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Potsdam, 05.11.2013

Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der "Reichspogromnacht"

Am 9. November 2013, dem 75. Jahrestag der so genannten Reichspogromnacht, versammeln sich Potsdamerinnen und Potsdamer um 18 Uhr am Ort der früheren Synagoge, am Platz der Einheit neben der Post, zu einer Gedenkstunde. Es wird an das Unrecht erinnert, das jüdische Bürger dieser Stadt erlitten haben.

Zu der Gedenkstunde werden Oberbürgermeister Jann Jakobs, der stellvertretende Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Helmuth Markov, die Pröpstin der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Friederike von Kirchbach, und Michail Tkach und Ud Joffe als Vertreter der Jüdischen Gemeinden sprechen. Oberbürgermeister Jann Jakobs: "Wir gedenken an diesem Tag der Opfer der rassistischen, antisemitischen Verfolgung im dritten Reich. Ich würde mich freuen, wenn viele Potsdamerinnen und Potsdamer an der Gedenkstunde teilnehmen. Sie sind herzlich eingeladen."

Vor 75 Jahren wurde in Deutschland aus Unrecht Gesetz und Mord zum Alltag. Systematisch verstießen Menschen in unserem Land gegen staatliche Gesetze und gegen Gottes Recht. "Du sollst töten, du sollst stehlen, du sollst die Ehe brechen, du sollst Vater und Mutter entehren, du sollst den Feiertag schänden, du sollst Dir andere Götter machen" - lauteten die Gebote der Nationalsozialisten.

In Potsdam brachen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 Einheiten der SS und der Gestapo in die Potsdamer Synagoge am Wilhelmplatz ein, entweihten das Gotteshaus und zerstörten die Einrichtung. Zahlreiche Bürger unserer Stadt wurden festgenommen, verschleppt und gefoltert. Der 9. November 1938 war ein weiterer Schritt auf dem Weg der Ausgrenzung und Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland. Fünf Jahre später wurde der letzte in Potsdam lebende Jude Wilhelm Kann nach Theresienstadt deportiert und ermordet. So viel Leben ist damals erloschen.

Stadtkirchenpfarrer Simon Kuntze: "Der Psalm 1 "Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen ..." aus dem Tenach, dem Alten Testament, verheißt uns, dass der Weg der Ungerechten und derer, die sich selbst zu Göttern machen, vergehen, der Weg der Gerechten aber aufblühen wird. Am 9. November 2013 wollen wir darum bitten, dass in diesem Land die Gerechtigkeit wachse und antisemitische und fremdenfeindliche Parolen verstummen."

 

Es laden ein:

  • Helmuth Markov, stellvertretender Ministerpräsident des Landes Brandenburg
  • Oberbürgermeister Jann Jakobs, Landeshauptstadt Potsdam
  • Michail Tkach und Ud Joffe, Jüdische Gemeinden der Stadt Potsdam
  • Propst Klaus-Günter Müller und Stadtkirchenpfarrer Simon Kuntze, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Potsdam
  • Hans-Jürgen Schulze-Eggert, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Potsdam, 05.11.2013

Veröffentlicht von:
Stadtverwaltung Potsdam

Info Potsdam Logo 2013-11-05 11:49:18 Vorherige Übersicht Nächste


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