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Potsdam, 03.04.2019

Machbarkeitsstudie für Science-Center Biosphäre bis Anfang 2020


Stadtverordnete stimmen für Konzeptentwicklung / Herausragende wissenschaftliche Institute haben Mitarbeit bei der Entwicklung des Wissenschafts-Centers zugesichert

Die Landeshauptstadt Potsdam wird die Biosphäre erhalten und eine Machbarkeitsstudie erstellen, wie das Tropenhaus auf Grundlage der Konzeptstudie „Biosphäre 2.0“ zu einem Wissenschafts-Center weiterentwickelt werden kann. Das haben die Stadtverordneten am Mittwochabend mit großer Mehrheit beschlossen. Die Studie zur Entwicklung unter Einbeziehung des Volksparks und der Idee eines benachbarten Hotels bzw. Tagungszentrums soll Anfang 2020 vorgelegt werden. „Ich bekenne mich ausdrücklich zu der innovativen Idee eines klima- und nachhaltigkeitsorientierten, didaktisch-interaktiven Science-Center in Potsdam. Ich bin davon überzeugt, dass die Idee eines solchen Wissenschaftszentrums nicht nur perfekt zu Potsdam passt, sondern auch zu Potsdam gehören sollte“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert.

Zahlreiche international herausragende wissenschaftliche Institute wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), das Alfred-Wegener-Institut (AWI), das GeoForschungsZentrum (GFZ), das IASS (Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung) und die Universität Potsdam haben sich in einem Letter of Intent bereit erklärt, Potsdam bei dem Vorhaben zu unterstützen und gemeinsam mit der Stadt die Biosphäre zu einem Science-Center mit vielseitigem Lern- und Erlebnisraum für die Themen Biodiversität und Klima zu entwickeln. „Unser gemeinsames Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen einen außerschulischen Lernort zu schaffen und die exzellenten wissenschaftlichen Erkenntnisse der ansässigen Forschungseinrichtungen erlebbar und sichtbar zu machen“, so Schubert.

Die seit 1. Februar öffentlich vorliegende Konzeptstudie sieht eine umfangreiche Ergänzung der bestehenden Angebote vor. So sollen neben dem Tropenwald künftig weitere Klimazonen des Planeten, beispielsweise die Wüste oder der Ozean, für die Besucher erlebbar sein und damit die Themen Biodiversität und Klimawandel in den Vordergrund gerückt und unter naturdidaktischen Aspekten beleuchtet werden. Die Biosphäre soll sich damit noch stärker als „Biosphäre 2.0“ und außerschulischer Lernort etablieren und vor allem den Einfluss des Menschen auf Flora, Fauna und Klima im neuen Zeitalter des „Anthroprozäns“ darstellen.

Ein weiterer Bestandteil des Konzeptes ist die Entwicklung von Außenbereichen der Biosphäre, die in Teilen auch für die Bewohner des Quartiers zugänglich sein sollen. Dazu gehört beispielsweise die Schaffung von Urban Gardening-Flächen sowie gastronomischer Einrichtungen. Zur Stärkung der „Destination Volkspark und Biosphäre“ soll in unmittelbarer Umgebung zudem ein Hotelstandort geschaffen werden, dessen Fokus insbesondere auf dem Angebot von Tagungen liegen soll. Ein integrierter Wellnessbereich soll auch für Anwohner nutzbar sein und dem Quartier so einen unmittelbaren Mehrwert bieten.

Das Konzept ist Ergebnis eines Werkstattverfahrens zur Zukunft der Biosphäre und wurde von dan pearlman Erlebnisarchitektur im Rahmen der vergangenen Workshops entwickelt. Das Verfahren wurde auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 5. Juli 2017 initiiert, um Konzepte für die Nachnutzung der Biosphäre zu entwickeln. Gemäß der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Grobkonzeptes liegt das Gesamtinvestitionsvolumen zunächst bei rund 17,3 Millionen Euro. Im nächsten Schritt soll die Konzeptidee untersetzt und ein Umsetzungskonzept mitsamt Betreiber- und Finanzierungsmodell erarbeitet werden. Dann gilt es auch zu prüfen, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe Fördermittel zur Mitfinanzierung des Projektes eingeworben werden können und wie eine konkrete Zusammenarbeit zwischen den wissenschaftlichen Institutionen in der Landeshauptstadt und der Biosphäre gestaltet werden kann.

Potsdam, 03.04.2019

Veröffentlicht von:
Landeshauptstadt Potsdam

Info Potsdam Logo 2019-04-03 20:42:48 Vorherige Übersicht Nächste


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