute eine weitere Kooperationsvereinbarung zu Mietpreis- und Belegungsbindungen zwischen der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und des Wohnungsunternehmens ProPotsdam unter Dach und Fach gebracht. Startschuss des Projekts war im April 2012 für 1.200 Wohnungen der kommunalen ProPotsdam GmbH. Mit der heute erfolgten Vertragsunterzeichnung der zweiten und dritten Tranche können für weitere 1.700 Wohnungen - insgesamt also für zirka. 3.000 Wohnungen in Potsdam - Mietpreis- und Belegungsbindungen für weitere zehn Jahre gesichert werden. Ohne Anschlussförderung laufen bis 2019 in der Landeshauptstadt für fast 9.000 Wohnungen die Mietpreisbindungen aus. 

Für Vogelsänger können solche freiwilligen Vereinbarungen überall in Gebieten mit erhöhtem Wohnungsbedarf zum Tragen kommen. 

Vogelsänger: „Der erste Versuchsballon war so erfolgreich, dass wir heute das Angebot in Potsdam mehr als verdoppeln, indem für weitere 1.700 städtische Wohnungen die Mietpreis- und Belegungsbindungen verlängert werden.“

Mit Blick auf die weniger werdenden öffentlichen Mittel für die Wohnraumförderung hat das Brandenburger Bauministerium mit der Investitionsbank des Landes dieses Modell entwickelt, von dem alle profitieren. Das Land kann mit relativ wenig Geld viel für Mieter mit geringem Einkommen erreichen. Wohnungsunternehmen erhalten einen Zinsbonus für laufende Förderdarlehen. „Gewinner sind vor allem Mieter mit niedrigem Einkommen“, so Vogelsänger, „also diejenigen, die trotz eines Wohnberechtigungsscheins vor der Herausforderung stehen, wegen des geringen Angebots in attraktiven Lagen eine Wohnung anmieten zu können.“

„Unser Modell, von dem ich erwarte, dass es landes- und bundesweit weiter Schule machen wird, wirkt sich doppelt aus: Zum einen erhöht sich das Angebot für Inhaber von Wohnberechtigungsscheinen. Zum anderen erwarten wir, dass mit der Ausweitung des Angebots von günstigen Wohnungen insgesamt eine Kostendämpfung im mittleren und unteren Preissegment bei Neuvermietungen auf dem freien Wohnungsmarkt erreicht wird“, unterstreicht der Minister.

Oberbürgermeister Jann Jakobs: „Das Modellprojekt des vergangenen Jahres war so erfolgreich, dass wir in kürzester Zeit bereits 305 Wohnungen im Rahmen der Neuvermietung für einkommensschwache Haushalte bereitstellen konnten. Ich freue mich, dass es nun gelungen ist, das Projekt um weitere 1700 Wohnungen auszuweiten. Das hilft, bezahlbaren Wohnraum in Potsdam zu sichern."

Das für Brandenburg von Ministerium gemeinsam mit der ILB entwickelte Modellprojekt fand bereits bundesweit Beachtung.

Im Gegenzug für den Zinsbonus auf den aktuellen Marktzins in Darlehensverträgen von Förderobjekten sichert das kommunale Wohnungsunternehmen über zehn Jahre für weitere rund 1.700 Wohnungen Miet- und Belegungsbindungen zu. Im April 2012 war dies bereits für 1.200 Wohnungen geschehen. 

Die Einstiegsmiete für die von der Vereinbarung erfassten Mietobjekte liegt bei 5,50 Euro je Quadratmeter und darf nach zehn Jahren maximal 6,40 Euro erreichen. 

Die Flexibilität dieses Modells zeichnet sich durch die Möglichkeit der Verlagerung von Bindungen über den Potsdamer Wohnungsmarkt auf andere, gleichwertige Wohnungen aus.

Potsdam, 10.01.2013

Veröffentlicht von:
Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg

Info Potsdam Logo 2013-01-10 13:35:22 Vorherige Übersicht Nächste


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