Navigation überspringen
Potsdam, 12.11.2012

Land fördert Gewässersanierung am Beetzsee

Heute wird in der Stadt Brandenburg an der Havel eine Grundwassersanierungsanlage zur Schadstoffentlastung des Beetzsees in Betrieb genommen. Das 6,5 Millionen Euro teure Projekt  leistet einen Beitrag zur Erfüllung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. 80 Prozent der Kosten werden durch das Umweltministerium unter Beteiligung des Bundes kofinanziert. Der Sanierungszeitraum beträgt acht Jahre. „Das Land Brandenburg unternimmt massive Anstrengungen zur Verbesserung der Gewässerqualität. Gesundes Leben ist ohne eine saubere Umwelt, ohne saubere Gewässer und ohne sauberes Trinkwasser nicht denkbar“, so Umweltministerin Tack zur Inbetriebnahme der Anlage.

 

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten der EU dazu, innerhalb von 15 Jahren in den Oberflächengewässern einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu erreichen. Für Brandenburg als gewässerreiches Bundesland ist das eine große Herausforderung. 

Bei dem Sanierungsvorhaben am Beetzsee geht es um einen vom ehemaligen Potsdamer Chemiehandel verursachten Grundwasserschaden, der eine Ausdehnung von mehr als 16 Hektar hat. Durch Untersuchungen der Stadt Brandenburg im Jahr 2003 wurde ein erheblicher Schadstoffeintrag von insbesondere leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffen  in den ca. 700 Meter entfernten Beetzsee nachgewiesen. Die Nutzung des Grundwassers musste für den menschlichen Gebrauch untersagt werden. 

Anfang 2009 hat das Projekt am Beetzsee konkrete Formen angenommen, mit dem Ziel, eine Verschlechterung der Wassergüte zu unterbinden und die Grundwasserqualität zu verbessern. Nach Abstimmung zwischen Land und Kommune erfolgte 2010 die finanzielle Zuwendung. 

„Der beste Schutz von Gewässern und Trinkwasser ist eine nachhaltige Wassernutzung. Da die natürlichen Ressourcen begrenzt und eine elementare Grundlage der menschlichen Existenz sind, kommt ihrer Bewahrung und ihrem Schutz eine besondere Bedeutung zu“, sagte Tack. Brandenburg unternehme massive Anstrengungen zur Verbesserung der Gewässerqualität. Ein Baustein dabei sei die Bereitstellung von Fördermitteln für die Gewässersanierung, um den Zustand des Grundwassers und der Oberflächengewässer zu verbessern. 

Eine Bewertung des Zustandes der Brandenburger Gewässer hat ein zwiespältiges Bild gezeigt. Auf der einen Seite ist bei nur 2,4 Prozent der Fließgewässer und 10,4 Prozent der untersuchten Seen entsprechend EU-Kriterien der chemische Zustand schlecht. In diesen Zahlen spiegeln sich die großen Anstrengungen der vergangenen Jahrzehnte wider, die Abwässer weitgehend zu reinigen und den Schadstoffanteil so weit wie möglich zu reduzieren. 

Auf der anderen Seite offenbaren die 2009 erstellten Bewirtschaftungspläne andere Defizite. Denn mit der Einführung der Wasserrahmenrichtlinie wurde das Augenmerk bei der Gewässerqualität verstärkt auf die Funktion der Gewässer als Lebensraum gelegt. Die dafür entwickelten Bewertungsmethoden zeigen, dass aktuell nur 6 Prozent der Fließgewässer und 15 Prozent der Seen einen guten ökologischen Zustand erreichen. 

Potsdam, 12.11.2012

Veröffentlicht von:
Ministerium fürUmwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV)

Info Potsdam Logo 2012-11-12 14:41:39 Vorherige Übersicht Nächste


2218

Das könnte Sie auch interessieren:

Städtebauliche Varianten für den Brauhausberg vorgestellt

Städtebauliche Varianten für den Brauhausberg vorgestellt

Online-Feedback noch bis 2. Februar möglich 30.01.26 - Rund 400 Interessierte haben an der Vorstellung der städtebaulichen Varianten für den Brauhausberg teilgenommen. Dort soll in den kommenden Jahren ein moderner öffentlicher Universitätscampus entstehen. ...
Standorte und Termine des Schadstoffmobils

Standorte und Termine des Schadstoffmobils

im Januar 2026 26.01.26 - Schadstoffe sind gefährliche Abfälle, die nicht in den Restabfallbehälter gehören, sondern fachgerecht entsorgt werden müssen. Potsdamer Privathaushalte können Schadstoffe, wie beispielsweise ...
Verkehrsprognose für die Woche

Verkehrsprognose für die Woche

vom 24. Januar bis 1. Februar 26.01.26 - L40 Brücke Horstweg / Horstweg Die stadtauswärtige Brücke der L40 über den Horstweg wird neu gebaut. Der Verkehr in dieser Richtung wird über Mittelstreifenüberfahrten auf die stadteinwärtige ...
Mitteilung zur Badesaison 2026

Mitteilung zur Badesaison 2026

26.01.26 - Zur jährlichen Vorbereitung der Badesaison wird die erforderliche Ausweisung der Badestellen für das Jahr 2026 im Amtsblatt des Landes Brandenburg bekanntgegeben. Die Badestellen werden während der Saison nach ...
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz 26.01.26 - Potsdam erinnert am Dienstag, 27. Januar 2026, an die Opfer des Nationalsozialismus mit mehreren Aktionen und Veranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel ...

 
Facebook twitter