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Potsdam, 12.07.2010

Demo-Tour „Wildtiere raus aus dem Zirkus“ auch in Potsdam

Mit Body-Painting als wilde Raubkatzen bemalt, sitzen Aktivistinnen der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) am Mittwoch in einem engen Käfig und fauchen die Passanten an. Mit der Aktion weisen sie auf das Leiden von Wildtieren im Zirkus hin. Tierquälerei im Zirkus ist laut PETA systembedingt, allein schon aufgrund des permanenten Reisens auf LKWs. Die Tiere verbringen den Großteil ihres Lebens in engen Käfigen. Sprinten, klettern, schwimmen – im Zirkus nicht möglich. Auf einem riesigen Banner zeigt PETA am Mittwoch außerdem die Flaggen aller Länder, in denen ein Wildtierverbot bereits umgesetzt worden ist oder starke Beschränkungen bezüglich der Tierarten bestehen, darunter allein 13 europäische Länder. „Wildtiere raus aus dem Zirkus“ lautet der Slogan der Demo-Tour, mit der PETA noch den ganzen Sommer über durch Deutschland ziehen wird.

Wann?
Mittwoch, 14. Juli 2010, 11.30 – 13.00 Uhr

Wo?
Potsdam, Vorplatz am Brandenburger Tor


„Das Publikum hat das Schicksal dieser gequälten Wildtiere in der Hand. Wenn keiner mehr einen Wildtierzirkus besucht, dann werden sich die Zirkusunternehmen umstellen müssen“, so Kampagnenleiterin Carola Schmitt von PETA. „Wir appellieren an die Potsdamer Bevölkerung – zeigen Sie Mitgefühl und besuchen Sie keine Wildtierdressuren!“ Ein dickes Lob richtet PETA in diesem Zusammenhang an Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck. Er schrieb im März 2009 an PETA, dass die Landesregierung Brandenburgs weiterhin an einer vollständigen Umsetzung des Bundesratsbeschlusses festhält. Gemeint ist damit die Bundesratsentschließung von 2003, wonach die Bundesländer einstimmig ein Verbot bestimmter Wildtierarten fordern und die Bundesregierung auffordern, dies unverzüglich auf den Weg zu bringen, was bislang nicht geschah. Auch die Stadt Potsdam hat Stellung bezogen und in einem Schreiben 2007 erklärt, dass sie keine öffentlichen Flächen mehr für Zirkusse mit Wildtieren vergibt. Die Bundestierärztekammer spricht sich ebenso für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus wie die Mehrheit der Bevölkerung in der BRD. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung finden zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Rocklegende Udo Lindenberg, Comedian Hella von Sinnen und Schauspielerin Tina Ruland.

Potsdam, 12.07.2010

Veröffentlicht von:
PETA Deutschland e. V. - Foto (c) PETA

Info Potsdam Logo 2010-07-12 10:50:21 Vorherige Übersicht Nächste


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